Gemeindefusion 2015
Zehn Jahre nach der Gemeindestrukturreform
- St. Veit in der Südsteiermark entstand 2015 aus drei ehemaligen Gemeinden.
- Foto: Gernot Ambros
- hochgeladen von Julia Weißensteiner
Im Zuge der Gemeindestrukturreform in der Steiermark 2015 verringerte sich die Anzahl der Gemeinden im Bezirk Leibnitz von 48 auf 29. Drei Gemeinden kamen aus dem Nachbarbezirk dazu. Zehn Jahre danach gewöhnte man sich an die damals durchgeführten Neuerungen.
BEZIRK LEIBNITZ. Neugebildete Gemeinden wie Schwarzautal und Landl, deren Ortsteile auch teils im Bezirk Südoststeiermark liegen, sind seit zehn Jahren fest im Bezirk Leibnitz dabei. 2025 sind die damals getätigten Neuerungen schon Alltag.
Neue Gemeinden entstanden
Nach der Zusammenlegung vor zehn Jahren gab es zunächst die Gemeinde Straß-Spielfeld. Ein Jahr später änderte man den Namen nach Gemeinderatsbeschluss auf Straß in Steiermark. Die frühere Gemeinde Murfeld wurde mit Ende 2019 aufgelöst und auf die beiden neuen Kommunen Sankt Veit in der Südsteiermark und Straß in Steiermark aufgeteilt. Anfangs war es in der neuen Gemeinde ein größeres Thema, inzwischen hat man sich daran gewöhnt. Wichtige Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Vereine und Feuerwehren wuchsen durch die Zusammenlegung der Kommunen.
Mehrere Eingemeindungen
So etwa bei der neuen Gemeinde St. Veit in der Südsteiermark, die sich aus den früheren Gemeinden Sankt Nikolai ob Draßling, Sankt Veit am Vogau und Weinburg am Saßbach zusammensetzt. "Wir waren auf die Fusion gut vorbereitet und haben uns seit dem ersten Tag damit ohne Probleme abgefunden. Jetzt haben wir 100 Vereine, die zu einem aktiven und gemeinsamen Leben beitragen. Da gab es keine Unterschiede und wir gehören fest zum Bezirk Leibnitz. Das ist sehr positiv", erklärt Bürgermeister Gerhard Rohrer.
Die Gemeinde Schwarzautal entstand aus den aufgelösten Gemeinden Schwarzau, Wolfsberg, Breitenfeld am Tannenriegel, Hainsdorf und Mitterlabil. Zum zehnjährigen Jubiläum der neuen Gemeinde berichtet Ortschef Alois Trummer über ein positives Miteinander: "Mittlerweile sind Feuerwehren und Vereine alle gleichgestellt. Die Harmonie in den vielen Vereinen ist auch ein positiver Faktor, da jetzt auch mehrere Leute aktiv mitwirken." Die Kosten belaufen sich laut Trummer im gleichen Bereich wie vor der Strukturreform.
- Der Zusammenschluss von Schwarzau, Wolfsberg, Breitenfeld am Tennenriegel, Hainsdorf und Mitterlabil.
- Foto: Gemeinde
- hochgeladen von Kerstin Reinprecht
Teils weniger Einnahmen
Heiligenkreuz am Waasen schloss sich 2015 mit St. Ulrich am Waasen zusammen. Nachdem für die örtlichen Vereine alles gleich geblieben war, investierte die neu entstandene Gemeinde in den Nahwärmeausbau. Dieser wird an das Vereinssporthaus, die Volksschule sowie an Wohn- und Einfamilienhäuser angeschlossen. Durch das vergrößerte Einzugsgebiet gibt es für Heiligenkreuz am Waasen jedoch geringere Einnahmen.
- Die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen ist in den vergangenen zehn Jahren gewachsen.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Julia Weißensteiner
"Die Gemeinde hat eine große Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Wir haben seit der Zusammenlegung weniger Einnahmen aus Steuern", meint Bürgermeister Franz Platzer, der die Fusion allgemein aber aufgrund der Vielzahl an neuen Einrichtungen positiv sieht.
Das könnte dich auch interessieren:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.