Geldstrafe und Anzeigen
34 Schützengewehre bleiben in Verwahrung
- 34 Langwaffen wurden bei einer Kontrolle in Bad Reichenhall beschlagnahmt.
- Foto: Bundespolizeidirektion Freilassing
- hochgeladen von Johanna Bamberger
34 Gewehre der Schützenkompanien Pillersee, Waidring und Fieberbrunn wurden bei einer Verkehrskontrolle in Bad Reichenhall beschlagnahmt.
PILLERSEETAL, BAD REICHENHALL. 50 Mitglieder der Schützenkompanien Pillersee, Waidring und Fieberbrunn nahmen kürzlich an der Feier zum 70. Geburtstag und 35. Priesterjubiläum von Erzbischof Franz Lackner im Salzburger Dom teil.
Bei der Heimreise wurde der Bus in Bad Reichenhall von einer Polizeistreife angehalten, wie die Bundespolizeiinspektion Freilassing berichtete: "Gegen 22.45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei Freilassing im Stadtgebiet Bad Reichenhall einen voll besetzten Reisebus mit österreichischer Zulassung. Zuvor hatte der Bus die Grenze über die B 21 passiert. Den geschulten Augen der dort vor Ort befindlichen Beamten war im Vorbeifahren im Fahrgastraum ein gewehrähnlicher Gegenstand aufgefallen, weshalb dem Reisebus gefolgt wurde, um ihn anzuhalten und eine Kontrolle durchzuführen."
34 Waffen beschlagnahmt
Bei der Kontrolle wurden insgesamt 34 Langwaffen festgestellt, die zugriffsbereit im Bus transportiert wurden (MeinBezirk berichtete).
"Die Waffen befanden sich unter anderem in den Gepäckablagen sowie zwischen den Knien einzelner Reisender",
so die Bundespolizeidirektion Freilassing.
Laut ORF konnten die Vereinsmitglieder keine waffenrechtlichen Dokumente vorlegen. Aufgrund dessen wurden die Waffen beschlagnahmt und Sicherheitsleistungen in Höhe von 6.800 Euro eingehoben.
"Grundsätzlich ist die Mitnahme von Gewehren und Munition durch Angehörige traditioneller Schützenvereinigungen sowie Sportschützen im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Österreich und Deutschland seit dem Jahr 2004 in einem eigenen Abkommen geregelt. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich die strikte Einhaltung sämtlicher sicherheitsrelevanter und gesetzlicher Vorgaben", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des Bundes der Tiroler Schützenkompanien.
Landesschützenkommandant Thomas Saurer betonte, dass die Kompanien Pillersee, Waidring und Fieberbrunn um eine Stellungnahme gebeten wurden, um den Sachverhalt darzustellen. Des Weiteren stehe man mit diversen Stellen in Bayern in Kontakt.
Waffen bleiben in Verwahrung
Die 34 von der Polizei sichergestellten Langwaffen bleiben weiterhin in Verwahrung der Bundespolizeidirektion Freilassing (Stand: 29. 6., Anm.). Wie die Pressestelle bestätigt, können die Waffen erst nach Vorlage der erforderlichen Nachweise und Dokumente wieder abgeholt werden. Danach gilt der Vorgang für die Polizei als abgeschlossen; die entsprechenden Anzeigen werden an die Staatsanwaltschaft Traunstein weitergeleitet.
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