EU-Wahl 2019
Barbara Thaler: "Starke Vertretung für das Tiroler Oberland"

EU-Wahl: Spitzenkandidatin Barbara Thaler (2.v.l.) flankiert von den VP-Bezirksparteiobleuten Jakob Wolf (Imst), Sonja Ledl-Rossmann (Reutte) und Anton Mattle (Landeck) (v.l.).
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  • EU-Wahl: Spitzenkandidatin Barbara Thaler (2.v.l.) flankiert von den VP-Bezirksparteiobleuten Jakob Wolf (Imst), Sonja Ledl-Rossmann (Reutte) und Anton Mattle (Landeck) (v.l.).
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MILS/BEZIRK (otko). Die auf dem achten Platz der ÖVP-Liste gereihte Barbara Thaler startete im Oberland in den Intensiv-Wahlkampf.

Bei der EU-Wahl am 26. Mai 2019 sind rund 350 Millionen BürgerInnen aufgerufen, das nächste Europäische Parlament zu wählen. Auch im Tiroler Oberland ist der Wahlkampf inzwischen mit Plakaten zu spüren. Im Rahmen eines Pressgesprächs in der Trofana in Mils informierte Barbara Thaler, Spitzenkandidatin der Tiroler Volkspartei für die EU-Wahl, über ihre Ziele. Unterstützt wurde sie dabei von den VP-Bezirksobleuten aus dem Oberland und Außerfern.

Tiroler Vertreterin

"Jetzt geht es richtig los und am Wochenende fällt in Wien der Startschuss für de Intensiv-Wahlkampf. Die Tiroler sollen von ihrem Wahlrecht unbedingt Gebrauch machen. Trotz einiger Schwächen ist die Europäische Union für unser Land absolut wichtig", betonte die 37-jährige Unternehmerin. In den nächsten 14 Tagen möchte sie an die 400 Termine absolvieren.
Derzeit führt Barbara Thaler, die in Thiersee aufgewachsen ist, eine IT-Firma mit vier Mitarbeitern und ist dadurch zum Wirtschaftsbund gekommen. Die studierte Politikwissenschaftlerin ist seit Februar 2018 in der Tiroler Volkspartei Stellvertreterin von Landesparteiobmann Günther Platter und seit 2015 Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.
Wichtige Themen für die VP-Spitzenkandidatin sind unter anderem der internationale Transitverkehr durch Tirol. Für eine Lösung brauche es die EU als starken Partner. Wichtig sei auch der ländliche Raum und die Chancengleichheit, wobei die Regionen stärker aufgewertet werden sollen. Mehr Gerechtigkeit bei den Steuern fordert sie auch im Digitalbereich (Stichwort europaweite Digitalsteuer).
Auf der Bundesliste der ÖVP ist sie auf Platz acht gereiht. "Ich kämpfe dafür, dass Tirol wieder eine direkte Vertretung im EU-Parlament hat. Diesmal gilt unserer Liste ein absolutes Vorzugsstimmenmodell. Ich will die Tirol-Delegierte sein", so Thaler.

Wähler mobilisieren

Wichtig sei bei der Wahl die Leute zu mobilisieren, da die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren in Tirol nur bei mageren 35 Prozent lag. Damit lag Tirol im Bundesländervergleich auf dem letzten Platz. Im Bezirk Reutte lag sie bei 33,95 Prozent und im Bezirk Landeck bei 30,6 Prozent. Mit 29,3 Prozent Wahlbeteiligung holte der Imst die rote Laterne unter allen österreichischen Bezirken. "Bitte geht hin und es ist eine wichtige Wahl. Ohne Vertretung werden wir auch nicht gehört", appellierte Jakob Wolf, Klubobmann der Tiroler Volkspartei und VP-Bezirksobmann von Imst.
Bei allen Werbemitteln der Tiroler Volkspartei steht für den Vorzugsstimmenwahlkampf die Zahl acht im Mittelpunkt. "Die ÖVP ist die führende Europapartei. Wir brauchen ein Europa der Mitte und nicht radikale Gruppen von links und rechts. Wir brauchen auch eine Lobbyistin für das Land Tirol und daher werben wir für Barbara Thaler."

EU-geförderte Projekte

Für Sonja Ledl-Rossmann, Tirols Landtagspräsidentin und VP-Bezirksobfrau von Reutte, ist inzwischen vieles wie der Euro oder die Personenfreizügigkeit selbstverständlich geworden. "Die EU ist das größte Friedensprojekt aller Zeiten. Wir müssen die Leute sensibilisieren und es darf nicht egal sein, wer in der EU über die Zukunft mit entscheidet", so Ledl-Rossmann. Gerade im Oberland werden zahlreiche Leader- bzw. Interreg-Projekte mit EU-Mittel gefördert – allein in der aktuellen Förderperiode 60 im Außerfern. Daher gelte es auch weiterhin die Interessen der Regionen zu fördern. "Wichtig ist für uns eine Parlamentarierin aus Tirol auf kurzem Weg greifbar zu haben", unterstreicht Ledl-Rossmann.

Wirtschaftlicher Erfolg

Auch für Anton Mattle, Landtagsvizepräsident und VP-Bezirksparteiobmann von Landeck, ist das Thema Europa gerade durch die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino spürbar. "Im Jahr 1992 habe ich noch als junger Bürgermeister an Programmen zum EU-Beitritt mitgearbeitet. Damals war der Bezirk Landeck Ziel 5b-Gebiet, das heißt Entwicklungsgebiet. Heute sind wir Weltmeister im an Land ziehen von EU-geförderten Projekten. Durch das Regionalmanagement regioL wurden 102 Projekte abgewickelt." In diesem Zusammenhang verwies Mattle darauf, dass auch der wirtschaftliche Erfolg mit der EU zusammenhänge. 70 Prozent der Gäste kommen aus der EU und auch bei den Betrieben gibt es eine hohe Exportquote in die Mitgliedstaaten.
"Für uns ist Barbara Thaler ein Glückstaler und nach der langen Abstinenz seit Richard Seeber brauchen wir wieder eine Vertretung in Brüssel", streute Mattle Rosen.

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