24.08.2016, 13:34 Uhr

Vier-Pfoten-Info-Tour: "Alles Katze"

Katzenfallen vermeiden Tierleid: Barbara Fiala-Köck nahm die Katzenfallen von Veronika Weissenböck (re.) und Martina Pluda (li.) vom Verein "Vier Pfoten" entgegen. (Foto: steiermark.at/Streibl)
Ziel der Aktion des Tierschutzvereins "Vier-Pfoten-Österreich" ist es, die Bevölkerung über Probleme rund um streunende Katzen sowie die gesetzliche Kastrationspflicht so genannter Freigängerkatzen aufzuklären. Die seit 1. April 2016 auf alle Katzen mit Freigang, ausgenommen behördlich gemeldeter Zuchttierte, ausgedehnte geltende Kastrationspflicht dient der Verhinderung von Tierleid in Form unzähliger, ungewollter Katzenwelpen, welche ein Leben im Tierheim oder ein noch schlimmeres Schicksal erwartet. Eine Möglichkeit dieses Katzenleid einzudämmen, ist der Einsatz von Lebendfallen. Mit deren Hilfe werden die scheuen Tiere eingefangen, möglichst stressfrei zu einem Tierarzt transportiert und dort kastriert.

Lebendfallen verteilt

Heute Vormittag übergaben Veronika Weissenböck und Martina Pluda vom Verein „Vier Pfoten Österreich" der steirischen Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck insgesamt 14 Lebendfallen zum Fang verwilderter Hauskatzen zum Zweck der Kastration. „Die Lebendfallen werden von uns an alle Bezirkshauptmannschaften in der Steiermark verteilt. Diese werden dann von den zuständigen Amtstierärzten kostenlos an Personen ausgehändigt, die sich um den Fang von Streunerkatzen kümmern. Damit wird ein wertvoller Beitrag zum Tierschutz geleistet", betont Barbara Fiala-Köck bei der Übergabe. Ein einziges Katzenpaar kann innerhalb von fünf Jahren mehr als 12.600 Nachkommen zeugen.

Streunerkatzen-Projekt

Da nicht alle Katzen einen Besitzer haben, der für die Kosten der Kastration aufkommt und es die unkontrollierte Vermehrung verwilderter Hauskatzen, sogenannter Streunerkatzen, einzudämmen gilt, werden von der Tierschutzombudsstelle Steiermark laufend Kastrationsprojekte realisiert.
„Im Rahmen unserer Unterstützung der Kampagne von ‚Vier Pfoten Österreich′ möchte ich daher auf unser Vorzeigeprojekt in Sachen Streunerkatzenkastration in Zusammenarbeit mit der Tierärztekammer aufmerksam machen. Wenn auch für dieses Jahr bereits alle Gutscheine ausgegeben wurden, können die Gemeinden jetzt schon für 2017 Gutscheine bei der Tierärztekammer bestellen", so der neu für den Tierschutz zuständige Landesrat Anton Lang. Und er erklärt weiter: "Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass das Streunerkatzen-Projekt, das jährlich mit 50.000 Euro gefördert wird, auch in Zukunft bestehen bleibt. Es ist mir wichtig, dass zu diesem Thema bestmögliche Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit geleistet wird. Der Kampf gegen Tierleid jeder Art hat für mich oberste Priorität."
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