Ortsreportage Ardning
Gemeinschaft und Familie prägen das Leben in der Gemeinde
- Das Gemeindegebiet von Ardning erstreckt sich über etwas mehr als 34 Quadratkilometer und umfasst drei Ortsteile.
- Foto: Gemeinde Ardning
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Bürgermeister Reinhard Metschitzer begeht im kommenden Jahr sein zehnjähriges Jubiläum als Ortschef von Ardning. Seine Philosophie war immer die Gemeinde für Familien und Kinder zu optimieren sowie die Schaffung von Wohnraum für junge Menschen. Diese Strategie ist voll aufgegangen: Ardning weist als eine von wenigen Gemeinden im Bezirk Liezen einen Zuzug auf.
ARDNING. Positive Effekte dadurch sind unter anderem die Auslastung der örtlichen Volksschule, die auch modernisiert wurde, sowie die Erweiterung des Kindergartens. Bei der Schule ist ohnehin ein Familienzentrum entstanden – mit dem Gemeinschafts- und Schulgarten sowie einem Spielplatz. Außerdem nehmen fast 30 Kinder an der Nachmittags- und Ferienbetreuung teil. Vereine des Ortes bieten zudem eigene Ferienprogramme für Kinder an.

Jedoch ist es Metschitzer ein ebenso großes Anliegen, die Anforderungen der älteren Generation zu erfüllen. Sein erstes Projekt als Bürgermeister war nämlich der Bau des Pflegeheims. "Es war mir ein großes Bedürfnis, dass die eigenen Leute in Ardning – in ihrer Heimat – in Würde altern können."
Ost- und Westeinfahrt
Ein weiteres Projekt, das in der Vergangenheit umgesetzt wurde, war unter anderem die Errichtung der Insektenhotels bei der Osteinfahrt – sie stehen jeweils für die Ortsteile der Gemeinde sowie für die Ardning Alm. Die Westeinfahrt galt hingegen lange Zeit als gefährliche Unfallstelle. Diese wurde entschärft und eine eigene Busspur zusätzlich errichtet. Generell sollen Geschwindigkeitsmessungen Rasern einen Strich durch die Rechnung machen. Der Verkehrsübungsplatz für Kinder und E-Biker soll zudem die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.
- Insektenhotels mit den Namen der Ortsteile
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Das Thema Trockenheit ist derzeit in aller Munde. Die Gemeinde Ardning setzt dabei neben Quellsanierungen auf Bewusstseinsbildung. Für die Befüllung der 45 privaten Schwimmbäder wird eine Gebühr von zwei Euro pro Kubikmeter verrechnet. "Die Leute müssen sich bei uns melden und wenn der Hochbehälter ausreichend befüllt ist, geben wir das Okay dafür", so der Bürgermeister.
"Mittel" gegen die Trockenheit
Mit dem Löschwasserbecken für die Feuerwehren, dass die ÖBB für die Bosruck-Tunnelsanierung gebaut hat und sich mit der Gemeinde teilt, stellt die Trockenheit ohnehin kein Problem mehr dar. Das Becken – mit Kraftwerk – beinhaltet eine Million Liter Wasser und steht auch den Landwirten für die Gülleaufbereitung oder Reinigungsarbeiten rund um den Stall zur Verfügung. Ein anderes Großprojekt ist das fünf Millionen Euro teure Rückhaltebecken, das kurz vor der Fertigstellung steht.
- Reinhard Metschitzer ist seit 2017 Bürgermeister von Ardning.
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Um die Attraktivität des Ortskerns zu steigern und die Aufenthaltsdauer zu verlängern, hat sich die Gemeinde Ardning einiges einfallen lassen. Eine dieser Maßnahmen sind die Plauderbankerln, die eine persönliche Gravur mit dem Namen des Unterstützers erhalten.
Nahversorger
Weiters ist ein überdachter Rastplatz für Radfahrer mit Ladestation vor dem Regional-Regal geplant. Für den Nahversorger, der vom Regionalmanagement Liezen gestartet wurde, wünscht sich der Bürgermeister weiter ausgedehnte Öffnungszeiten – am besten auch an Sonntag- und Feiertagen. Derzeit ist es nur für Mitglieder möglich, den Nahversorger rund um die Uhr zu betreten. "Mit dem Regional-Regal sind wir sehr zufrieden. Aber das geht halt nur mit Ehrenamtlichen, die die Regale einräumen und den Laden am Laufen halten", berichtet Reinhard Metschitzer. Neben einer fix angestellten Person lebt das Geschäft auch von den Lieferanten aus der Region sowie direkt aus dem Ort, die für die hohe Qualität der Produkte verantwortlich zeichnen.
- Das Ardninger Pflegeheim war das erste Projekt, das Bürgermeister Reinhard Metschitzer realisieren ließ.
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Das ausgezeichnete Zusammenleben zwischen Vereinen, Institutionen und Bürgern hebt Bürgermeister Reinhard Metschitzer explizit hervor. Speziell die Vereine bilden das Rückgrat der Gemeinde. Aus diesem Grund möchte er die Förderung für die 25 Vereine unbedingt beibehalten. "Das ist so wichtig für den Ort, weil ohne Vereine gibt's kein Dorfleben", erklärt Metschitzer, der anfügt: "Die Feuerwehr ist für mich kein Verein, sondern eine enorm wichtige Institution." 2029 erhält die FF Ardning ein neues Fahrzeug. Die Musikkapelle, die der Bürgermeister als sein "persönliches Juwel" betrachtet, wurde in der Vergangenheit mit Uniformen gefördert. Generell sorgen Veranstaltungen für Belebung des Ortes.
- Die perfekte Wahl zur Abkühlung: Das Freibad in Frauenberg erfreut sich im Sommer hoher Beliebtheit.
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Die Gemeinde beherbergt einige besondere Plätze. Neben dem Ardninger Moor oder der Ardning Alm ist das insbesondere der Gemeinschafts- und Schulgarten. Auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern können Mitglieder ernten, was das Herz begehrt. Ein schöner Pavillon im Freien, der für alle frei zugänglich ist, rundet das Angebot ab. Höhepunkt ist jedoch das jährliche Erntedankfest zu Herbstbeginn (19. September). Ebenfalls einen Besuch wert ist im Sommer das Naturbad Frauenberg und natürlich die Wallfahrtskirche in Frauenberg, die ganzjährig zahlreiche Pilger und Besucher aus nah und fern anlockt.
- Der Gemeinschaftsgarten bildet den Schauplatz für das Erntedankfest, das heuer am Samstag, 19. September, stattfindet.
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Abschließend bedankt sich Bürgermeister Reinhard Metschitzer bei seinem "engagierten Gemeindevorstand", der aus Vizebürgermeisterin Angelika Enhuber (Obfrau des Gemeinschafts- und Schulgartens) und Kassier Jürgen Koinegg (Kommandant-Stellvertreter der FF Ardning) besteht. Er lobt auch die gute Zusammenarbeit sowie den wertschätzenden Umgang im Gemeinderat. "Und wenn wir uns nicht einig sind, dann diskutieren wir es aus", fügt Metschitzer lachend an.
Alle Infos zum teilnehmenden Betrieb:
Marias Lernstudio
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