Bildhauer
Stefan Juen aus See hat das Schnitzen im "Blut"

Stefan Juen, selbständiger Tischler und Bidlhauer, legt letzte Hand an einem fertigen Werkstück an.
25Bilder
  • Stefan Juen, selbständiger Tischler und Bidlhauer, legt letzte Hand an einem fertigen Werkstück an.
  • Foto: Othmar Kolp
  • hochgeladen von Othmar Kolp

SEE (otko). Der selbständige Tischler und Bildhauer aus See im Paznaun schafft aus einem Stück Holz und anderen Materialien Unikate.

Kleine Handwerker spüren Krise

Beim Betreten der Werkstatt von Stefan Juen, der als selbständiger Tischler und Bildhauer in See arbeitet, riecht es schon angenehm nach Holz. Die aktuelle Krise macht aber auch vor den kleinen Handwerkern nicht halt. "Durch den Ausfall der Wintersaison fehlt natürlich momentan die Laufkundschaft. Gerade für Touristen setzte ich sonst einige Aufträge um", zeigt sich Juen etwas resignierend. Auch im vergangenen Jahr kamen einige Projekte nicht über die Papierform hinaus. So musste coronabedingt die 30-Jahr-Feier der Schützengilde See abgesagt werden. Für das Jubiläum hatte Juen bereits einen Entwurf ausgearbeitet.

Neben Auftragsarbeiten entwirft er auch eigene Skulpturen.
  • Neben Auftragsarbeiten entwirft er auch eigene Skulpturen.
  • Foto: Othmar Kolp
  • hochgeladen von Othmar Kolp

Trotzdem gab es im vergangenen Jahr auch einige Auftragsarbeiten umzusetzen. Für die neu errichtete Brücke am Schallerbach zur Versingalm schnitze der Meister ein Gedenkkreuz. Im Herzen integriert ist der Hl. Johannes von Nepomuk. Er gilt als Schutzpatron gegen Wassergefahren und als Heiliger von Brücken und Übergängen. "Die Murenkatstrophe in See, die im Jahr 2015 die Weiler Gries, Schaller und Elis heimsuchte, forderte trotz der großen Verwüstungen Gott sei Dank keine Menschenleben", so Juen.

In seinem Schauraum in unmittelbarer Nähe zur Kirche in See, gibt es zahlreiche Kunstwerke zu sehen.
  • In seinem Schauraum in unmittelbarer Nähe zur Kirche in See, gibt es zahlreiche Kunstwerke zu sehen.
  • Foto: Othmar Kolp
  • hochgeladen von Othmar Kolp

Kreativität und Geschick

In seinem Schauraum in einem alten Holzhaus in unmittelbarer Nähe zum Widum, Schule und Pfarrkirche gibt es große Anzahl an profanen und sakralen Kunstwerken aus seiner Meisterhand zu sehen.

Die ausgestellten Werke können auch käuflich erworben werden.
  • Die ausgestellten Werke können auch käuflich erworben werden.
  • Foto: Othmar Kolp
  • hochgeladen von Othmar Kolp

"In den letzten Jahren habe ich viele Porträts gemacht. Mit rund 40 Stunden Arbeit muss man hier rechnen", erläutert Juen. Stolz zeigt er seine Kunstwerke und die dazugehörigen Fotos, die als Vorlage dienten. Gerade für runde Geburtstage und besondere Anlässe sind solche Auftragswerke immer heiß begehrt.

Zweites Standbein aufgebaut

Großteils in Eigenregie hat er in den letzten Jahren drei Holzhäuser, die sich in seinem Eigentum befinden, vorbildlich saniert. "Mit dem Vermieten von Wohnungen habe ich mir neben meiner Arbeit als Tischler und Bildhauer mittlerweile ein zweites Standbein aufgebaut", betont Juen. Neben seinen handwerklichen Tätigkeiten fungiert er auch als eine Art Hausmeister, da es in seinen Häusern immer was zu tun gibt.

Auf die Frage was ihn an dem Handwerk immer noch fasziniert meint Juen: "Aus einem Stück Holz oder anderen Materialien Unikate zu schaffen und seine Ideen einzubringen, ist für mich Grund genug dieses tolle Handwerk auszuüben."

Im Gedenken an die Muren-Katastrophe in See

Mehr News aus dem Bezirk Landeck: Nachrichten Bezirk Landeck

Informiert in den Tag starten!

Mit der espresso-App bist du immer und überall top-informiert! Jetzt downloaden und mit etwas Glück eine Nespresso-VERTUO-Kaffeemaschine gewinnen!

Zum Gewinnspiel

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Aktuell
Anzeige
Das Wiener Jaukerl und die Schluck I. - seit kurzem nur noch zensuriert erhältlich
3 4

Das Warten aufs Jaukerl hat ein Ende!

Wenn zwei Wiener Urgesteine zusammenfinden, entsteht etwas Großes! Das Bioweingut Lenikus und die bz-Wiener Bezirkszeitung haben mit dem "Wiener Jaukerl" und der "Schluck I." gemeinsam das 750ml Serum aus bestem gegorenem Traubensaft ins Leben gerufen. Das Jahr 2020 wird immer als das Jahr der weltweiten Pandemie in Erinnerung bleiben, und das Jahr 2021 als das, der weltweiten Impfung gegen Covid-19. Das „Serum“ hilft zwar offensichtlich nicht gegen das Virus und kann auch die richtige Covid-19...

Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen