Stadt Up Trofaiach
Bürgermeister Mario Abl: "Wir nehmen das selbst in die Hand“

"Runder Tisch" in der WOCHE Leoben: Matthias Zitzenbacher (Raiffeisenbank), Manuela Kaluza (WOCHE), Stefan Lettner (cima), Simone Hiebler (Rechtsanwaltskanzlei Hiebler/Grebenjak), Natascha Hochsteiner (Namaho Consult), Alexander Sumnitsch (WKO), Wolfgang Gaube (WOCHE) (v.l.).
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  • "Runder Tisch" in der WOCHE Leoben: Matthias Zitzenbacher (Raiffeisenbank), Manuela Kaluza (WOCHE), Stefan Lettner (cima), Simone Hiebler (Rechtsanwaltskanzlei Hiebler/Grebenjak), Natascha Hochsteiner (Namaho Consult), Alexander Sumnitsch (WKO), Wolfgang Gaube (WOCHE) (v.l.).
  • Foto: www.klauspressberger.com
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Die Initiative "Stadt Up Trofaiach" bietet kreativen Unternehmensgründern neue Chancen.

TROFAIACH. Fachmarktzentren werden "auf der grünen Wiese" errichtet, die Struktur der Innenstädte wird dadurch nachhaltig zerstört. Die Tatsache, dass Ortskerne verwaisen, ist in vielen Städten in Europa zum Problem geworden, nicht nur in der Stadt Trofaiach.
Doch in der obersteirischen Gemeinde sucht man auf unkonventionelle Weise nach einer Problemlösung. Unter dem Titel "Stadt Up Trofaiach" wurde ein Wettbewerb der besten Unternehmens-ideen gestartet. Bei einer von der WOCHE Leoben initiierten Diskussionsrunde haben die handelnden Personen über aktuelle Entwicklungen berichtet.

Gesamtpaket für Unternehmensgründer

Unternehmern, die über ein innovatives, marktfähiges Konzept in den Bereichen Handel, Handwerk, Gastronomie oder Dienstleistung verfügen, wird in der Stadt Trofaiach geholfen, ihr Geschäftsmodell erfolgreich umzusetzen. Mit Förderungen durch die Stadt selbst sowie mit kostenlosen Leistungen, die von Firmen und Institutionen beigestellt werden, soll der Wirtschaftsstandort attraktiv gemacht werden. Darüber hinaus soll dieses Gesamtpaket mithelfen, das Risiko für Gründer deutlich zu reduzieren.

Trofaiach "erfindet" sich neu

"Wir müssen jetzt Maßnahmen setzen, um Fehler, die in der Raumordnung in den vergangenen zehn Jahren gemacht wurden, auszumerzen", sagt Bürgermeister Mario Abl. Er habe immer darauf gehofft, dass die Region gemeinsam etwas tut, dass sich zur Lösung dieser Problematik alle Städte zusammentun, von Mürzzuschlag über Kindberg, Kapfenberg, Bruck, Leoben bis nach Trofaiach und Eisenerz. Es blieb ein Wunsch, daher hat Trofaiach reagiert. "Wir nehmen das selbst in die Hand und haben beschlossen, Trofaiach mit einem Stadt-Up-Projekt neu aufzusetzen, wie das bereits in Ried im Innkreis erfolgreich praktiziert wird", betonte Abl.
Eine "Kaufmannstraße", wie sie üblich war, werde es in dieser Form nicht mehr geben – aber vielmehr einen Mix aus Dienstleistungen, Gastgewerbe, Wohnen und Nischen im kaufmännischen Bereich. Abl: "Wir müssen unsere eigene Linie finden, mit Einkaufszentren werden wir nicht konkurrieren können. Daher suchen wir gemeinsam Partner, die wir effizient unterstützen."

Neue Ideen für die Stadt

"Bei der Belebung der Innenstadt sind wir noch lange nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg", berichtete Innenstadtkoordinator Erich Biberich. Er wartete mit interessanten Details auf: "Zwei fixe Einreichungen für Stadt Up Trofaiach gibt es bereits. Darüber hinaus verfüge ich über eine Liste mit 42 Positionen, allesamt Ideen von Menschen, die in Trofaiach etwas realisieren wollen."
Weder Biberich noch Bürgermeister Mario Abl wollen potenziellen Unternehmern falsche Hoffnungen machen: "Die Leute müssen wissen, was auf sie zukommt. Wir versuchen im Vorfeld, mögliche Risiken auszuloten und die jeweilige Geschäftsidee realistisch einzuschätzen. Dafür bieten wir unser Know-how, unser Netzwerk und unsere Projektpartner auf."

Die Projektpartner: Neben der Stadtgemeinde Trofaiach bringen sich folgende Netzwerkpartner mit Fachwissen und Ressourcen ein: Stadtwerke Trofaiach, Raiffeisenbank Leoben-Bruck, ECA Haingartner und Pfnadschek, Namaho Consult, TIQA, AINET und die Rechtsanwälte Hiebler/Grebenjak. Weitere Unterstützer sind WKO Steiermark, AMS, WOCHE, CIMA und nonconform, die Leistungen für prämierte Einreichungen erbringen.

Mehr Infos über das Projekt "Stadt Up Trofaiach" finden Sie hier!

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