Erfolgsgeschichte aus Eisenerz
Vom kleinen Kiosk zur preisgekrönten Optik-Kette Österreichs
- Im 60. Jubiläumsjahr wurde sehen!wutscher als bestes steirisches Familienunternehmen ausgezeichnet. Im Bild: Fritz Wutscher jr., Fritz Wutscher und Alexandra Wutscher-Hold.
- Foto: Die Presse/Günther Peroutka
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Große Auszeichnung zum runden Jubiläum: Bei der Gala „Österreichs beste Familienunternehmen“ wurde sehen!wutscher zum steirischen Landessieger gekürt. Der Weg des Fachoptikers begann vor 60 Jahren in einem kleinen Kiosk in Eisenerz – einem Standort, dem das Unternehmen bis heute die Treue hält.
EISENERZ/WIEN. Es ist eine Ehrung, die in ein besonderes Jahr fällt. Vergangene Woche wurden in den Wiener Sofiensälen die herausragendsten Familienbetriebe des Landes ausgezeichnet. Für die Steiermark ging sehen!wutscher als Sieger hervor – eine Anerkennung, die das Unternehmen pünktlich zu seinem 60-jährigen Bestehen entgegennehmen durfte.
Die Geschichte des heute größten familiengeführten Fachoptikers Österreichs nahm 1966 ihren Anfang in Eisenerz. Fritz Wutscher senior gründete dort unter bescheidenen Bedingungen seinen ersten Betrieb. „Das Unternehmen hat mein Vater 1966 in Eisenerz gegründet. Damals war es ein Ein-Mann-Unternehmen in einem kleinen Kiosk. Mein Vater hat damals schon gesagt, er möchte das kompetenteste und verlässlichste Augenoptikunternehmen gründen“, erinnert sich Eigentümer Fritz Wutscher an die Gründungsphase.
- Die Geschichte des heute größten familiengeführten Fachoptikers Österreichs nahm 1966 ihren Anfang in Eisenerz. Im Bild: Fritz Wutscher, Alexandra Wutscher-Hold und Fritz Wutscher jr. (v. l.)
- Foto: Bobbys Agency
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Obwohl die Zentrale mittlerweile gewachsen ist, spielt der Gründungsort weiterhin eine zentrale Rolle in der Unternehmenskultur. Die Filiale in Eisenerz wird bewusst weitergeführt – als Bekenntnis zu den Wurzeln und Kundenbeziehungen, die teilweise seit Generationen bestehen.
Doppelspitze mit klaren Schwerpunkten
Heute, sechs Jahrzehnte später, ist aus dem Ein-Mann-Betrieb ein Netzwerk mit über 125 Standorten und rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen. Trotz der Expansion bleibt die Führung fest in Familienhand: Seit zwei Jahren leiten Fritz Wutscher jr. und Alexandra Wutscher-Hold in dritter Generation gemeinsam als CEOs die Geschicke des Unternehmens.
Dabei setzt das Geschwisterduo auf eine klare Aufgabenteilung: Während Fritz Wutscher jr. seinen Fokus auf die strategische Ausrichtung, Expansion und Innovation legt, verantwortet Alexandra Wutscher-Hold schwerpunktmäßig das Personalmanagement und die interne Akademie. Die größte tägliche Herausforderung für die beiden ist dabei der Spagat zwischen dichten Terminkalendern in der Zentrale und der persönlichen Sichtbarkeit als Eigentümerfamilie direkt vor Ort in den Filialen.
- Nach 60 Jahren ist aus dem Ein-Mann-Betrieb in Eisenerz ein Netzwerk mit über 125 Standorten und rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen.
- Foto: Simon Fortmüller
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Stabilität statt reiner Zahlen
Die Auszeichnung „Österreichs Beste Familienunternehmen 2026“, die bereits seit 26 Jahren vergeben wird, gilt als eine der renommiertesten Anerkennungen für die heimische Wirtschaft. Die Expertenjury bewertete bei der Preisverleihung nicht nur wirtschaftliche Kennzahlen, sondern auch die langfristige Stabilität und soziale Werte.
„Schon unserem Großvater war es wichtig, den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. Diesen Rat hat uns auch unser Vater weitergegeben“, so die CEOs. Dieser Fokus auf den Menschen spiegelt sich auch in der Beständigkeit des Teams wider. Trotz der rasanten Expansion setzt das Unternehmen auf langfristige Beziehungen zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Partnerinnen und Partnern.
Um Marktführer zu werden, wurden Prozesse digitalisiert und das Erscheinungsbild modernisiert, doch das Wertefundament blieb über 60 Jahre unangetastet. Das erklärte Ziel bleibt die regionale Nähe: Jede Österreicherin und jeder Österreicher soll eine Filiale innerhalb von 30 Minuten erreichen können. Dies ist für die Unternehmensführung der Schlüssel zum Erfolg, da Dienstleistungen wie Sehtests oder Hörgeräteanpassungen vom persönlichen Service vor Ort leben.
- Seit zwei Jahren leiten Fritz Wutscher jr. (r.) und Alexandra Wutscher-Hold (l.) in dritter Generation gemeinsam als CEOs die Geschicke des Unternehmens. Im Bild mit Vater Fritz Wutscher.
- Foto: Bobbys Agency
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Ausbildung als Fundament
Dem Fachkräftemangel setzt das Unternehmen mit der Ausbildung im eigenen Haus entgegen. Rund zehn Prozent der Belegschaft sind Lehrlinge, von denen die meisten nach dem Abschluss im Betrieb bleiben. Für die strukturierte Weiterbildung wurde die hauseigene „Alexandra Wutscher Akademie“ geschaffen.
Durch die gezielte Förderung in der Akademie will die Geschäftsführung sehen!wutscher langfristig als vertrauensvolle "Lovebrand" etablieren. Damit soll das handwerkliche Know-how aus den Gründertagen in Eisenerz auch für die nächsten Generationen im Unternehmen fest verankert bleiben.
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