Wintertourismus
Neue Regeln sollen Skivergnügen sichern

Abstand halten ist einer der Regeln für den kommenden Winter.
  • Abstand halten ist einer der Regeln für den kommenden Winter.
  • Foto: TVB/Defrancesco
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Bundesregierung hat ihr Wintertourismus-Paket in Coronazeiten präsentiert. Après Ski gibt es in dieser Saison nicht, die Weihnachtsmärkte sollen stattfinden können. Landeshauptmann Günther Platter betonte, dass man den Tourismus als Gesamtheit sehen müsse. Für die WK Tirol ist das Winterkonzept alternativlos. Die 22 Uhr Sperrstundenverordnung steht noch aus.

Neue Spielregeln

„Skivergnügen ja, aber ohne Après Ski", leitet Bundeskanzler Sebastian Kurz ein und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ergänzt, dass Essen und Trinken auch im Freien im Sitzen konsumiert werden müssen. "Es gehe nicht nur um die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch um die Arbeitsplätze. Der Tourismus sei „Teil unserer Identität," meinte der Bundeskanzler weiter. Die Corona-Tests in der Gastronomie und Hotellerie werden ausgedehnt und auch für Fremdenführer, Reiseleiter und Skilehrer zur Verfügung stehen.

Konzept

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) stellt das neue Konzept im Detail vor: Ab sofort gelten beim Wintersport dieselben Regeln der Maßnahmenverordnung. Es gibt aber zumindest keine Maskenpflicht bei offenen Seilbahnen, in Gondeln aber sehr wohl. Wichtig dabei: Der 1-Meter-Sicherheitsabstand gilt beim Anstellen. Bei Après-Ski, also der Konsumation von Getränken und Speisen drinnen und im Freien, werde Sitzplatzpflicht herrschen. In Schischulen wird nur mehr eine maximale Gruppengröße von 10 Personen auf der Piste zugelassen. Eine Vermischung zwischen den Gruppen ist nicht gestattet. Außerdem kündigte Köstinger regelmäßige Tests für Gastro-Mitarbeiter und Skilehrer an. Christkindlmärkte sollen mithilfe eines Sicherheitskonzeptes stattfinden. Es sei bedrohlich, dass so viele Touristen ihre Reisen abgesagt haben. "Denn der Wintertourismus ist so vieles mehr als Ski fahren", so die Ministerin. Auch der Handel profitiere von den Touristen.

Alle Regeln im Überblick:

  • Beherbergung: Mindestabstand zwischen Gästegruppen 1 Meter
  • MNS-Pflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt sowie für Gäste in allen Räumen
  • Skischulen:
  • Maximal 10 Personen pro Gruppe (Keine Vermischung dieser Gruppen)
  • Kostenlose Coronatests für Skilehrerpersonal
  • Maskenpflicht in Gondeln
  • Beim Anstellen 1-Meter-Sicherheitsabstand
  • Christkindlmärkte dürfen nur mit einem Präventions-/Hygienekonzept stattfinden
  • Sitzpflicht bei Konsumation von Getränken und Speisen drinnen und draußen

Sicherheitskonzept

Platter betont die Bedeutung eines Sicherheitskonzeptes. "Gäste würden ihre Entscheidung davon abhängig machen, ob es ein solches im Urlaubsort gebe. Da Apres-Ski nur drei Prozent der Wirtschaftsleistung ausmache, muss man auf diese Veranstaltungen aufgrund der Gefährlichkeit verzichten. Die Neuinfektionen seien zu hoch und Ski-Apres habe Tirol ohnehin besonders getroffen." Das heute von der Bundesregierung vorgestellte Winterkonzept und die vorübergehende Vorverlegung der Sperrstunde in Tirol sind für WK-Tirol- Präsident Christoph Walser und Tourismusobmann Mario Gerber alternativlos. "Wir müssen alles unternehmen, um die Infektionszahlen nach unten zu bringen - sonst kann es keine Wintersaison in Tirol geben!"

Planbarkeit

Gerber appelliert an Betriebe und Gäste die Maßnahmen zu befolgen: "Halten wir uns an die Spielregeln, um die Existenz unseres Tourismus in seiner Gesamtheit zu sichern. Steigen die Infektionszahlen, steigt die Zahl der Reisewarnungen und das kann das Ende der Saison für den Tourismus bedeuten." Der Sommer hat gezeigt, dass sicherer Tourismus möglich ist. Die Sicherheitskonzepte der Seilbahner und Tourismusverbände haben gegriffen. "Ich freue mich, dass auch Gesundheitsminister Anschober die Bemühungen der Tourismus- und Seilbahnwirtschaft anerkannt und gesehen hat, dass man in der abgelaufenen Sommersaison richtig und konsequent gearbeitet hat", hält Walser fest. Der Tiroler Tourismus hat viele Facetten und Gesichter: "Eines ist uns dabei ganz wichtig: unsere einheimischen Gäste. Wir wollen unseren Tirolerinnen und Tirolern unbedingt einen sicheren Aufenthalt bei ihrem Wirt und ein gefahrloses Freizeiterlebnis ermöglichen. Gleichzeitig rufen wir auch sie auf, die Maßnahmen mitzutragen. Wir brauchen alle, damit wir aus dieser Situation rauskommen." Am heute präsentierten Winterkonzept haben die Tiroler Tourismusvertreter intensiv mitgearbeitet. Dazu Tourismusobmann Gerber: "Die Balance zwischen Sicherheit und erfolgreichem Wirtschaften war für uns bei der Ausarbeitung ganz zentral." Damit entsteht Planbarkeit und Sicherheit, was sowohl für die Betriebe als auch für deren Gäste von enormer Bedeutung ist.

Sperrstundenverordnung

Noch ist die Verordnung über die Sperrstunde mit 22 Uhr in den Bundesländern Vorarlberg, Salzburg und Tirol vom Bundesministerium nicht veröffentlicht. Laut Ministerium ist aber im Laufe des Nachmittages die Verordnung abrufbar. Mit dem neuen Covid-19-Gesetz, das morgen im Bundesrat vorliegt, sollen dann auch die Länder selbst entsprechende Maßnahmen setzen können. Nach zwei Begutachtungsverfahren, über 16.400 Stellungnahmen und einem Expertenhearing wurden die Novellen zum Epidemie-, Tuberkulose- und COVID-19-Maßnahmengesetz  im Nationalrat in der Fassung eines Abänderungsantrags in Dritter Lesung mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und SPÖ beschlossen.

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