09.11.2016, 09:36 Uhr

KOMMENTAR: Wohin nun die Reise mit Trump geht

Die USA gehen nach der Wahl von Donald Trump neuen Zeiten entgegen. (Foto: pixabay/Ronile – CC0)

Österreich kann es nicht egal sein, wer in den USA Präsident ist. Das gilt vor allem in Bezug auf die Wirtschaft.

Denn die USA sind noch immer mit Abstand die wichtigste Wirtschaftsmacht der Welt. Und auch für Österreich ist Amerika unmittelbar einer der wichtigsten Handelspartner.

Amerika bestimmt unseren Alltag

Das zeigt sich für uns alle auch in unserem Alltag. Wir begegnen der amerikanischen Wirtschaft auf Schritt und Tritt. Etwa von der Fast Food-Kette McDonalds über die Bawag, die einem US-Unternehmen gehört, bis hin zu amerikanischen Automarken. Und nicht zu vergessen Google, Facebook und all die anderen sogenannten sozialen Medien. Faktum ist also: Für uns alle ist es wichtig, wie es Amerika wirtschaftlich geht.

Trump hat von der Globalisierung profitiert

Und was bedeutet da ein Donald Trump? Im Wahlkampf hat er angekündigt, die amerikanische Wirtschaft stützen zu wollen. Dabei hat er sich auch gegen Freihandelsabkommen wie TTIP geäußert. In Summe könnte man sagen: Trump ist ein Globalisierungsgegner. Was nicht ganz ohne Ironie ist, denn Trump hat seine Geschäfte und sein Firmenimperium der Globalisierung zu verdanken.

Wahlkämpfer oder Unternehmer

Trump wird sich jetzt also entscheiden müssen. Ob er die Politik des Wahlkämpfers Donald Trump umsetzen will oder die des Unternehmers Donald Trump. Am schlechtesten wäre keine Entscheidung, sondern planloses Treibenlassen. Denn Unsicherheit liebt die Wirtschaft gar nicht wie die Turbulenzen an den Börsen nach seiner Wahl gezeigt haben.

Am Ende steht der Pragmatismus

Auf alle Fälle wird der neue US-Präsident die Globalisierung nicht aufhalten können. Die USA können sich heute nicht mehr so abkapseln wie in den 1930er-Jahren als man hoffte, mit Einfuhrverboten für ausländische Produkte die heimische Wirtschaft zu retten. Denn das Ausland reagierte ebenso und brachte die amerikanischen Exporte zum Einbruch. Letztendlich wird Trump wohl zum Pragmatismus gezwungen werden. Zur Not werden ihm seine Kollegen in der Wirtschaft erklären, dass die wirkliche Welt anders funktioniert als in einem Wahlkampf.
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Zoltán Odri aus Josefstadt | 09.11.2016 | 10:29   Melden
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Bernhard Jung aus Linz | 09.11.2016 | 12:31   Melden
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Oliver Ohm aus Klosterneuburg | 09.11.2016 | 12:50   Melden
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