03.11.2016, 11:24 Uhr

Wetterumstellung am Sonntag, neue Woche Wintereinbruch

UBIMET: Zunächst föhnig und mild, ab Sonntag immer kälter, nächste Woche Dauerfrost und Schnee bis ins Flachland möglich.

Zunächst sorgt lebhafter, föhniger Wind aus südlichen Richtungen noch einmal für zeitweise sonniges und recht mildes Wetter. Am Sonntag stellt sich die Wetterlage laut dem Wetterdienst UBIMET aber markant um: Mit einer Kaltfront erreicht immer kältere Luft die Alpen. Damit beginnt die Schneefallgrenze zu sinken, auf den Bergen zeichnet sich im Zuge eines Mittelmeertiefs viel Neuschnee ab. Noch kälter geht es in der kommenden Woche weiter, selbst im Flachland kommen die Höchstwerte zur Wochenmitte nur noch knapp über null Grad hinaus. Speziell für die Alpen zeichnet sich dazu weiterer Neuschneezuwachs ab, erste Flocken sind aber aus heutiger Sicht sogar im östlichen Flachland möglich.

Der Freitag und Samstag verlaufen noch unspektakulär: Nach der Auflösung von Nebel- und Hochnebelfeldern scheint neben ein paar Wolken zeitweise die Sonne und die Temperaturen steigen auf 6 bis 14 Grad. Dazu wird es entlang der Alpennordseite föhnig, am Samstag sind in Tirol, Salzburg und Oberösterreich speziell zwischen 800 und 1.100 m Seehöhe sogar bis zu 16 Grad möglich. Am Abend und in der Nacht auf Sonntag bricht der Föhn langsam zusammen und Regen breitet sich auf weite Landesteile aus.

Wettersturz am Sonntag

Am Sonntag stellt sich das Wetter nachhaltig um: Eine Kaltfront sorgt in Kombination mit einem Mittelmeertief in ganz Österreich für trübes und nasses Wetter. Dazu fließt immer kältere Luft ein, bis zum Nachmittag sinkt die Schneefallgrenze vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut bereits auf 1.000 bis 700 m und damit in höhere Täler. Die höchsten Werte liegen von Nord nach Süd zwischen 3 und 14 Grad. Am Abend und in der Nacht auf Montag erreicht die kalte Luft auch den Süden und Osten, dann muss man sogar bereits oberhalb von 500 m mit teils kräftigem Schneefall rechnen. „Die neue Woche könnte somit in vielen Tälern mit winterlichen Verhältnissen beginnen“, sagt Manfred Spatzierer vom Wetterdienst UBIMET. „Somit wird es überall höchste Zeit für Winterreifen.“


Neue Woche winterlich, strenger Frost im Gebirge

Immer kälter, windig und mit weiterem Neuschneezuwachs speziell im Bergland geht es in der kommenden Woche weiter. Details sind zwar noch unklar, zur Wochenmitte zeichnen sich aber selbst im östlichen Flachland erste Schneeflocken ab. Die Temperaturen kommen dann auch tagsüber nur noch knapp über null Grad hinaus. Strenger Frost stellt sich auf den Bergen ein, in 2.000 m gehen die Temperaturen auf bitterkalte minus 10 Grad zurück und selbst in vielen Alpentälern muss man mit Dauerfrost rechnen. „Anders als in den vergangenen Jahren kündigt sich damit für die Skigebiete nahezu ideales Wetter für die Vorbereitungen der kommenden Skisaison an“, so Spatzierer.

Verantwortlich für die anstehende, sehr kalte Wetterphase ist rege Tiefdrucktätigkeit über Nord- und Nordosteuropa. An deren Rückseite kann eisig-kalte Luft bis weit nach Süden vordringen. Die milde Luft wird dadurch nach Südspanien, Süditalien, Griechenland und die Türkei zurückgedrängt.
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