Historischer Rundgang
Eine Entdeckungsreise durch Wartbergs Vergangenheit
- 53 Schautafeln sind auf dem Gemeindegebiet von Wartberg angebracht.
- Foto: Eric Dopler-Amairi
- hochgeladen von Lukas Berger
Seit mittlerweile drei Jahren porträtiert der historische Rundgang in Wartberg mit 53 Schautafeln die Geschichte des Ortes anhand ihrer Gebäude, Plätze und ihrem Nutzen für die damals ansässige Bevölkerung. Enstanden ist er durch eine Initiative von Ursula Rothwangl.
WARTBERG. Die in Wartberg aufgewachsene Ursula Rothwangl beschäftigt sich seit Jahren mit der Ortsgeschichte Wartbergs und hat zahlreiche Informationen zu Gebäuden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie historischen Entwicklungen zusammengetragen. "Angefangen hat es damit, dass ich einer Lehrerin zuhörte wie sie Kindern etwas über Wartberg erzählte und war dann so baff, dass ich mich daraufhin mit dem damaligen Bürgermeister Jochen Jance in Verbindung setzte und meinte, dass da etwas gemacht gehört. Und so hat alles angefangen. Wir wollten die Geschichte des Ortes wieder zum Leben erwecken."
- Die Tafeln seien auch seh wichtig für den Austausch im Ortskern erzählt Rothwangl.
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Gemeinsam mit der Gemeinde und mit der Unterstützung durch eine EU-Förderung wurden viele der alten Häuser in Wartberg mit Tafeln versehen und diese beschrieben. "Wartberg war ein sehr reicher Ort, sehr viele Fuhrleute waren in der Gemeinde und fast jedes Haus war ein Gasthaus, dadurch wurde sehr viel Geld eingenommen", so Rothwangl. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Ortes war seine Lage an der historischen Handelsroute zwischen Wien und Triest, die im 14. und 15. Jahrhundert bereits für ihre florierende Eisen- und Stahlindustrie bekannt war. Diese Verkehrsverbindung trug wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung Wartbergs bei.
Die Geschichte von Wartberg
Die Gemeinde Wartberg wurde um 1155 gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte kurz vor dem Jahr 1158. Im Mittelpunkt des Rundgangs stehen historische Gebäude im Ortskern wie etwa die Kirche, sowie deren Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Dabei werden nicht nur bauliche Veränderungen dokumentiert, sondern auch die damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt.
- Mit dem Rundgang soll das vorhandene Wissen über die Geschichte Wartbergs langfristig gesichert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
- Foto: Pesendorfer
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"Das Ortszentrum von Wartberg war früher ein Treffpunkt, an dem sich Geschäfte und Einrichtungen aneinander reihten und sich das gesellschaftliche Leben abgespielt hat", erzählt Rothwangl. Außer dem Ortszentrum sind auch die beiden Seitentäler Spregnitzgraben und Scheibsgraben mit Tafeln ausgestattet. Der historische Rundgang thematisiert unter anderem die Lebensumstände der Bevölkerung zur damaligen Zeit, die Bedeutung von Handel und Gewerbe, örtliche Traditionen sowie die Rolle von Gastronomie und Kirche als Einrichtungen des öffentlichen Lebens.
Aufbau des Rundgangs
"Besonders bemerkenswert ist die hohe Bereitschaft der Bevölkerung, ihre historischen und geschichtlichen Kenntnisse zu teilen, was von einem starken Gemeinschaftsgefühl und einem tiefen Bewusstsein für die eigene Geschichte und Kultur zeugt. Viele Bewohnerinnen und Bewohner erfahren dabei oft erst, wie alt ihre Häuser tatsächlich sind", schildert die Initiatorin des Projektes. Die einzelnen Stationen des Rundgangs werden durch historische Fotografien, Pläne und schriftliche Informationen ergänzt. Dabei gibt es auch viele Informationen zu entdecken, die vielen Einheimischen bislang nicht bekannt waren.
- Gemeinsam mit der Gemeinde und der Bevölkerung trug Ursula Rothwangl sämtliche Informationen aus den Chroniken zusammen und gestaltete den Rundweg.
- Foto: Pesendorfer
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Die Inhalte werden auf insgesamt 50 wetterfesten Informationstafeln präsentiert, die an den jeweiligen Originalstandorten angebracht sind. Dadurch können historische Entwicklungen direkt vor Ort nachvollzogen werden. Mit dem Rundgang soll das vorhandene Wissen über die Geschichte Wartbergs langfristig gesichert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
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