(K)ein Topf voll Gold
Die Geheimnisse des Regenbogens

Das bunte Schauspiel am Himmel ist immer ein beliebtes Fotomotiv.
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  • Das bunte Schauspiel am Himmel ist immer ein beliebtes Fotomotiv.
  • hochgeladen von Sonja Hochfellner

Spätestens wenn sich Sonne und Regen bald wieder häufiger abwechseln, kommen wieder die Tage der Regenbögen. Aber viele Einzelheiten über das farbenfrohe Naturphänomen sind sicher nicht jedem bekannt. Hier kommen die bunten Fakten.

Mehrfach

Ein Regenbogen kommt nicht immer allein daher. Es gibt in doppelt, dreifach und wer ganz viel Glück hat, kann ihn sogar vierfach sehen. Unter bestimmten Umständen kann ein Regenbogen von einem zweiten Regenbogen begleitet werden, der die Farben in umgekehrte Reihenfolge beinhaltet: Rot außen und Violett innen. Ein dritter Regenbogen kann ebenfalls aufgrund einer dreifachen Reflektion erscheinen. Ein dritter Regenbogen wäre daher auch farblich invers zum zweiten Regenbogen (also ähnlich wie der Erste), aber weniger sichtbar.

Topf voll Gold

Es besteht nach wie vor die Legende, dass sich am Ende des Regenbogens ein Schatz befinden soll. Nämlich der berühmte Topf voll mit Gold. Den wird man aber nie finden weil man niemals das Ende eines Regenbogens erreichen kann. Denn wenn wir uns bewegen, bewegt sich der Regenbogen mit. Er ist ja nichts anderes als eine Lichtreflexion und somit nicht statisch. Die Jagd nach dem Gold war also von jeher zum Scheitern verurteilt.

Nachts

Ja und das dürfte für viele Menschen etwas Neues sein: auch in der Nacht ist es möglich das ein Regenbogen entsteht. Wenn der Vollmond oder fast Vollmond den Platz der Sonne einnimmt, kann das abgestrahlte Licht , ähnlich wie Sonnenstrahlen, Regentropfen oder feuchte Stellen erreichen und somit ein ähnliches buntes Spektrum entstehen lassen. Dieses Phänomen wird dann Mond-Regenbogen (englisch: "Moonbow") genannt.

Temperatur

Sonne und Regen reichen aber nicht aus um einen bunten Streif am Himmel zu erzeugen. Tatsächlich ist es notwendig, dass sich unsere Erde an einem bestimmten Ort befindet, nämlich weniger als 42° über dem Horizont. Ob die Sonne steigt oder sinkt, sobald ihre Strahlen die Wassertropfen in einem Winkel unter oder gleich 42° treffen, erscheint ein Regenbogen. Mittags wird man also selten einen sehen da die Sonne zu hoch steht.

Polarisation

Fotografen oder Optiker wissen, dass man mit polarisierten Gläsern Spiegelungen zB auf Wasser oder Glasoberflächen verschwinden lassen kann. Diesen Effekt macht man sich absichtlich zu Nutze. Und das funktioniert auch mit einem Regenbogen. Wer über solche Gläser oder Filter verfügt wird den Regenbogen nicht mehr sehen auch wenn er da ist.

Allein

Zwei Personen können niemals den selben Regenbogen sehen. Weil die Regentropfen, durch die das Sonnenlicht fällt, in ständiger Bewegung sind. Zudem ändert sich ihre Form, wodurch ein völlig neuer Winkel der Lichtbrechung entsteht. Da außerdem alle Regentropfen das Licht reflektieren und brechen, kann vom Beobachter nur ein geringer Teil der Reflektionen, je nach Position, wahrgenommen werden.

Der Regenbogen ist auf alle Fälle ein schönes Naturschauspiel, das wir alle im Leben schon oft gesehen haben. Aber uns immer wieder Staunen lässt, was Mutter Natur zu biete hat.

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