Hoteldirektorin und Jungkoch in Leibnitz
Karriere im Familienbetrieb
- Hoteldirektorin Tessa Ebenwalder und Jungkoch Raphael Stader heißen die Gäste im Staribacher in Leibnitz herzlich willkommen.
- Foto: Kerstin Reinprecht
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Tessa Ebenwalder und Raphael Stader vom Hotel und Restaurant Staribacher in Leibnitz beweisen, dass man in einem Familienbetrieb Karriere machen kann.
LEIBNITZ. Da der Fachkräftemangel seit den letzten Jahren auch in den heimischen Gaststätten Einzug gehalten hat, sucht man vielerorts händeringend nach Personal. Umso erfreulicher, wenn es motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die Karriere in der Gastronomie machen wollen. Im Traditionsbetrieb Staribacher in Leibnitz, der seit Generationen in Familienhand ist, gibt es zwei Erfolgsgeschichten von Menschen, die mit Liebe zum Handwerk und Freude zum Beruf von sich hören lassen.
- Erfolge im Familienbetrieb: Beide starteten ihre Karriere im Hotel und Restaurant.
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Jungkoch mit Auszeichnung
Raphael Stader hat vor drei Jahren seine Kochlehre im Restaurant begonnen, das unter anderem mit einer Haube und zwei Falstaff-Gabeln ausgezeichnet ist. Nun hat der frischgebackene Jungkoch seine Lehrabschlussprüfung absolviert und spricht über seine Motivation für die Kochlehre. Die Freude am Kochen wurde ihm bereits in die Wiege gelegt, denn schon als Kind hatte er große Freude dabei, Mama und Oma beim Kochen zu hantieren.
Die Begeisterung ist geblieben und brachte dem fleißigen Jungkoch eine Auszeichnung bei seiner Lehrabschlussprüfung ein. "Ich bin meinem Traum treu geblieben und habe das, was ich mir vorgenommen habe, auch so verwirklicht. Die letzten drei Jahre sind schnell vergangen und jetzt habe ich mit dem Lehrabschluss, das erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Als Koch kann man viel erreichen, jetzt geht es erst richtig los für mich." Wenn Raphael Stader über seinen Beruf spricht, leuchten seine Augen vor Begeisterung. "Ich esse sehr gerne und möchte wissen, wie Gerichte zubereitet sind. Unterschiedliche Stile und Kulturen beim Kochen interessieren mich, hier möchte ich mich ausprobieren. Koch zu sein, ist ein richtig kreativer Beruf. Man hat alle Möglichkeiten und durch die Fülle an Lebensmitteln, sind den Gerichten keine Grenzen gesetzt", so der leidenschaftliche Jungkoch.
- Raphael Stader (re.) mit Küchenchef & Lehrmeister Christian Pfanner.
- Foto: Staribacher
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Dass der Arbeitgeber auch mitziehen muss, um Karrierechancen zu ermöglichen, da sind sich Tessa Ebenwalder und ihr junger Kollege Raphael Stader einig. "Ich hatte das Glück, in einem Haubenlokal zu lernen und habe viel für mich mitnehmen können. Der Arbeitgeber und das Team haben mich unterstützt. Es war stets eine Ansprechperson da und ich durfte viel lernen. Es ist keine leichte Lehre, es gibt einen hohen Anspruch. Ich habe damals ein Schnupperpraktikum gemacht und es hat mir von Anfang an gefallen", erzählt der ausgelernte Koch.
"Die Begeisterung ist ihm anzusehen. Raphael kocht und die Augen leuchten. Er war ein außergewöhnlicher Praktikant und Lehrling, der immer alles wissen wollte und den Köchen viele Fragen gestellt hat. Wir haben selten einen Lehrling gehabt, der von sich aus so engagiert war. Es macht Spaß, ihm zuzusehen."
Hoteldirektorin Tessa Ebenwalder über ihren Kollegen Rafael Stader
- Tessa Ebenwalder kümmert sich um das Wohl der Gäste und managet die Rezeption im Hintergrund.
- Foto: Staribacher
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Vom Lehrling zur Direktorin
Auch Tessa Ebenwalder hat bereits 1995 im Restaurant Staribacher ihre Koch- und Kellnerlehre angefangen, hat dann mit der Lehre aufgrund eines Umzuges ein Jahr später aber aufgehört. Für die jetzige Hoteldirektorin war es nur eine Frage der Zeit, wieder in die Heimat zurückzukommen. Vor sechs Jahren hat die gelernte Hotelkauffrau wieder im Familienbetrieb Fuß gefasst und dort verschiedene Stationen innerhalb des Hauses durchlaufen. Ein ausschlaggebendes Argument, warum die gelernte Köchin nicht wieder in der Küche arbeiten wollte, war mitunter die Vereinbarkeit mit der Familie: "Ein Grund, warum ich etwas Anderes gesucht habe, ich wollte der Gastronomie aber trotzdem weiterhin treu bleiben". Gestartet hat sie dann mit 37 Jahren als Lehrling zur Hotelkauffrau. Durch die Berufserfahrung konnte sie die Lehre innerhalb von zwei Jahren abschließen. Sie absolvierte danach die ÖHV-Abteilungsleiterakademie und ist innerhalb kurzer Zeit zur Chefrezeptionistin aufgestiegen und übernahm das Housekeeping. "Ich wollte gerne an der Rezeption arbeiten und eine Ausbildung hat für mich einen hohen Stellenwert", erzählt die gelernte Hotelfachfrau über ihre Motivation für eine weitere Lehre. Da sind sich beide einig, auch Raphael Stader wollte immer einen guten Lehrabschluss anstreben. "Eine Ausbildung ist sehr wichtig. Man kann sonst nichts vorweisen und, wie in meinem Fall, kann eine Auszeichnung weitere Türen öffnen," zeigt sich der Koch überzeugt. Dass sich die Freude bei Arbeit und Ausbildung bezahlt macht, weiß auch die langjährige Mitarbeiterin, die jüngst zur Hoteldirektorin ernannt wurde. Sie managet derzeit den operativen Bereich im Hotel und ist Ansprechpartnerin für die Hotelgäste.
- Hotel mit Haubenküche: Staribacher in der Südsteiermark.
- Foto: Kerstin Reinprecht
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Pläne für die Zukunft
"In unserem Fall ist es auch möglich, in einem vergleichsweise familiären Betrieb Karriere zu machen. Wir sind beide sehr motiviert. Der Arbeitgeber unterstützt und fördert uns, das hält die Motivation aufrecht. Die Freude am Arbeiten, ein tolles Team und eine nette Kollegschaft sind auch wichtig."
Tessa Ebenwalder und Raphael Stader
Was die beiden zukünftig noch geplant haben? Raphael macht gerade den Führerschein, danach steht das Bundesheer an. Was die Zukunft betrifft, hat der Jungkoch noch viele Pläne, in welche Richtung es genau geht, möchte er sich bislang noch offen halten. Was er aber mit Sicherheit weiß, ist, dass er der traditionellen bodenständigen Küche treu bleiben wird, die schmeckt ihm nämlich wirklich. Auch die Hoteldirektorin ist ambitioniert, was ihre Karrierepläne betrifft: "Es gibt sicher noch Luft nach oben, wir schauen einfach, was die Zukunft noch bringt."
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