Neue Infrastruktur
St. Michael bekommt den größten E-Ladepark der Steiermark im September
- Am Verkehrsknotenpunkt St. Michael entsteht derzeit der landesweit größte öffentliche „Mega Hub“ für ultraschnelles Laden. So soll er künftig aussehen.
- Foto: Malek Herbst Architekten (Symbolbild)
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Am Autobahnknoten St. Michael baut die Energie Steiermark den landesweit größten öffentlichen Ladepark für E-Fahrzeuge. Rund 4,3 Millionen Euro fließen in das Großprojekt, das im September eröffnet wird und als Vorreiter für ganz Südösterreich gilt.
ST. MICHAEL. Am wichtigen Verkehrsknotenpunkt in St. Michael entsteht derzeit eine neue Infrastruktur für die Elektromobilität. Die Energie Steiermark errichtet dort ihren bislang größten öffentlichen „Mega Hub“ für ultraschnelles Laden. Die Anlage verfügt über zehn Stationen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt (kW). Damit verkürzen sich die Ladezeiten für Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Stationen um das Vierfache.
Eine Überdachung des gesamten Areals schützt vor jeder Witterung. Das Angebot vor Ort wird durch eine moderne Lounge mit Imbiss-Automaten, Sanitäranlagen und einen eigenen Erlebnispfad für Kinder und Erwachsene ergänzt. Die Eröffnung ist noch heuer im September geplant.
- Für die Realisierung des Projekts nimmt das Landesenergie-Unternehmen insgesamt 4,3 Millionen Euro in die Hand. Im Bild: Werner Ressi (Vorstand Energie Steiermark), Nicole Sunitsch (Bürgermeisterin St. Michael in Obersteiermark), Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark) (v. l.)
- Foto: Energie Steiermark
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Millioneninvestition ins Stromnetz
Für die Realisierung des Projekts nimmt das Landesenergie-Unternehmen insgesamt 4,3 Millionen Euro in die Hand. Ein erheblicher Teil dieses Budgets fließt direkt in die Verstärkung der lokalen Netzinfrastruktur, um die hohen Ladeleistungen der zehn Hyper-Charger dauerhaft abzusichern.
„Mit dem Lade Hub in St. Michael schaffen wir einen wichtigen Baustein für die Mobilität der Zukunft. Die Nachfrage nach leistungsfähiger Ladeinfrastruktur wächst kontinuierlich, und wir investieren gezielt in Angebote, die den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden entsprechen“, betonen die Vorstände der Energie Steiermark, Martin Graf und Werner Ressi.
Der neue Standort dient gleichzeitig als Modell für die Zukunft. Die Energie Steiermark plant, dieses Konzept in den kommenden Jahren auf weitere Regionen auszuweiten und bestehende Stationen zu modernisieren. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen mehr als 40 Millionen Euro in den Ausbau der steirischen Ladeinfrastruktur investieren.
- Im Jahr 2025 wurden an den Stationen der Energie Steiermark rund 265.000 Ladevorgänge verzeichnet, bei denen insgesamt rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom flossen.
- Foto: pixabay/stux
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Steigender Bedarf durch wachsende E-Flotte
Die Investitionen spiegeln den anhaltenden Trend am Automarkt wider. Im Mai 2026 waren in Österreich bereits 288.142 Elektrofahrzeuge zugelassen. Dass der Bedarf an Stromtankstellen steigt, zeigen auch die internen Zahlen des Energieversorgers: Allein im Jahr 2025 wurden an den Stationen der Energie Steiermark rund 265.000 Ladevorgänge verzeichnet, bei denen insgesamt rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom flossen.
Momentan betreibt das Unternehmen landesweit rund 1.450 öffentliche Ladepunkte, davon mehr als 200 Schnellladestationen (DC) und 176 HPC-Ladepunkte mit einer Leistung ab 100 kW. Bis zum Jahresende 2027 soll das Gesamtnetz auf rund 2.000 öffentliche Ladepunkte anwachsen.
- Die auf den Dächern des „Mega Hubs“ in St. Michael installierte Photovoltaikanlage sowie ein leistungsfähiges Speichersystem tragen wesentlich zur Energieversorgung des Ladehubs bei.
- Foto: pixabay/jhenning
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Nachhaltige Energie und Platz für Erweiterungen
Die Stromversorgung des neuen Hubs wird teilweise vor Ort erzeugt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Station liefert in Kombination mit einem installierten Speichersystem grünen Strom für die Fahrzeuge. Darüber hinaus wurde der Standort bereits für zukünftige Erweiterungen vorbereitet. Eine Aufstockung um zehn zusätzliche Ladepunkte ist bereits eingeplant. Dabei soll in einem nächsten Schritt auch eine spezielle Ladeinfrastruktur für E-Lastkraftwagen entstehen.
Nicole Sunitsch, Bürgermeisterin von St. Michael, sieht einen Gewinn für die Region und betont die strategische Bedeutung des Standorts: „Als Gemeinde freuen wir uns sehr, dass der erste Ladehub der Energie Steiermark in St. Michael in der Obersteiermark realisiert wird. Unsere zentrale Lage als Verkehrsknotenpunkt macht den Standort ideal für eine moderne Mobilitätsinfrastruktur. Das Projekt stärkt die Region, fördert nachhaltige Mobilität und setzt ein starkes Zeichen für eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Gemeinde.“
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