Gramartboden
Öffentliche Anbindung wird geprüft

Endstation: Nordkette, heißt es für viele GramarterInnen. Das ist die letzte Haltestelle für den öffentlichen Verkehr weit und breit.
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Seit der Parkraumbewirtschaftung haben umweltbewusste AnrainerInnen des Gramartbodens einen erheblichen Nachteil: Vorher wurde das Auto bei der Hungerburgbahn geparkt und mit dem Bus weitergefahren – jetzt würde so eine Aktion recht teuer kommen.

Was zu prüfen ist

Gerechtes Innsbruck reichte einen Antrag beim Gemeinderat ein, um die Strecke des „J“ bis zum Gramartboden zu verlängern. Dieser wurde abgelehnt, da es als kurzfristige Lösung nicht in Frage kommt: Den „J“ mit dem Gramartboden zu verbinden, sollte es überhaupt möglich sein, würde Jahre in Anspruch nehmen. „Ein großer Linienbus bräuchte bauliche Maßnahmen: In erster Linie für eine Wende bei Gramart, des Weiteren für Bushaltestellen entlang der Gramartstraße beziehungsweise zum Ausweichen auf den schmalen Streckenabschnitten und gegebenenfalls Signalanlagen, wenn zu lange nicht begegnungsfähige Strecken vorhanden sind“, so Paul Aigner, Büro Uschi Schwarzl. Weiters müsse klargestellt werden, ob die Straße durchgehend befahrbar wäre, was die Eigentumsverhältnisse und das Gewicht der Busse betrifft. Was die Kostenfrage anbelangt, müsse geklärt werden, welche einmaligen Kosten durch den Bau und welche dauerhaften Kosten durch den Betrieb entstünden und ob der Gemeinderat die dafür notwendigen Mittel freigebe.

Mehrere Projekte gleichzeitig

„Ob also eine Busverbindung nach Gramart umsetzbar ist, hängt von vielen zu prüfenden Faktoren ab und ob wir die politische Überzeugungsarbeit gemeinsam mit den AnrainerInnen angehen, können wir erst nach Vorlage der aufgelisteten Prüfungen einschätzen. Das wird 3-4 Wochen dauern, bis wir hier seriöse Werte haben und die politische Frage zunächst im Stadtsenat diskutieren werden“, so Aigner. Es gäbe zudem gleichzeitig auch Bedürfnisse in anderen Stadtteilen, denen man versuche nachzukommen, wie beispielsweise die Anbindung Bergisel, die Anbindung der Martha-Dörfer jenseits der Dörferstraße und Shuttle-Busse auf die Hungerburg für BikerInnen.
 

Eventuelle Übergangslösung

Geprüft würden zurzeit Übergangslösungen, die sich aber "rechtlich schwierig" gestalten würden. Gemeint sind damit unter anderem auch AnwohnerInnenparkkarten: „Ob es da wider Erwarten eine Lücke gibt, in der wir etwas anbieten können, wissen wir in ca. 10 Tagen.“ (Anm.: laut einer E-Mail von 17.05.) Alles in allem habe die Parkraumbewirtschaftung mehr Vorteile als Nachteile: Auch wenn zusätzlicher Pkw-Verkehr von der Hungerburg abwärts entstehe, weil GramarterInnen nicht mehr nur bis zur Hungerburg fahren, sondern gleich bis in die Stadt, bewirke die Parkraumbewirtschaftung trotzdem eine erhebliche Verlagerung zum öffentlichen Verkehr bis zur Hungerburg. "Uns liegt dazu seitens der IVB das dringende Anliegen vor, den J weiter zu verdichten, weil diese Linie extrem gut genutzt wird, die Kapazitäts-Engpässe in der Hungerburgbahn sind ohnehin spätestens seit dem Hinauswerfen der DownhillerInnen bekannt", so Aigner.

Den vorherigen Artikel finden Sie hier.

Autor:

Nilüfer Dag aus Innsbruck

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