Follow me Award 2026
Deshalb blieb Andreas Ebner seinen Kunden in Murau treu
- Andreas Ebner von Forst- & Gartengeräte Ebner in Murau ist für den Follow me Award nominiert.
- Foto: Forst-Garten Ebner, WKO Steiermark 2026
- hochgeladen von Julia Gerold
Als die Filiale seines früheren Arbeitgebers schloss, wagte Andreas Ebner in Murau den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute führt er den Standort mit eigener Werkstatt weiter und wurde für den Follow me Award 2026 für die Region Murau-Murtal nominiert. Bis 31. Oktober kann täglich einmal für den Murauer abgestimmt werden.
MURAU. Als die Murauer Filiale seines früheren Arbeitgebers geschlossen wurde, stand Andreas Ebner vor einer wichtigen Entscheidung: anderswo neu anfangen oder den bekannten Standort in der Keltensiedlung auf eigene Rechnung weiterführen. Er entschied sich für die Selbstständigkeit. Seit April 2025 betreibt er dort sein eigenes Unternehmen für Forst- und Gartengeräte. Für diesen Schritt wurde er von der WKO Regionalstelle Murau-Murtal für den Follow me Award 2026 nominiert.
Geblieben, wo ihn die Kunden brauchen
Als der Filialleiter in Pension ging, wurde der Standort der Firma Spindelböck geschlossen. Vier Jahre lang hatte Andreas Ebner dort die Werkstatt geleitet. Plötzlich war das Geschäft leer, die Telefone liefen heiß und die Zukunft war offen. Mehrere Firmen zwischen Murau und Tamsweg hätten ihn gerne eingestellt. Gleichzeitig fragten die Kunden, wo sie ihre Motorsägen, Rasenmäher und anderen Gartengeräte künftig reparieren lassen könnten.
- Der Standort in Murau.
- Foto: ForstGartenEbner
- hochgeladen von Julia Gerold
Ebner überlegte lange. „Ich bin schon eher der, der gern zweimal überlegt. Und dann machen wir es aber gescheit“, sagt er. Auch mit seiner Frau sprach er die Möglichkeiten immer wieder durch. Schließlich bestärkte sie ihn darin, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Im April 2025 sperrte er am vertrauten Standort wieder auf – diesmal als eigener Unternehmer.
Für Michael Gassner, Leiter der WKO Regionalstelle Murau-Murtal, ist das ein wichtiger Beitrag für die Region. Ebner hätte beruflich anderswo neu anfangen können, blieb aber dort, wo ihn seine Kundschaft kennt und braucht. Deshalb wurde er für den Follow me Award 2026 nominiert. Jetzt kann man für den Murauer noch bis zum 31. Oktober abstimmen.
Handwerk, Erfahrung und ein gutes Gespür
Die Voraussetzungen für den eigenen Betrieb brachte Ebner bereits mit. Er hatte in Oberwölz den Beruf des Landmaschinenmechanikers gelernt und sich in der landwirtschaftlichen Fachschule in Tamsweg auch das unternehmerische Wissen angeeignet. Dazu kam ein Arbeitszeugnis, das seine vierjährige Tätigkeit als Werkstättenleiter bestätigte. Mit diesen Nachweisen konnte die Gewerbeberechtigung auf den Weg gebracht werden.
Lieber selbst reparieren als einschicken
Seine beruflichen Wurzeln liegen bei Traktoren und großen Landmaschinen. Die kleineren Geräte interessierten ihn anfangs weniger. Heute hat er gerade daran Freude gefunden. „Da brauchst du oft bei einem Motor länger beim Reparieren als bei einem Traktor“, erklärt Ebner.
Bei der Auswahl seines Sortiments bleibt er seiner Linie treu: Er verkauft nur Marken, deren Geräte er in der eigenen Werkstatt auch selbst zerlegen und reparieren kann. Denn muss ein Gerät erst eingeschickt werden, kann es für die Kunden lange ausfallen. „Die Kunden hätten mit dem Einschicken vier Wochen keinen Rasenroboter. Und ich kann nicht beeinflussen, wie die Reparatur gemacht wird“, sagt er.
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