14.10.2016, 10:39 Uhr

Gäste aus Amazonas-Regenwald zu Besuch in Leoben

Dominik Lammer, Friedrich Hofer (beide Klimabündnis Steiermark), Gernot Kreindl (Leiter des Referats Umwelt und Tiefbau der Stadt Leoben), Gemeinderat Erich Landner, Maximiliano Menezes, Carla Dias und Johann Kandler (Delegationsleiter, Klimabündnis Österreich) (v.l.) (Foto: KK)
LEOBEN. Gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen, um unsere Erde zu schützen und zu erhalten, mit diesem Ziel kamen die Klimabündnis-Partner Maximiliano Menezes und Carla Dias aus Brasilien nach Leoben. Die Gäste informierten bei ihrem Besuch im Rathaus Gemeinderat Erich Landner über das Leben und die Kultur der indigenen Völker am Rio Negro, über die indigene Wald-Landwirtschaft, die vor einigen Jahren zum brasilianischen Kulturerbe erklärt wurde, und ihre Vorstellungen für eine nachhaltige Zukunft. "Der Klimawandel kennt keine Grenzen, er betrifft uns alle. Probleme mit Wetterverschiebungen oder Ernteausfälle gibt es in Südamerika genauso wie bei uns. Daher ist der internationale Erfahrungsaustausch für uns sehr wichtig. Wir wollen mit dem Empfang der Gäste aus Brasilien die Partnerschaft mit dem Klimabündnis, die seit 1993 besteht, aktiv pflegen", so Gemeinderat Landner.
Als weitere Programmpunkte besuchten die brasilianischen Gäste das Altstoffsammelzentrum Leoben am Prettachfeld sowie eine Pumpstation der Stadtwärme Leoben.

Lehrer und Anthropologin

Maximiliano Correa Menezes, vom Volk der Tukano, ist Lehrer und seit zwanzig Jahren in der Bewegung der Indigenen aktiv. Derzeit ist er Koordinator des Dachverbands der Indigenen Organisation des brasilianischen Amazonasgebietes (COIAB).
Carla de Jesus Dias, Biologin und Anthropologin, arbeitet seit 2005 für das brasilienweit tätige Institut für Umwelt und Soziales (ISA). Sie hat in Zusammenarbeit mit der FOIRN indigene Gemeinschaften am Unteren und Mittleren Rio Negro über vier Jahre begleitet.

Klimabündnis-Gemeinde

Leoben ist seit 1993 Klimabündnis-Gemeinde und damit Partner der indigenen Völker am Rio Negro. In der Steiermark umfasst das Klimabündnis mittlerweile 74 Gemeinden, 63 Bildungseinrichtungen sowie 112 Betriebe.
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