Das Rosegger-Jahr 2018 ist eröffnet, feierlicher Auftakt des Gedenkjahres

Peter Rosegger: Das ganze Land gedenkt dem Dichter.
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Krieglach: Peter Rosegger der "Waldbauernbub", der Dichter, der Schriftsteller, der kritische Journalist aus Krieglach. Er zählt zu den bekanntesten Steirern. 2018 gedenkt das ganze Land des 100. Todestages von Peter Rosegger und feiert seinen 175. Geburtstag. Letzte Woche wurde in Graz das Rosegger-Jahr offiziell eröffnet.

Veranstaltungen im Rosegger-Jahr

65 Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte stehen heuer auf dem Programm. Das Highlight in seiner Heimat: die Roseggerfestspiele. "Jakob der Letzte" von Felix Mitterer, nach dem Roman von Peter Rosegger, ist ab Juli im Veranstaltungszentrum zu sehen. "Die Marktgemeinde Krieglach ist mit dem Namen des Dichters untrennbar verbunden. Rosegger hat seiner Heimat den Namen ‚Waldheimat’ gegeben, welcher auch ein geographischer Begriff der Region geworden ist. Mit großer Freude erwarten wir die diesjährigen Roseggerfestspiele unter der Regie von Georg Schütky. Mit der Aufführung des Mitterer-Stückes ‚Jakob der Letzte’, frei nach Peter Rosegger, werden der Roseggerheimat und darüber hinaus der ganzen Region wertvolle Impulse gegeben, die zum Selbstverständnis beitragen und Identität stiften", so Krieglachs Bürgermeisterin Regina Schrittwieser.

Das Gedenkjahr für Peter Rosegger

In der ganzen Steiermark wird mit unterschiedlichsten Veranstaltungen Peter Rosegger gedacht. Die Aktivitäten sollen den Heimatdichter wieder stärker ins Bewusstsein rufen, aber auch unbekannte Aspekte Roseggers thematisieren. Beispielsweise zeigt das Rosegger-Museum in Krieglach die Rolle Roseggers als Gesellschaftskritiker, politischer Aktionist und bürgerlicher Steirer. Große Kulturorganisationen wie die Styriarte, die Oper Graz, die Landesbibliothek, das Universalmuseum Joanneum oder die Volkskultur Steiermark beteiligen sich genauso am Jubiläum wie kleinere Vereine und Organisationen. Der Auftakt des Veranstaltungsreigens ist am Wochenende mit der Buchpräsentation von Irene Pfleger und Jakob Hiller bereits gefallen. Sie präsentierten im Veranstaltungszentrum Krieglach ihr neues Buch "Peter Rosegger & der Humor" mit humorvollen Texten des Dichters, Fotos und Illustrationen der beiden Herausgeber.

Eröffnung des Rosegger-Jahres in Graz

Offiziell eröffnet wurde das Rosegger-Jahr letzte Woche im Museum der Geschichte in Graz mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Krieglachs Bgm. Regina Schrittwieser, der Geschäftsführerin der Volkskultur Steiermark, Monika Primas, dem Rosegger-Experten Gerald Schöpfer, Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem und dem wissenschaftlichen Leiter des Universalmuseums Joanneum, Wolfgang Muchitsch.
Alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr finden Sie unter www.peter-rosegger.at. 

Roseggerbund Waldheimat Krieglach

Schon seit dem Jahr 1926 bemüht sich der Roseggerbund Waldheimat Krieglach um das Andenken an den steirischen Dichter. "Wir sind eine literarische Vereinigung. Uns geht es darum, dass die Literatur von Peter Rosegger nicht in Vergessenheit gerät", erklärt Obmann Johann Reischl. Das diesjährige Jubiläumsjahr ist auch für den Roseggerbund etwas Besonderes, vor allem weil man mit der 35. Roseggerwoche vom 30. Mai bis 9. Juni ein Jubiläum feiert.

Werke von Peter Rosegger

Johann Reischl ist schon seit 30 Jahren Obmann des Roseggerbundes, der über 450 Mitglieder zählt. "Als ich als Lehrer damals nach Krieglach gekommen bin, habe ich davor über den Sommer gleich sechs Romane von Peter Rosegger gelesen. Ich dachte mir, wenn ich in Krieglach dann Deutsch unterrichte, muss ich mich damit auskennen. So begann die Leidenschaft für seine Werke. Mir gefallen vor allem seine Gedichte, wo sehr viele davon unbekannt sind, weil sie in keinem Buch erschienen sind. Ich lese gerne 'Die Schriften des Waldschulmeisters' und 'Jakob der Letzte' ist mein Lieblingsroman", erklärt Reischl.

Roseggerwoche & Adventgala

Das ganze Jahr hindurch veranstaltet der Roseggerbund Konzerte, Lesungen, Liederabende, Literaturwanderungen rund um die Werke des Heimatdichters. Highlights jedes Jahr sind die Roseggerwoche im Frühsommer und die Adventgala im Dezember. "Das Schönste ist, dass man so viel von den Besuchern zurückbekommt bei den Veranstaltungen. Sie sind mein ganzer Stolz", sagt Reischl. Ideen hätte Reischl noch für weitere zehn Jahre, die würden ihm nie ausgehen. Reischl, der bald 70 Jahre alt wird, arbeitet seit einiger Zeit aber an einem Generationenwechsel im Roseggerbund. Er will ihn in jüngere Hände geben.
Rein hypothetisch, würde Peter Rosegger noch leben, was würden Sie ihm sagen wollen? "Herr Rosegger ich nehme mir ein Beispiel an Ihnen, dass sie in allen Problemen, die sie aufgegriffen haben, immer kompromisslos zu ihrer Meinung gestanden sind. Egal, ob es gelegen oder ungelegen war", sagt Reischl.

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