Kärntner starten in den Urlaub
Infos zu Tempolimits und höheren Strafen im Ausland

In zahlreichen Urlaubsländern gibt es höhere Spritpreise, höhere Strafen und niedrigere Tempolimits. (Symbolfoto) | Foto: stock.adobe.com/at/Marko Rupena
  • In zahlreichen Urlaubsländern gibt es höhere Spritpreise, höhere Strafen und niedrigere Tempolimits. (Symbolfoto)
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Mit dem Start der Schulferien in Kärnten beginnt für viele auch die Reisezeit. Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte nicht nur die Route planen, sondern auch die Regeln im Urlaubsland kennen. Der VCÖ warnt vor unterschiedlichen Spritpreisen, Tempolimits und teils deutlich höheren Strafen.

KÄRNTEN. Gerade in beliebten Urlaubsländern müssen Autofahrer für den Treibstoff teilweise tiefer in die Tasche greifen. Besonders häufig reisen Österreicherinnen und Österreicher nach Italien – dort kostet eine Tankfüllung aber mehr als in Österreich. Für 50 Liter Eurosuper sind im Durchschnitt rund acht Euro mehr zu bezahlen, bei Diesel sind es etwa neun Euro. Noch höher liegen die Preise laut einer aktuellen Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der EU-Kommission unter anderem in Dänemark, den Niederlanden, Finnland und der Schweiz. Dort kostet eine 50-Liter-Tankfüllung teilweise mehr als 100 Euro.

Billiger tanken

Etwas günstiger tanken Reisende beispielsweise in Kroatien, dem zweitbeliebtesten Auslandsreiseziel der Österreicher. Der Preisunterschied zu Österreich fällt dort allerdings gering aus: Eine Tankfüllung mit 50 Litern ist nur rund zwei Euro günstiger. Auch in Slowenien und Ungarn sind die Unterschiede überschaubar. Besonders günstig sind die Spritpreise derzeit in Malta und Polen. Wie sich die Spritpreise in den kommenden Wochen entwickeln, hängt von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab.

"Was sich immer und in allen Urlaubsländern auszahlt, ist spritsparendes Fahren. Das heißt konkret vorausschauend fahren, um frühzeitig den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, niedertourig und vor allem langsamer fahren, etwa auf Freilandstraßen maximal 80 km/h fahren und auf Autobahnen 100 oder 110 statt 130 km/h", empfiehlt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Andere Länder, andere Tempolimits

Nicht nur beim Tanken gibt es Unterschiede. Auch die erlaubten Geschwindigkeiten weichen in vielen Urlaubsländern von den österreichischen Regeln ab. Auf Freilandstraßen gelten etwa in Schweden maximal 70 km/h, in Dänemark, Finnland, Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden 80 km/h. Auch auf Autobahnen gibt es teilweise niedrigere Limits: In Norwegen gilt etwa Tempo 100, in Schweden 110 und in Ländern wie Belgien, Finnland oder der Schweiz teilweise 120 km/h. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 km/h kostet beispielsweise in Kroatien 130 Euro, in Frankreich 135 Euro und in Italien mindestens 175 Euro.

Alkohol und Handy am Steuer

Auch bei der Promillegrenze gibt es Unterschiede. Während in Österreich 0,5 Promille gelten, liegt das Limit in Ländern wie Estland, Polen, Schweden und Norwegen bei 0,2 Promille. In den Nachbarländern Slowakei, Tschechien und Ungarn sowie in Rumänien gilt sogar die 0,0-Promille-Grenze. Der VCÖ erinnert daran, dass Alkohol am Steuer nicht nur teuer, sondern auch gefährlich ist. Bereits ab 0,5 Promille verdoppelt sich laut Experten das Unfallrisiko. Auch die Nutzung des Handys während der Fahrt kann im Ausland empfindlich bestraft werden. In Griechenland beträgt die Strafe dafür bis zu 350 Euro, in Dänemark 270 Euro sowie in Italien und Slowenien mindestens 250 Euro.

VCÖ rät: Vor der Reise informieren

Wer mit dem Auto in den Urlaub startet, sollte sich vorab über die Verkehrsregeln im jeweiligen Reiseland informieren. Eine angepasste Fahrweise spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch das Unfallrisiko und schützt vor unangenehmen Überraschungen durch hohe Strafen.

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