Corona-Denkmal von Werner Reiterer
17 Tonnen schweres Corona-Denkmal in Leibnitz präsentiert (+Video)

Bürgermeister Helmut Leitenberger, Ideengeber Jörg Schwaiger, Gerald Schwaiger, Henriette Gallus (stellvertretende Intendantin steirischer herbst und Jury-Mitglied), Alexia Getzinger (kaufmännische Geschäftsführerin UMJ), Wolfgang Muchitsch (wissenschaftlicher Geschäftsführer UMJ und Jury-Mitglied), Jury-Vorsitzender Ralph Schilcher, Kulturlandesrat Christopher Drexler, Elisabeth Fiedler (Leiterin Institut für Kunst im öffentlichen Raum und Jury-Mitglied) und Künstler Werner Reiterer (v.l.) mit dem Corona-Denkmal.
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  • Bürgermeister Helmut Leitenberger, Ideengeber Jörg Schwaiger, Gerald Schwaiger, Henriette Gallus (stellvertretende Intendantin steirischer herbst und Jury-Mitglied), Alexia Getzinger (kaufmännische Geschäftsführerin UMJ), Wolfgang Muchitsch (wissenschaftlicher Geschäftsführer UMJ und Jury-Mitglied), Jury-Vorsitzender Ralph Schilcher, Kulturlandesrat Christopher Drexler, Elisabeth Fiedler (Leiterin Institut für Kunst im öffentlichen Raum und Jury-Mitglied) und Künstler Werner Reiterer (v.l.) mit dem Corona-Denkmal.
  • Foto: Waltraud Fischer
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

In Beisein von LR Christopher Drexler wurde heute in Leibnitz das Corona-Denkmal des international bekannten Künstlers Werner Reiterer im Leibnitzer Stadtbad beim Städtischen Bad präsentiert.

LEIBNITZ. Nur wenige Schritte von der Thomas Muster-Skulptur entfernt, der es bis zur Weltspitze schaffte, steht ab sofort das von dem international bekannten Künstler Werner Reiterer geschaffene Corona-Denkmal. Es wurde nach einem vom "Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark" und dem Kulturressort des Landes Steiermark ausgeschriebenen Wettbewerb von einer hochkarätigen Jury aus 300 Einreichungen auserkoren und am Donnerstag bei herbstlichen Traumwetter präsentiert.

Hier geht es zum Video:

Bgm. Helmut Leitenberger brachte sichtlich seine Freude zum Ausdruck und unterstrich die Wichtigkeit von Kunst im öffentlichen Raum. 

Bgm. Helmut Leitenberger:
Ich bin dankbar, dass dieses Kunstwerk bei uns in Leibnitz stehen darf. Das ist für uns ein wichtiges Zeichen, dass Leibnitz für Kunst im öffentlichen Raum offen ist.“

Zur Präsentation kamen neben Kulturlandesrat Christopher Drexler und Bürgermeister Helmut Leitenberger auch die Landtagsabgeordnete Bernadette Kerschler, zahlreiche Mitglieder des Stadt- und Gemeinderates, der Vorsitzende der Jury des Denkmalwettbewerbs Ralph Schilcher, die Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum am Universalmuseum Joanneum Elisabeth Fiedler sowie Gerald Schwaiger.
Mit dem Corona-Denkmal steht Werner Reiter nach dem aufsehenerregenden Kunstprojekt "Crash" bereits zum zweiten Mal im Rampenlicht. Wäre es nach den Vorstellungen der ÖVP Leibnitz gegangen, hätte das Corona-Denkmal keinen Ehrenplatz in der Bezirksstadt bekommen. Sie sprach sich im Gemeinderat gegen das Denkmal aus. ÖVP-Vizebgm. Gerhard Pürstner kam aber zur Eröffnung.

ÖVP lehnt Coronadenkmal von Werner Reiterer in Leibnitz ab

Ein Zeichen des Dankes

Die besonders durchdachte Arbeit von Werner Reiterer, die sich explizit mit der Bodenbeschaffenheit in Leibnitz auseinandersetzt, hat die Jury eindeutig überzeugt und ist für den Standort im Leibnitzer Stadtpark prädestiniert“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler und fügt hinzu: „Wir präsentieren das Corona-Denkmal von Werner Reiterer in einer Zeit, in der die Pandemie uns wieder fest im Griff hat und nahezu allgegenwärtig ist. Es kommt ihm daher aktuell weniger die Funktion des Denkmals, als vielmehr jene des Dankmals zu. Im Moment braucht es keine Erinnerung daran, wie einschneidend die Covid-Pandemie ist, welche Einschränkungen mit ihr einhergehen und vor allem welche schweren gesundheitlichen Gefahren sie mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, ein Zeichen des Dankes zu setzen.

Gedanken zum Denkmal

Werner Reiterers Corona-Skulptur besteht aus einer 17.000 Kilogramm schweren Kugel aus Eisen und Schwerbeton mit einem Durchmesser von zwei Metern. "Über die nächsten etwa 120 bis 130 Jahre wird die Kugel nach und nach im Erdboden versinken. Die Skulptur visualisiert dadurch metaphorisch den Prozess, bei dem ein Virus in die menschliche Zelle gelangt, nimmt aber auch Bezug auf das plötzliche Auftauchen des Virus", erläutert der Künstler und dankte Bgm. Helmut Leitenberger für sein Verständnis für Kunst im öffentlichen Raum. Für Reiterer selbst ist die Präsentation im Leibnitzer Stadtpark ein absoluter Wunschplatz, da die Bodenbeschaffenheit ebenso einen wichtigen Gedanken einnimmt.

Werner Reiterers Corona-Skulptur besteht aus einer 17.000 Kilogramm schweren Kugel aus Eisen und Schwerbeton mit einem Durchmesser von zwei Metern.
  • Werner Reiterers Corona-Skulptur besteht aus einer 17.000 Kilogramm schweren Kugel aus Eisen und Schwerbeton mit einem Durchmesser von zwei Metern.
  • Foto: Waltraud Fischer
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Das Denkmal "Ohne Titel"

Durch das Eindringen der Kugel in die Erde wird außerdem der Aspekt der Erinnerung beziehungsweise des Vergessens thematisiert. Die letzte globale Pandemie traf unsere Erde in den Jahren 1918 bis 1920 in Form der Spanischen Grippe und forderte weltweit geschätzte 50 Millionen Todesopfer. Bis zum Ausbruch der jüngsten Pandemie waren sich die wenigsten Menschen dieser geschichtlichen Katastrophe gewahr. Sowohl Pandemie als auch die Kugel werden nach ihrem Verschwinden entweder im Gedächtnis unserer Nachfahrinnen und Nachfahren verankert bleiben oder in Vergessenheit geraten sein.

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