Wintereinbruch
Tirol bei Naturereignissen bestens abgesichert

Seit Mittwoch wurden 594 Feuerwehreinsätze in Tirol in Zusammenhang mit Starkniederschlägen gezählt.
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  • Foto: zeitungsfoto.at
  • hochgeladen von Stephan Gstraunthaler

TIROL. Die außergewöhnlich intensiven Niederschläge der vergangenen Tage verlangten den Einsatzkräften und Experten einiges ab. Sie haben aber auch bewiesen, dass sich die Tiroler Bevölkerung bei Naturereignissen bestens auf funktionierende Sicherheitsstrukturen verlassen kann.

Besonders betroffen von den extremen Niederschlägen der letzten Tage war Osttirol. Durch Muren, Überflutungen und Lawinen waren die Einsatzkräfte jeden Tag aufs Neue gefordert. Allein am vergangenen Sonntag waren rund 1.800 Einsatzkräfte in Osttirol vor Ort. Dennoch hat sich einmal mehr gezeigt, dass Tirol für solche Ausnahmesituationen gerüstet ist und sich die Bevölkerung auf bestens funktionierende Sicherheitsstrukturen verlassen kann. „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, die sich in den Dienst der Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung gestellt haben – allein am einsatzintensiven Sonntag waren es insgesamt knapp 1.800 Einsatzkräfte in Osttirol. Im Namen der gesamten Tiroler Landesregierung darf ich allen ein herzliches ‚Vergelt’s Gott‘ sagen und unsere Anerkennung aussprechen“, erklärt LH Günther Platter in Richtung Blaulichtorganisationen und Einsatzkräfte in Tirol.

Finanzielle Unterstützung aus Katastrophenfonds

„Die Macht der Natur kann herausfordernd sein. Zwar haben wir es nicht in der Hand, welch teils massiven Auswirkungen Wetterkapriolen verursachen können, sehr wohl aber, wie wir uns bestmöglich darauf vorbereiten und helfen können. Die Gesamtschadenshöhe dürfte sich nach aktuellen Grobschätzungen auf bis zu zehn Millionen Euro belaufen. Deshalb haben wir heute einen Beschluss gefasst, mit dem sowohl die rasche Umsetzung aller erforderlichen Instandsetzungsarbeiten gewährleistet ist als auch finanzielle Mittel für von der Schneesituation geschädigte Personen bereitgestellt werden“, so LH Platter.

3,2 Millionen Euro für Tirols Feuerwehren

Um auch weiterhin im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können, wurde heute ein Feuerwehr-Paket beschlossen, das die Feuerwehren Tirols mit 3,2 Millionen Euro unterstützen soll. Konkret werden die Gemeinden mit rund 824.000 Euro bei der Anschaffung von Fahrzeugen und Gerätschaften für die Feuerwehren unterstützt. Dazu kommen rund 1,6 Millionen Euro aus Bundeszuschüssen für die Anschaffung von Katastropheneinsatzgeräten und Fahrzeugen. Die erforderliche Spezialausrüstung für Feuerwehren, die in Straßentunnel sowie auf Autobahnen oder Schnellstraßen zum Einsatz kommt, wird aus Beiträgen der ASFINAG mit rund Euro 795.000 gefördert.

Dass sich das Sicherheitsnetz in Tirol vor allem auch auf die Ehrenamtlichkeit stützt, betonte LHStvin Ingrid Felipe. Insgesamt sind es 358 Feuerwehren, die das Land Tirol zählt: „Tirols Feuerwehren engagieren sich größtenteils alle freiwillig in den örtlichen Einsatzzentralen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Der Wert dieser Tätigkeit ist unbezahlbar – wir dürfen in Tirol zu Recht stolz darauf sein, dass unser Sicherheitsnetz vielfach auf freiwilligem Engagement beruht, das durch gesellschaftlichen Zusammenhalt, Miteinander und starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen geprägt ist.“

Factbox:

  • Seit Dienstag standen im Einsatz: Bezirkseinsatzleitung, Bezirksfeuerwehrverband, Baubezirksamt Lienz, Wildbach- und Lawinenverbauung, Rotes Kreuz, Polizei, Bergrettung, Tiroler Jägerbataillon 24, Tiroler Notärzteverband, ÖBB, TINETZ, Felbertauern AG und Austrian Power Grid – allein am Sonntag 1.800 Einsatzkräfte
  • 70 Hubschrauber-Anforderungen seit Dienstag (im Einsatz standen und stehen der Landeshubschrauber, zwei Hubschrauber des Bundesheers sowie zwei Hubschrauber von privaten Unternehmen)
  • Straßenmeistereien: 50 landeseigene MitarbeiterInnen sowie 100 externe MitarbeiterInnen mit 50 Großfahrzeugen waren in den vergangenen fünf Tagen in Osttirol im Einsatz – allein die landeseigenen MitarbeiterInnen leisteten rund um die Uhr 2.500 Einsatzstunden. In ganz Tirol waren 300 LandesmitarbeiterInnen der Straßenmeistereien im Einsatz.
  • Seit Mittwoch 594 Feuerwehreinsätze in Tirol in Zusammenhang mit Starkniederschlägen: rund 16.200 Einsatzstunden von 7.700 Feuerwehr-Mitgliedern (inkl. Mehrfachdienste eines Mitgliedes).
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