Kögel 1
Eröffnung der Frauenberatungsstelle am neuen Standort in Leibnitz
- Die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten war für das Team von "Freiraum" und alle mitwirkenden Künstlerinnen ein wahrer Grund zum Feiern.
- Foto: Waltraud Fischer
- hochgeladen von Waltraud Fischer
Hereinspaziert am Kögel 1 in Leibnitz: Hier sind die Türen für Frauen, die Hilfe benötigen, weit geöffnet. Gemeinsam mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurden die neuen Räumlichkeiten eröffnet.
LEIBNITZ. Nach 19 Jahren ist es dem "Freiraum" gelungen, neue Räumlichkeiten am Kögel 1/1 Top 5 in Leibnitz zu beziehen. "Endlich sind alle unsere Räume barrierefrei. Es gibt einen Gruppenraum und zwei Beratungsräume, die bei Bedarf auch sehr gerne angemietet werden können", freuen sich Eva Surma und Sandra Janics-Jakomini und informieren über das umfangreiche Angebot für Frauen in allen Lebenslagen: "Wir beraten vertraulich, anonym und kostenlos. Cristina Dungaciu macht einfühlsame Erstberatungen und handfeste Kriseninterventionen."
Für psychosoziale Beratungen bei emotionalen Herausforderungen ist Natascha Bergler im Team. Sie berät Mädchen und Frauen, denen es psychisch nicht gut geht, die sich labil fühlen, oder die ihre Lebensumstände reflektieren möchten. Ein Blick von außen tut Mädchen und Frauen in kritischen Lebensphasen einfach gut. Die Familienrechtsexpertin und Anwältin Barbara Liebeg bietet juristische Beratung. Für Finanzcoaching ist Brigitte Kreps im Team. Nora Blank ist als Sozialarbeiterin mit im Boot. "Mit ihr finden unsere Kundinnen Unterstützung bei allen schriftlichen Angelegenheiten, Formularen und im Internet", betont Eva Surma.
Sandra Janics-Jakomini hebt das wichtige Angebot von zwei Krisenwohnungen in Leibnitz hervor: "Sie steht für Frauen bereit, die sich in einer Notsituation befinden oder unbedingt eine Auszeit brauchen, sich umorientieren und ein neues Leben beginnen wollen."
Mit ausgebildeten Freiwilligen begleitet der "Freiraum" Mädchen und Frauen zu Ämtern und Behörden, denn oft kommt es vor, dass man lieber nicht alleine zu einem offiziellen Termin gehen möchte. Außerdem ist die Frauenberatungsstelle laufend Praktikumsstelle für angehende Beraterinnen. Insgesamt setzt man sich für eine frauenfreundlichere und geschlechtergerechtere Gesellschaft ein.
- Mittlerweile jede dritte Frau (!) ist in Österreich von häuslicher Gewalt betroffen. Die Dunkelziffer ist vermutlich weitaus höher.
- Foto: sdecoret/panthermedia
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Eine Stadt ohne Partnergewalt
"Mit unserem Projekt StoP – Stadt ohne Partnergewalt betreiben wir nun seit mehr als drei Jahren Gemeinwesenarbeit im besten Sinne, denn wir arbeiten in der Gewaltprävention, wobei wir auf Zivilcourage und Sichtbarkeit setzen", betonen Jakomini und Surma. Wie Frauen ihr Leben führen, entscheiden sie autonom. "Wir haben ein offenes Ohr und ein feministisches Herz am rechten Fleck. Man muss keine unlösbaren Probleme haben, um 'Freiraum' aufzusuchen", lädt das Team der Frauenberatungsstelle Leibnitz jederzeit ein.
Dass die Institution in der Region von immenser Bedeutung ist, wurde von allen politischen Vertretern auch bei der Eröffnungsfeier unüberhörbar und deutlich unterstrichen - unter ihnen NAbg. Joachim Schnabel, Landesrat Hannes Amesbauer, Bürgermeisterin Tanja Fauland-Gratz (Gralla), Bürgermeister Michael Schumacher (Leibnitz) und Bundesrätin Bernadette Kerschler.
Rechtzeitig Hilfe holen
Was als Verein "Freiraum" mit den Gründerinnen Eva Surma und Sandra Janics-Jakomini begonnen hat, ist seit 1.1. 2025 eine gemeinnützige GmbH.
- Dienstag und Mittwoch ist der "Freiraum" am Kögel 1 in Leibnitz von 8 bis 16 Uhr für Kundinnen da. Am Donnerstag ist von 8 bis 12 Uhr geöffnet.
Die Beratung erfolgt vertraulich, anonym und kostenlos.
Auch Gewaltprävention ist in Leibnitz ein großes Thema. Seit mehr als drei Jahren wird Gemeinwesenarbeit im besten Sinne betrieben.
- Jeden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr erwartet das Freiraum-Team im "Wohnzimmer Leibnitz" in der Grazer Gasse 2 Menschen, denen ein gewaltfreies Zusammenleben wichtig ist und die bei StoP mitmachen wollen. In regelmäßigen Treffen bei Männer- und Frauentischen tauscht man sich zu neuen Ideen und Projekten aus, die einem friedlichen Zusammenleben förderlich sind.
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