O-Dorf
Mehr Aufenthaltsqualität durch Bürgerbefragung

Wie am Messe-Park sollen auch am DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf platzkühlende Maßnahmen wie mehr Grün und Wasser ergriffen werden. Bis Anfang September können BürgerInnen Anregungen dazu liefern.
  • Wie am Messe-Park sollen auch am DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf platzkühlende Maßnahmen wie mehr Grün und Wasser ergriffen werden. Bis Anfang September können BürgerInnen Anregungen dazu liefern.
  • Foto: Stadt Innsbruck
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf erinnert nicht nur an den legendären Innsbrucker Bürgermeister "Olympia-Lois" sondern ist vor allem wegen seiner Gestaltung immer wieder in Diskussion. Jetzt möchte die Stadt Innsbruck mit einer Bürgerbefragung die Aufenthaltsqualität verbessern.

Hitzeinsel

Nach dem Baustart beim Messe-Park wird nun auch der DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf für das Stadtklimaprojekt „cool-INN“ ins Auge gefasst. Im Sommer kommt der Hitzeinsel-Effekt am zentralen und offen gestalteten Platz zum Tragen. Mehrere städtische Dienststellen haben im Auftrag des Stadtsenates zur Ist-Situation Stellung genommen und die Idee einer Platzkühlung positiv beurteilt. Die Geschäftsstelle für BürgerInnenbeteiligung wurde beauftragt, unter Einbindung der Bevölkerung und Vereinen vor Ort Verbesserungsvorschläge für den Platz zu erarbeiten. Die Geschäftsstelle hat daher mit dem Stadtteiltreff Olympisches Dorf eine Befragung gestartet.

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Geschichte

2006 wurde das Stadtteilzentrum O-Dorf mit dem Platz seiner Bestimmung übergeben. Neben dem 50 Meter hohem Wohnturm befindet sich ein Komplex mit Einkaufsmöglichkeiten, Mehrzweckhalle, einen Kindergarten und einen Jugendhort vor Ort. Auch für Vereinsräumlichkeiten ist gesorgt. Das Grundstück auf dem das Stadtteilzentrum steht ist fast 16.900 Quadratmeter groß. Der Architekten-Wettbewerb für das Stadtteilzentrum war schon 1996 durchgeführt worden.

Befragung

„Die Erhebung ist ein erster Schritt, um ein grobes Bild zu bekommen, was gewünscht und für eine vielseitige Nutzung gebraucht wird. Ich lade alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Vereine im Olympischen Dorf herzlich ein, mitzumachen“, ruft Bürgermeister Georg Willi dazu auf, sich aktiv zu beteiligen. Die für die Grünanlagen zuständige Stadträtin Schwarzl verweist auf das sich bereits in Umsetzung befindliche cool-INN-Projekt am Messe-Park. Dort habe man gute Erfahrungen mit BürgerInnenbeteiligung gemacht: „Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker wollen mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün und mehr Wasser auf ihren Plätzen.“ Die Befragung läuft bis Anfang September. Die Ergebnisse sollen in die weiteren Planungen miteinfließen. Vorschläge und Ideen können direkt in der beim Stadtteiltreff am Platz aufgestellten Box oder per E-Mail an post.buergerbeteiligung@innsbruck.gv.at abgegeben werden.

Keine leichte Ausgangssituation

Bereits vor einigen Jahren wurden für den zwischen Kajethan-Sweth-Straße und An-der-Lan-Straße gelegenen Platz Ideen gesammelt und punktuelle Verbesserungen umgesetzt. Von Anrainerinnen und Anrainer gab es jedoch immer wieder Kritik an der Aufenthaltsqualität. „Der DDr.-Alois-Lugger-Platz wird stark frequentiert und fungiert als Mittelpunkt des sozialen Lebens im Olympischen Dorf“, gibt Gemeinderat Benjamin Plach zu bedenken. „Da der Platz fast ausschließlich aus Beton und Asphalt besteht, stellen die Möglichkeiten für kühlende Bewässerung und Bepflanzung auf jeden Fall eine Bereicherung dar“, betont Plach, der im Juli 2020 einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht hat.

Begrünung

Eines neuen Begrünungskonzepts, das der Stadtsenat einstimmig beschlossen hat, soll eine optische Aufwertung und mehr Aufenthaltsqualität an belebten Straßen und Plätzen bringen. Am DDr.-Lugger-Platz im Olympischen Dorf sind zwei, in der Form gleiche Tröge wie beim Stadtforum angedacht. Das Amt für Grünanlagen stimmt die Standorte mit der Grundeigentümerin Innsbrucker Immobiliengesellschaft und dem platznutzenden Verband Neu Arzl/ Olympisches Dorf ab. Mittlerweile hat die Stadt gemeinsam mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) das Projekt „cool-INN“ gestartet, bei dem der Ausbau der Wasser-Infrastruktur eine wesentliche Rolle bei der Kühlung sogenannter Hitzeinseln spielt. Die baulichen Voraussetzungen für eine Neugestaltung des DDr.-Alois-Lugger-Platzes sind allerdings wegen der darunterliegenden Tiefgarage erschwert. Der Platz befindet sich im Eigentum der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG).

Leidiges Thema Lugger-Platz

Bereits 2010 wurde die Thematik im Rahmen einer Stadtblatt-Podiumsdiskussion angesprochen. So berichtete das Stadtblatt: "Dieser Platz ist eine Katastrophe und komplett an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigebaut. Und dass wir dafür auch noch die Kosten aufgebrummt bekommen haben, schlägt dem Fass den Boden aus“, erklärt ein verärgerter Bürger. Die damals anwesenden Stadtpolitiker stimmten der Analyse zu und versprachen das Thema im Gemeinderat bzw. Stadtsenat aufs Tapet zu bringen.

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