Ennstaler Feuerwehrleute kämpfen gegen die Brände in Nordmazedonien
- Schwierige Mission: Abschnittsbrandinspektor Thomas Fessl von der FF Irdning ist derzeit in Nordmazedonien im Einsatz.
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Abschnittsbrandinspektor Thomas Fessl übt die Funktion "Team Leader Steiermark" aus. Drei weitere Ennstaler sind am Einsatz beteiligt.
Thomas Fessl von der FF Irdning reiste am Mittwoch zum zweiten Mal nach Nordmazedonien. Er war bereits davor drei Tage lang im Krisengebiet im Einsatz. An der Mission in Nordmazedonien oder im Landesführungsstab sind insgesamt vier Mitglieder des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen eingesetzt. Thomas Fessl übt die Funktion "Team Leader Steiermark" aus, Hannes Mayerl (FF Gröbming) ist sowohl im Krisengebiet als auch in Lebring eingesetzt. Monika Haberl von der FF Trieben Werk ist im Landesführungsstab in Lebring verantwortlich für die Lageführung und Organisation des Mannschaftswechsels (Transfer, Zeltbelegung, Notpässe) und auch Florian Hubner von der FF Irdning unterstützt den Landesführungsstab.
- Monika Haberl (Kommandantin der Betriebsfeuerwehr Trieben Werk) und Hannes Mayerl bei der Lageführung im Landesführungsstab Steiermark in Lebring
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Chaos bei der Ankunft
Thomas Fessl kam am 4. August als einer der ersten Österreicher in Nordmazedonien an. Er spricht über die Ankunft: "Dort erwartete uns Chaos und eine sehr unübersichtliche Lage. Wir fuhren durch ein etwa 30 Kilometer langes Tal, welches komplett verraucht war, und die Flammen links und rechts von der Straße loderten. Es erfolgten eine Besichtigung des Platzes für unsere ‚Base of Operations‘ und erste Besprechungen mit den zuständigen Behörden. Es gab dort weder einen Stab noch jemanden, der eine Übersicht über die Lage hat, ja nicht einmal Kartenmaterial."
- Das Bild zeigt: Die Ausstattung der lokalen Feuerwehren ist nicht mit jener aus Österreich vergleichbar.
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"Es gibt so gut wie keine Feuerwehr dort"
Am 6. August war gerade eine Ruhephase geplant, als Fessl und seine Kameraden zu einem Notfall gerufen wurden. "Die Flammen drohten auf ein Dorf überzugreifen und wir rückten einsatzmäßig aus. Dort angekommen, sahen wir pure Panik bei der Bevölkerung – sie wollten bereits das Dorf evakuieren. Die Menschen dort bekämpfen das Feuer mit allem was sie haben, von der Schaufel bis zum nassen Ast. Schläuche oder ähnliches kennen sie nicht, es gibt auch so gut wie keine Feuerwehr dort", schildert Fessl die Lage vor Ort.
Bis zu 40 Meter hohe Flammen
Trotz extrem schlechten Wegen, die steil überseht mit Schlaglöchern sind, konnten die Feuerwehrleute die Einheiten auf einem Hügel zwischen dem Flammenmeer und dem Dorf in Stellung bringen. "Den ganzen Tag wurde hier das Feuer bekämpft und die Stellung gehalten. Am Nachmittag drehte dann der Wind und hier hatte ich das erste Mal richtig Angst. Innerhalb von ein paar Minuten brannte der komplette Hang mit Flammenhöhen bis zu 40 Meter über den Wipfeln ab. Unsere Einheiten mussten den Rückzug antreten. Durch vorher gesetzte Maßnahmen, wie Gegenfeuer, konnte das Dorf aber gehalten werden."
- Teilweise sind die Flammen der Brände bis zu 40 Meter hoch.
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Große Dankbarbeit der Menschen
Fessl führt weiter aus: "Die Dankbarkeit der Menschen war unglaublich. Wir wurden den ganzen Tag mit Essen und Getränken versorgt. Egal, wo im Land, bis hin zur Hauptstadt Skopje kamen Menschen auf uns zu und bedankten sich, dass wir da sind."
Selbst nach einem kleinen Malheur bei der Rückreise am Flughafen von Skopje spürten sie die Dankbarbeit der Menschen. Thomas Fessl hatte sich für einen Kameraden bei einem Polizisten dafür entschuldigt. "Ich bekam ein Lächeln und die Aussage: ‚No Problem! You can do what you want, because you are our heros“. Und das 200 Kilometer vom Krisengebiet entfernt.
Am Mittwoch ging es für Fessl zurück nach Nordmazedonien. Trotz aller Anstrengung und Schlafmangel freut sich der Irdninger Feuerwehrmann, wieder den Menschen helfen zu können.
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