20.10.2016, 09:05 Uhr

Euregio gegen Alemagna-Autobahn

Die drei Landeshauptleute der Euregio sprechen sich klar gegen den Ausbau der Alemagna - der italienischen A27 - aus. (Foto: Archiv)

Am Mittwoch, 19. Oktober haben sich die drei Landeshauptleute der Euregio gegen eine neue Transitachse von Italien nach Deutschland ausgesprochen.

TIROL. Am Mittwoch fand im Trentino die Vorstandssitzung des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) statt. In diesem Zusammenhang sprachen sich die drei Landeshauptleute Günther Platter, Arno Kompatscher (Südtirol) und Ugo Rossi (Trentino) gegen den Ausbau einer neuen Transitachse - der Alemagna-Autobahn - aus.

Keine weitere Transitachse

Die Alemagna-Autobahn würde den Großraum Venedig mit dem Großraum München verbinden und damit eine neue Transitachse durch die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino schaffen. Die drei Landeshauptleute sprechen sich klar gegen den Ausbau dieser Strecke aus: "Der Ausbau der „Alemagna“ ist der absolut falsche Weg. Wir werden dies mit all uns möglichen Mitteln unterbinden und alle Hebel in Bewegung setzen“, so Günther Platter. Auch die SPÖ-Europaabgeordnete stellt zu den Ausbauplänen klar: "Pläne zum Aus- und Weiterbau der Alemagna sind nicht Teil der langfristigen europäischen, österreichischen oder italienischen Verkehrsplanung. Niemand, der diesbezüglich tatsächliche Entscheidungsbefugnis hat, diskutiert diese Vorschläge ernsthaft."

Güterverkehr soll auf die Schiene

Die Landeshauptleute sind sich einig, dass die Alemagna (die italienische A27) den Transitverkehr - auf Tiroler Seite vor allem in Osttirol - massiv steigern würde. Diese Transitachse würde die Bevölkerung weiter belasten und entspräche nicht der Alpenkonvention. Anstelle des Ausbaus der Autobahn, sei es wichtiger in eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur und den Bau des Brenner Basistunnels zu investieren. Damit soll der Güterverkehr auf die Schiene gebracht werden, so Landeshauptmann Günther Platter. Diese Verringerung des LKW-Verkehrs sei ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Lebensraums, der Verringerung von Lärm und der Gesundheitsbelastung der Bevölkerung, sagt Karoline Graswander-Hainz.
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