Holznasslager in Leoben
"Hier wird kein Trinkwasser verschwendet"
- Die Bewässerung von Holz veranlasst die Bevölkerung in Zeiten vermehrter Trockenperioden zum besorgten und kritischen Hinterfragen. Forstleiter Norbert Weber kann beruhigen.
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Die konstante Bewässerung von Holz auf einem Lagerplatz in der Nähe der Schnellstraßenauffahrt Leoben-West sorgt bei vielen Beobachtern für Unmut. Forstmeister Norbert Weber vom Forstbetrieb Mayr-Melnhof-Saurau erklärt die vermeintliche „Wasserverschwendung“.
LEOBEN/FROHNLEITEN. „Tagein, tagaus wird auf diesem Platz gelagertes Holz mit Wasserfontänen besprüht, wo es doch immer heißt, das Wasser wird knapp und man soll damit sparsam umgehen. Das ist Wasserverschwendung im großen Stil in ohnehin zu trockenen Zeiten“, lautet etwa der Kommentar eines besorgten Leobeners. Forstmeister Norbert Weber vom Forstbetrieb Mayr-Melnhof-Saurau, dessen Sitz in Frohnleiten ist, kann diesbezüglich „der Bevölkerung die Sorge nehmen“, wie er sagt.
Kreislaufsystem ohne Wasserverschwendung
„Es wird hier kein Trinkwasser verschwendet. Das Wasser wird mit zwei Pumpen der Mur entnommen und grob gefiltert, bevor es über das Holz gesprüht wird. Danach wird es zentral gesammelt und über Bodenfilter zurück in den Fluss geleitet.“ Es sei also ein Kreislaufsystem ohne Wasserverschwendung, was auch dem Forstbetrieb ein großes Anliegen sei.
- „Es wird hier kein Trinkwasser verschwendet. Das Wasser wird der Mur entnommen", erklärt Forstleiter Norbert Weber.
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Bewässerung verhindert Pilzbefall
Benässt müsse das Holz werden, weil man besonders im Sommer einen Befall durch Bläuepilze verhindern möchte. „Diese Pilze verfärben das Holz und es wird optisch unansehnlich, was für eine weitere Verwendung sehr ungünstig wäre. Deshalb muss das Holz auf hundert Prozent Feuchtigkeit gehalten werden“, so Norbert Weber.
- Speziell in den Sommermonaten kann es nach Naturkatastrophen zu Schadholz kommen, das dann auf dem Holznasslagerplatz eingelagert werden kann, bis es auf den Holzmarkt kommt. Bis dahin muss es feucht gehalten werden.
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Eines von wenigen Katastrophennasslagern
Der Platz in Leoben, der erst heuer in Betrieb gegangen ist, sei einer von nur wenigen sogenannten „Katastrophennasslagern“ in ganz Österreich. Hier können Waldbesitzer Schadholz nach Naturkatastrophen bis zu dessen Verarbeitung lagern, aktuell wird der Platz von mehreren Waldbesitzern genutzt. „Das Holz könnte benässt mühelos ein bis zwei Jahre eingelagert werden, im Oktober wird der Platz aber voraussichtlich wieder leer sein“, so der Forstmeister.
Nachts werde die Sprühmenge – übertags laufen rund 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde über die Filter – übrigens reduziert, an Regentagen ist die Anlage komplett ausgeschaltet.
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