Liste Fritz - Freizeitwohnsitze
"Alles steht und fällt mit strengen Kontrollen"

Die Gemeinden im Bezirk Kitzbühel sind ganz besonders mit dem Problem der Freizeitwohnsitze konfrontiert.
  • Die Gemeinden im Bezirk Kitzbühel sind ganz besonders mit dem Problem der Freizeitwohnsitze konfrontiert.
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  • hochgeladen von Klaus Kogler

Teures Wohnen, Bodenfraß und illegale Freizeitwohnsitze sind Probleme, die man im Bezirk Kitzbühel schon lange kennt.
BEZIRK KITZBÜHEL.

"All diese Probleme haben sich unter jahrzehntelanger Ressortzuständigkeit der ÖVP ergeben. Der permanente Druck der Liste Fritz hat jedenfalls Wirkung gezeigt. Die Novelle zum Grundverkehrsgesetz von ÖVP und Grünen ist das Eingeständnis der gescheiterten Grund- und Bodenpolitik in Tirol“,

erklärt Liste Fritz-LA Markus Sint.

„Freizeitwohnsitze sind ein Problem, weil sie Grund und Boden verbrauchen, aber nur wenig genutzt werden. Freizeitwohnsitze verteuern die Preise für Wohnen und Bauland in den Dörfern und Regionen. Für Freizeitwohnsitze braucht es Infrastruktur, deren Kosten hauptsächlich an den Gemeindebürgern mit Hauptwohnsitz hängenbleiben. Freizeitwohnsitze verursachen kalte Betten und ausgestorbene Tourismusdörfer. Vereinsleben und Dorfleben leiden massiv darunter, dass ein beträchtlicher Teil der Wohnsitzbesitzer nur wenige Wochen im Jahr vor Ort ist“, so Sint.

"Nur mit strengen Kontrollen"

„Das Grundverkehrsgesetz neu hat zwei neue Paragraphen (14 und 14a) eingeführt. Die Landesregierung verordnet künftig so genannte Vorbehaltsgemeinden, in denen der Druck auf den Wohnungsmarkt besonders hoch ist. Käufer von Land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken, von unbebauten Grundstücken und Ausländer unterliegen einer Erklärungspflicht, dass sie keinen Freizeitwohnsitz begründen. Wird trotz Erklärungspflicht ein illegaler Freizeitwohnsitz errichtet, wird sofortige Unterlassung angeordnet und bei Nichtbeachtung eine Zwangsversteigerung eingeleitet. Was nach hartem Durchgreifen klingt, steh und fällt in der Praxis wieder mit strengen Kontrollen. Fake-Hauptwohnsitze sind jetzt schon ein großes Problem, vor allem im Bezirk Kitzbühel. Auch zur Durchsetzung des neuen Grundverkehrsgesetzes, werden die Gemeinden illegale Freizeitwohnsitze aufspüren müssen, um hart durchgreifen zu können!“, ist Sint überzeugt.

„Derzeit kontrollieren die Gemeinden mutmaßlich illegale Freizeitwohnsitze mit zwei verschiedenen Modellen. Manche Gemeinden schließen sich zusammen und stellen Kontrolleure an. Andere Gemeinden setzen auf Security-Firmen, die die Kontrollen durchführen. Eine beim Land Tirol angesiedelte Taskforce hätte uns als Liste Fritz deutlich besser gefallen. Die Änderung im Grundverkehrsgesetz ist jedenfalls gut gemeint, aber nicht wahnsinnig gut getroffen. Unser Ziel ist klar, wir verlangen ein Totalverbot von Freizeitwohnsitzen",

so der Abgeordnete.

"Einige Investoren profitieren auf Kosten vieler Menschen im Bezirk. Sie picken sich die Rosinen heraus, handeln spekulativ. Dem Tourismus schadet dies. Viele bringen ihre eigenen Lebensmittel mit. Der Urlaubsgast ist hingegen herzlich willkommen. Das Phänomen mutmaßlich illegaler Freizeitwohnsitze hat sich, ausgehend von Kitzbühel, über den gesamten Bezirk ausgebreitet. Es gibt keine ‚uninteressanten‘ Gemeinden mehr. Für die Kontrolle braucht es dringend eine übergeordnete Instanz“,

ergänzt Liste Fritz-Bezirkssprecher Sepp Niedermoser.

Zahlen zu Freizeitwohnsitzen

> 16.306 genehmigte, legale Freizeitwohnsitze in Tirol, 10.000 mußmaßlich illegale Zweitwohnsitze
>16 von 20 Bezirks-Gemeinden über der 8-%-Grenze (darunter nur Fieberbrunn, Going, Hochfilzen und St. Johann)
> Höchste Freizeitwohnsitz-Quoten im Bezirk: Westendort 26, Aurach und Reith 24 %, Kirchberg 21 %, Jochberg 19 %, Kitzbühel 18 %, Brixen 17 %.

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