Ausflugsziele im Bezirk Liezen
Wenn Gäste ihre absurdesten Beschwerden online teilen
- Laut einer Google-Bewertung sieht es so zwischen dem Liezener Bahnhof und dem Eli aus (KI-generiertes Bild).
- Foto: ChatGPT
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Kurios bis fassungslos: Wir haben uns durch die Google-Bewertungen heimischer Ausflugsziele – vom Gesäuse bis auf den Dachstein – gekämpft und dabei ein paar Schmankerl entdeckt.
BEZIRK LIEZEN. Wer in der heutigen Zeit einen Besuch im Gasthaus, Schwimmbad, Museum oder auf dem Berg plant, erkundet sich häufig im Vorfeld im Internet anhand von Rezensionen darüber. Dass diese Bewertungen oft aufgrund persönlicher Abneigungen absichtlich falsch abgegeben werden, ist bekannt und stellt für viele Firmen und Betreiber ein großes Problem dar.
- Im Internet kennt der Bewertungswahn keine Grenzen.
- Foto: NiroDesign/panthermedia
- hochgeladen von Nina Meißl
Manche Kommentare lassen einen aber auch sprachlos zurück oder sorgen einfach für Irritation. So geschehen in Sankt Gallen: Beim Wassererlebnispark schreibt jemand: "Zu viele Leute, da sehnt man sich fast nach Corona mit Zugangsbeschränkungen. Mir wäre es lieber, der Eintritt würde das Doppelte kosten und dafür wäre nur die Hälfte Leute hier. Aber ist halt so." Tja, dass in den Sommerferien nahezu alle Familienausflugsziele gut gebucht sind, kommt eben nicht wirklich überraschend – oder doch?
Ein Gast am Dachstein schaut dagegen mehr als nur penibel aufs Geld: "Bei diesem Preis erwarte ich mehr Service. War froh, dass ich mit der Sommercard fahren konnte." Übersetzt bedeutet das: Diesem Besucher war die kostenlose Auffahrt auf den Gletscher zu teuer ...
"Doofe" Hängebrücke
Eine Touristin mit panischer Angst hat sich ebenfalls auf den höchsten Berg der Steiermark gewagt, die Hängebrücke stellte dann aber ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie gibt an: "Für mich, die Höhenangst hat (in der Gondel kann man ja die Augen zumachen, geht aber schlecht auf der Brücke), war das jetzt schon doof." Dem ist nichts hinzuzufügen.
- "Augen zu und durch." Dieses Sprichwort trifft wohl nicht immer zu ...
- Foto: Herbert Raffalt
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Bewertungen werden bekanntlich meist nur dann verfasst, wenn die – meist zu hohen und nicht gerechtfertigten – Ansprüche des Gastes nicht vollends erfüllt werden. In einigen Fällen, wie am Badesee Pichl, bringt bereits eine gesündere Alternative das Fass zum Überlaufen. Ein Besucher berichtet: "Ich habe für eine Cola eine Cola Light bekommen."
Dorftratsch im Ruheraum
Im Dachstein-Bad Ramsau musste ein deutscher Tourist harte Stunden "ertragen". Er beklagte: "Der Ruheraum ist leider keiner, weil sich insbesondere Einheimische lautstark unterhalten und selbst die Bitte um Ruhe ignorieren und sich gegenseitig den neusten Dorftratsch lautstark erzählen." Dürfte dennoch ziemlich spannend gewesen sein, sonst hätte der Herr gar nicht wissen können, worum es geht ...
- Der neueste Dorftratsch dürfte nicht für alle Menschen interessant sein (KI-generiertes Bild).
- Foto: ChatGPT
- hochgeladen von Christoph Schneeberger
In der Grimmingtherme Bad Mitterndorf würde wohl selbst Sherlock Holmes nicht herausfinden, was mit folgendem Eintrag genau gemeint ist: "Eine schöne große Saunalandschaft, aber leider leidet das Saunaholz aufgrund der Fünf-Euro-Gebühr pro Handtuch ohne Tauschmöglichkeiten und das sieht man ihm an." Ein weiterer User dürfte die Therme mit einem Wallfahrtsort verwechselt haben – kann ja mal passieren. "Der Ort selbst ist hübsch, aber die Verkaufsstände im Bereich der Basilika sehen verwahrlost aus."
Bewertung ohne Besuch
Wer ins Eli Einkaufszentrum Liezen will, muss sich laut Kommentar schon mal durch Menschenmassen wie in einer asiatischen Großstadt kämpfen: "Shopping war super, doch der Weg vom Bahnhof ins Eli ist ein Albtraum: Fußgänger sind immer im Weg." Da stellt sich die Frage: Welcher Bahnhof ist gemeint? Der Liezener ist bekanntlich keine 100 Meter von der Eli-Tiefgarage entfernt.
"Ich weiß es nicht, bin nicht dort gewesen." Mit diesem Eintrag vergibt ein potenzieller Kunde des Einkaufszentrums einen Stern. Das ist wohl der perfekte Schlusssatz für den Bewertungswahn unserer Zeit.
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