Die Kriminalstatistik zeigt eine erfreuliche Entwicklung

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Die vorläufigen Zahlen des ersten Halbjahres 2017 zeigen eine gute Entwicklung. Die Zahl der Anzeigen ist zurückgegangen, die Aufklärungsquote ist gestiegen.

Verglichen wurden die Zahlen der ersten Halbjahre seit 2008. Derzeit ist ein Rückgang der angezeigten Fälle in der Steiermark von 8,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Mit insgesamt 26.458 Anzeigen im Zeitraum von Jänner bis Juni 2017 ist das die niedrigste Summe seit 2012.
Erfreulich ist ebenso, dass die Aufklärungsquote im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 4,3 Prozent gestiegen ist. Das heißt, dass mit der Quote von 52,5 Prozent mehr als die Hälfte der Straftaten in der Steiermark geklärt werden konnten. Die Steiermark liegt somit im Vergleich der Bundesländer im guten Mittelfeld, jedoch weit über dem österreichischen Schnitt von 48,2 Prozent.

Speziell hervorzuheben ist der Rückgang bei Kraftfahrzeugdiebstählen und Gewaltdelikten. Im Vergleich zum Vorjahr sind im ersten Halbjahr 2017 die Anzeigen wegen Diebstahls von Kraftfahrzeugen um 7,7 Prozent zurückgegangen. Ähnlich erfreulich sind auch die Zahlen bei den Anzeigen wegen Gewaltdelikten. Hier betrug der Rückgang sogar 8,2 Prozent.

In den vorläufigen Zahlen der Kriminalstatistik ist ein Anstieg bei den Einbruchsdiebstählen in Wohnungen und Wohnhäusern von 4,1 Prozent zu verzeichnen (bislang 663 Anzeigen 2017). Diese Zahl liegt aber trotzdem weit unter den Spitzenwerten von 2014 (796) und 2015 (745). Der Anstieg ist auf eine erhöhte Anzahl von versuchten Einbruchsdiebstählen zurückzuführen. Verstärkte Präventions- und Tatortarbeit der Polizei haben offenbar dazu geführt, dass Täter in ihrer Tatausführung gestört wurden oder gar nicht in die Einbruchsobjekte vordringen konnten.

Der Anstieg der Anzeigen im Bereich der Cyber-Kriminalität um 21 % (von 695 Anzeigen 2016 auf 846 Anzeigen im ersten Halbjahr 2017) zeigt, dass diese Kriminalitätsform auch in Zukunft eine große Herausforderung für die Polizei sein wird. In dieselbe Richtung gehen auch die Anzahl der Anzeigen wegen Internet-Betruges und Wirtschaftskriminalität. Im Bereich des Internet-Betruges war ein Anstieg von 21,2 Prozent und bei der Wirtschaftskriminalität von 5,6 Prozent zu verzeichnen. Auch hier gilt es, in Zukunft ein erhöhtes Augenmerk auf die Aufklärung dieser Deliktsformen zu legen.

Schlussendlich darf noch bemerkt werden, dass der Anteil der Fremden unter den Tatverdächtigen um 1,8 Prozent gesunken ist. Die Top-Drei unter den Nationalitäten in der Steiermark sind erstens Rumänien mit 806 Tatverdächtigen, zweitens Afghanistan mit 600 und drittens Deutschland mit 364 Tatverdächtigen im ersten Halbjahr 2017.

Landespolizeidirektor Hofrat Mag. Gerald Ortner sagt zu den aktuellen Zahlen: „Der derzeitige Zahlenstand ist äußerst erfreulich für die Steiermark und zeugt von der hohen Motivation der Bediensteten. Wir dürfen uns aber auf diesen positiven Zahlen nicht ausruhen und werden weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Verbrechen in der Steiermark bekämpfen. Die Anstiege bei der Internet- und Cyber-Kriminalität zeigen, dass die Polizei auf diesem Gebiet weiterhin tätig sein und mit den entsprechenden Instrumenten auch gegen diese Kriminalitätsform entschieden vorgehen muss.“

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