Niklasdorf: "Betreutes Wohnen" für alte Automobile

Bei Karl Zach in Niklasdorf sind Oldtimer richtig gut aufgehoben.
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Karl Zach lebt seine Leidenschaft für Autos seit fast einem halben Jahrhundert. In Niklasdorf bietet er eine Rundumbetreuung für alte Automobile an.

NIKLASDORF. Der Frage, wie der Niklasdorfer Karl Zach sein Angebot für Oldtimer beschreiben würde, folgt die Antwort prompt: "Ich würde sagen, so eine Art betreutes Wohnen für alte Autos!" Seine Leidenschaft für Autos hat er bereits in früher Jugend entdeckt: "Mit zwölf Jahren habe ich einen fahruntauglichen VW-Käfer geschenkt bekommen und in mühevoller Kleinarbeit hergerichtet." Mit Hilfe von Tipps aus der Erwachsenenwelt hat der gebürtige Mürztaler die angerosteten Kolben im Motor des Käfer wieder zum Laufen gebracht und die ersten Fahrversuche – natürlich unter Aufsicht – am elterlichen Grund absolviert. Somit war auch der Grundstein für eine Lehre als Mechaniker gelegt.

Lehre bei Citroën ein Zufall

Die Lehre bei Citroën Pelant in Kapfenberg ergab sich zufällig. "Natürlich wollte ich eigentlich in einer Werkstatt von BMW, Audi oder Mercedes meine Ausbildung beginnen. Dass ich dort nicht untergekommen bin, hat sich erst einige Jahre später als Glück herausgestellt", erzählt Zach, der mittlerweile seit mehr als 40 Jahren als Partner von Citroën arbeitet. Mit Glück meint er den Umstand, dass es von 1985 bis 1990 in Leoben und Umgebung keine Citroën-Fachwerkstatt gegeben hat. Damals hat er sich gemeinsam mit seiner Frau entschlossen, in Niklasdorf aktiv zu werden. Seit 2013 ist Zach "nur" noch Senior-Chef und hat aus diesem Grund seine Liebe zu alten Autos wiederentdeckt.  Aus dieser Liebe wuchs die Idee, Gleichgesinnten die Möglichkeit zu bieten, ihren Fahrzeugen eine Art "Rundumbetreuung" angedeihen zu lassen.

Betreutes Wohnen für Autos

Eingestellt und gewartet werden die Automobile in einer Halle – die ursprünglich im niederösterreichischen Mistelpark stand – im Wirtschaftspark Niklasdorf. "Man könnte sagen, ich biete betreutes Wohnen für alte Autos an. Ich halte die Fahrzeuge für meine Kunden in Schuss und diese können dann jederzeit und ohne Probleme zu einer Ausfahrt starten", erklärt der Oldtimerfan Karl Zach und ergänzt: "Diese Art der Fortbewegung ist für viele Menschen eine wunderbare Art der Entschleunigung im stressigen Alltag!"
Neben dieser Serviceleistung unterstützt der findige Unternehmer seine Kunden auch beim An- und Verkauf von Young- sowie Oldtimern. "Entgegen der landläufigen Meinung, dass diese Fahrzeuge als Wertanlage gekauft werden, spielen viel mehr Emotionen und Erinnerungen eine vorrangige Rolle für dieses Hobby", sagt Zach. Das große Geld mit Oldtimern sei in einer anderen Liga zu Hause und eher in der Nähe von Großstädten zu finden. Bei Karl Zach in Niklasdorf treffen sich vielmehr Liebhaber als Millionäre, obwohl er auch viele Kunden aus dem Großraum Wiener Neustadt, Wien und Linz hat.

Niklasdorf als Oldtimer Geheimtipp

"Ich bin aber nicht der Einzige in Niklasdorf, der sich mit Oldtimern auskennt und beschäftigt", berichtet Karl Zach. Mit Maximilian Zottler als österreichweit bekanntem Spezialist für alte Nutzfahrzeuge und Andreas Brunner gibt es zwei weitere mit dem Oldtimervirus infizierte Niklasdorfer. Dieses Trio hat – außer der bereits traditionellen Oldtimerausfahrt am 1. Mai in Niklasdorf – viele andere konkrete Pläne, wie man der breiten Bevölkerung die Leidenschaft zu alten Automobilen vermitteln könnte. Mehr dazu verraten wollte Zach dazu noch nicht, da es für Planungen in Zeiten wie diesen einfach noch zu früh sei. Er verrät uns aber, welche seiner Fahrzeuge er ganz besonders schätzt: "Einerseits aus naheliegenden Gründen eine Ente, also ein 2 CV, anderseits habe ich mir mit einem BMW 323 einen langgehegten Wunsch erfüllt!"


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