Nach Gemeinderätlicher Sommer-Pause: Mit Abstand zum Alltagsgeschäft. Politisches Grusel-Kabarett kindergerecht erklärt
Eine herbstliche Gutenacht-Geschichte. Die Prinzessin & der fremdländische Frosch. Zweiter Teil

Eigentlich, liebe Kinder, eigentlich haben wir am Ende des ersten Teils unserer leicht verdaulichen politischen Gutenacht-Geschichten versprochen, euch zu erzählen, was es mit dem Piraten-Schatz für Innsbruck & das heilige Land von Kufstein bis zur Salurner Klause auf sich hat. Kleines God-Father-WALLI-Spässchen! Eigentlich wollten wir euch in die Geheimnisse des TREASURY einweihen. Doch das muß warten, denn etwas ungeheures ist geschehen. Die Prinzessin ist von der unverbesserlichen Republikanischen-Front abgerufen worden.

Zwar hielten ihr 17 sozialdemokritische wie volkstümliche Vasallen das treue Szepter, aber schließlich musste sie einer Mehrheit von teilweise schwerst abtrünnigen 23 staats- & stadtsangestellten mutmasslichen (!!!) G5-Holzfällern im Grün-Kostüm & radikalen Antimonarchisten, also eben waschechten wie wasser- & lichtscheuen Republikanern weichen. Wir können nicht umhin, darin zu erinnern, dass die gruseligsten Baummörder & Landschafts- & Umweltmodernisten wie der böse Adolf H. & der rote Rohling Josef St. Republikaner waren, was schon der heilige Bruno von der leeren Deficit-Spenderkasse den seinigen ins vaterländliche Gewissen brachte.

Seufz, das war in den schönen 70er & 80er Jahren unserer Jugend. Vollbeschäftigung & gratis Schulbuch-Berge, gebührenfreie Studien-Zeiten zum in die Rente gleiten...ach, wo seit ihr geblieben!

Wie oft sagte unser seliger Bruno..."Ich bin der Meinung...", um etwas Atemluft dem angestrengten Zuhörer & ihm selbst zum Nachdenken zu gönnen, & dieser Meinung folgen wir stilecht, wenn wir mit dem Heiligen Bruno ihn selbst stellvertretend vor Ort feststellen mußten, dass wieder einmal innere Güte & Erhabenheit den niederen Instinken eines selbstzufriedenen Geld- wie Goldadels, eben einem besitzbürgerlichen Hausverstand als Grundverstand weichen mußte.

Aber Gott seis gedankt, das Senats-Regententum der Prinzessin bliebt durch die Verschwörer unberührt, wenngleich sie schäbigst ihrer Krone entkrönt, gleichwie nun unschuldsam nackt, wie wir selbst in unserer duldsamen Frosch-Heit Eigennatur pur!

Wir selbst waren am vergangenen Tag des Götter-Donners, dem 10. 10. Zwanzig19 pünktlich um 15 Uhr Nach-Highnoon angetreten, um der Prinzessin in ihrer schweren Stunde beizustehen, das waren wir ja als dereinst vereidigter Untertan gewöhnt, finden doch alle regulären Gemeinderatssitzungen immer Donnerstags sine tempore zu eben dieser Zeit statt.

Schon an der Eingangspforte zum magisträtlichen Plenarsaal wurden wir ihrer angesichtig, umkränzt vom Reigen ihrer noch getreuen Gefolgsleute. Wir liefen - vulgo wir hüpften - arglos in die Arme der stehts mit Mikrophon bewaffneten Katharina der Reschen & stehts Feschen ORF-Gesandten, vor das magische Auge der öffentlich rechtlichen als der staats- wie stadtrechtlichen & höchst gemeinnützlichen Rundfunk-Bestrahlung & so konnten die anwesenden angespannten Grames-Seelen , mit der großen Katharina dero-selbst eine gar rührende Begrüssung mitanhören, die unsere oft als hartherzige Geschäftsfrau verunglimpfte Prinzessin in ihrem über-krämerischen grundgütigen Aristo-Kern erstrahlen liess.

Nach den ergebensten Begrüßungs-Höflichkeiten, die die gefühlte Ewigkeit & immerwährende Endgültigkeit eines kosmischen Lichtstahls aus fernen Galaxien in Anspruch nahmen, fasten wir uns ans prinzliche Schlagwerk, welches tat-& taktwütig als unser Herz für die Armen & Bedrängten fortpocht, und sprachen dero wörtlichst:

"Frau Bürgermeisterin, Sie werden es nicht glauben, ich habe sie gestern in mein Nachtgebet miteingeschlossen!"

Darauf unsere Meisterin - eine tituläre Anrede, die nach unserem sensitiven Empfinden den Spagat zwischen bürgerlichem Plebejertum & höhersphärigem Denkensstande geradezu meisterlich meistert - die Meisterin in ego et ergo:

 "Wohl gesprochen", ( das sagte sie nicht, hört sich aber schön an ), wir sagten es schon derjüngst coram publico ( auch das sagte sie nicht, war aber der Fall), (jetzt kommts aber!)...
"WIR hätten uns nie gedacht, dass Sie uns einmal fehlen würden."

Hier brach der Hofstaat in schallendes Gelächter aus, hatte uns doch die Prinzessin immer wieder auf unsere Eigenheit FROSCH in Gestalt, wie Grösse hingewiesen, wie wenigstens sieben Einträge in den städtischen Protokollsannalen beweisen dürften. ( Herr Stemmerich, wer so wie sie immer alles weiss, der müsste doch...)

Darauf wir mit der amphibischen Schlag-Züngigkeit des nährhungrigen Reptils: 

"Ihr seht, Majestät, ( im Orig. Frau Bürgermeister, wegen der missgünstig herbeiäugenden Republikaner im An- & Aufmarsch),
Sie sehen, Sie haben die Lacher schon jetzt auf ihrer Seite...!!!"

Gut gemeint als gutes Zeichen, doch es kam, wie gesagt anders, denn der schwarze Ritter Rudolf zu Federnsspiel & der ranke Recke Geheim-Rat Gerald - einst schon der Prinzessin Feuerwehr-Saulus, jetzt der gerechten Innsbrucker Depaulus - hatten die Revolte minutiös geplant & doch war es irgendwie wundersam, dass alle Kleinstfraktionen des postmodernen Schrebergartentums, wie gleichnisweise die Chancen-Freigeister des neoliberal-türkfiesen Kapitals den Ast besägten auf dem unsere geliebte Prinzessin gesessen...

eben, liebe Kinder, sie ward gesessen, dann wars gegessen!

Worums da ging im Hintergrünigen?

Es ging um ein Millionengrab
So fraget den Barden, was der denn so sagt

Der Barde: (wir empfehlen hier den VorleserINNEN einen sanften Schlaflied-Modus)

Es ging nicht um einen Turm-Bau zu PEMA
Gut, wir wissen auch das hat sein Schema
Nein, es ging um einen schönen Berg
& um ein Monument gegen den politisch Gartenzwerg 

Der Frosch Heinrich, so wird gesagt
Hat als einziger schon zum Schröcklich Ankauf des Kofels dagegen-gequaahhckt
Warum er das tat,
Versteht noch immer kein Rat
Im schönen Tiroler-Staat
Du meine Fresse
Unsere Presse!

Deswegen aber ist er alleine aus der Haftung
Kein Grünling will trotz groß Geld-Bewaftung
Jemals in eine persönlich Haftung
Was grün ist, scheut das Risiko
Das wissen gerade die Fröschlein unisono
Doch die verzauberten Prinzen
Gält es ans Herz zu kindsen!!!
Denn ihr Lebenswerk überragt womöglich
Der politisch langen Weile Tag dröglich

Drum lasst uns weniger loben
Die Ungebildeten da oben
Sie wirtschafteten halb Euroland zum Frosch
& liegen womöglich selbst bald auf der Gosch
& teilen der Fröschlein Depression
In allgemeinster Rezession

Der Frosch-Pirat nun stets gestand
Korrupt sei PiratenZ Vaterland
Doch niemand wollt ihn jemals bestechen
So muss der Staat nun für ihn blechen
Doch Fröschlein schwört sich stehts bereit
Zu Volkes Heil, heisst jederzeit

Denn wer etwas will bewegen
Muß Geld wie Gold zu SICH beleben
Pirat ist der, der etwas unternimmt
Auch wenn es die Bieder-Bürger oft verstimmt

WEN GILT ES ZU SCHONEN
FÜR LEISTBARES WOHNEN?
Was unser Hausberg hat verschlungen
Hätten wir in die BUWOG Eigenheime gewrungen

100 Millionen!  & Hauswaltende Jobs, die sich lohnen!!

Der Frosch bewohnte einst am Speck-Weg 3 ein Sonnenschloss
& wollt, dass dort im Modell-Versuch das 5 Euro-Wohnen spross
Das wollt er mit einer städtisch Haftung auf nur DREI JAHRE leisten
Doch die Vasallen meinten Frosch wolle sich nur erdreisten...
Doch der Ruf der Prinzessin Mäjestät
Kommt nie im hier & jetzt zu spät
Deshalb geloben wir unserer Stadt, der wahren Majestät
Zu schützen dero Prinzessinnen-Bonität
Wie gut wir stehen, weiss nur der....

Der sich kennt aus im Bank-Salär
Wem das selbst zu schwer,
Willkommen, einfach rein in unser Heer
Der gemeinnützigen #TIROLER_FÜR_TIROLER!!!

Auch wenn mancher heut noch über über uns lacht
Der Frosch, der hält einsam für alle Genossen die Wacht
So wie einst die Gäns vor dem römischen Kapitol
Meldet er ganz unparteilich zum: Heil Tirol!

Autor:

heinrich stemeseder aus Innsbruck

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