Landesrechnungshof
Schladminger Krankenhaus schneidet schlecht ab

Die Klinik Diakonissen Schladming sieht sich mit einer sinkenden Auslastung konfrontiert.
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  • Die Klinik Diakonissen Schladming sieht sich mit einer sinkenden Auslastung konfrontiert.
  • Foto: Klinik Diakonissen Schladming/Christoph Huber
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Rückläufige Belagstage und damit verbunden eine ständig sinkende Auslastung verzeichnet die Klinik Diakonissen Schladming. Dies geht aus dem jüngsten Prüfbericht des Landesrechnungshofes unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch hervor.Der Betrieb der Gynäkologie und Geburtshilfe wurde angesichts der Leistungsdaten sogar als „kritisch“ eingestuft.

Die Auslastung des Krankenhauses und dessen Leistungsdaten wurden seitens der Prüfer des Landesrechnungshofes einer eingehenden Analyse unterzogen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Innerhalb des dreijährigen Prüfzeitraums wurde die geplante Soll-Auslastung von 85 Prozent nicht annähernd erreicht. Vielmehr lag 2015 die Auslastung bei 71 Prozent, 2017 waren es gar nur mehr 61 Prozent. Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe kam dabei nie über 50 Prozent, was seitens des Rechnungshofes als kritisch angesehen wird.

Leitspital "positiv" für Region

Solch niedrige Werte seien eine Bestätigung des vorliegenden Regionalen Strukturplans Gesundheit mit seinen für den Bezirk Liezen verordneten Strukturveränderungen, kommen die Prüfer zum Schluss. Weiter heißt es im Bericht, dass diese Maßnahmen sowie das Projekt Leitspital für diese Region daher „positiv zu würdigen“ seien.

Weitere Auffälligkeiten

Auch andere Daten geben zu denken: So zeigt sich, dass die Klinik Diakonissen Schladming im Vergleich zu den anderen konfessionellen Spitälern in der Steiermark die 1,6-fache bis 3,5-fache Abgangsdeckung erhält – und zwar aus Steuermitteln aus dem steirischen Landesbudget. Weiters wurde seitens des Landesrechnungshofes festgestellt, dass die Klinik das Bundesvergabegesetz nicht anwendet, obwohl sie sich als öffentlicher Auftraggeber daran halten müsste.

Versorgung wird positiv hervorgehoben

Bei aller Kritik halten die Prüfer aber auch fest, dass sich das Schladminger Krankenhaus einer bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung im oberen Ennstal verpflichtet sieht. Auch werden die mittlerweile angelaufenen Bemühungen im Bereich der Qualitätssicherung und des Risikomanagements positiv hervorgehoben.

Die Klinik Diakonissen Schladming sieht sich mit einer sinkenden Auslastung konfrontiert.
Der Landesrechnungshof legte unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch den Prüfbericht vor.
Autor:

Christoph Schneeberger aus Liezen

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