Fokus Frau
Grete Gruber: "Ich mache es einfach"

Grete Gruber hilft, wo sie nur kann. Hier beim Roten Kreuz.
  • Grete Gruber hilft, wo sie nur kann. Hier beim Roten Kreuz.
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Judenburgs Bürgermeisterin a. D. hilft bei vielen Institutionen mit.

JUDENBURG. Immanuel Kant hat die Judenburgerin Margarete Gruber nicht gekannt. Sein kategorischer Imperativ beschreibt sie aber treffend. Sie lebt nämlich so, dass es allgemein Gesetz sein könnte. „Kulturelles und Soziales“, gibt sie zur Antwort, wenn man fragt, wofür sie sich einsetzt. Weil für sie alles selbstverständlich ist, muss sie über Details erst nachdenken.

Vielseitig

Aktiv arbeitet sie im Stadtmuseum und im Museum Murtal, bei Letzterem schon im Vorfeld, nämlich im Arbeitskreis Falkenberg. Einmal wöchentlich ist sie Verkäuferin im Vinzimarkt. Als stellvertretende Obfrau des Vereines KZ-Nebenlager Bretstein hilft sie bei der jährlichen Mahn- und Gedenkfeier. Gemeinsam mit Franz Bachmann und Egon Haar hat sie eine Amnesty-Gruppe gegründet. „Wir haben viel veranstaltet und viel Geld erarbeitet“, erinnert sie sich.

Hilfreich 

Als sie erfahren hat, dass die Rot Kreuz-Fahrer Patienten in die Ambulanz bringen und sie aus Zeitmangel ungern allein zurücklassen, hat sie sich sofort der Idee von Peter Schlacher und Karl Lechner für einen Rot Kreuz-Ambulanzdienst angeschlossen. Abwechselnd mit zehn Frauen, die sie zum Mitmachen animiert hat, hilft sie den Zurückgelassenen. „Manchmal hören sie schlecht, sind verängstigt oder irritiert“, berichtet sie. Im Ambulanzeinsatz spürt sie, wer Hilfe braucht. Ein paar gute Worte und vor allem die Hilfe zur Orientierung wirken Wunder.

Freundschaftlich

Für Freunde ist Margarete Gruber „die Grete“ - und sie hat sehr viele Freunde. Mit einigen verbindet sie ihre Kindheit, Jugend- und Schulzeit, andere sind im Laufe ihres Lebens in ihren Kreis aufgenommen worden. In ihrem Haus und Garten hat sie gerne Gäste. „Ich koche gerne, aber für mich allein zu kochen, quält mich“, sagt sie. Eine Familienfeier mit 30 Personen „schmeißt“ sie mit links. Berühmt ist ihr „Mädelstreff“, wo für etwa 30 Frauen gekocht wird. Regelmäßige Besuche im Altenheim, bei erkrankten und gesunden Freunden gehen sich nebenher immer aus. Sie kommt nicht mit leeren Händen, meist hat sie Selbstgebackenes in ihrer Tasche. Berühmt und heiß begehrt ist ihr Apfelstrudel.

Solidarisch

Ihre soziale Ader hat Grete Gruber offenbar von ihrer Mutter Johanna Reiter geerbt. Als Grete sieben Monate alt war, ist ihr Vater im Werk tödlich verunglückt. Mutter und Tochter wohnten in einer Zimmer-Küche-Wohnung, Wasser und Klo am Gang. Dennoch war es selbstverständlich, die Söhne einer Verwandten wegen deren Krankheit für ein Jahr aufzunehmen. Es geht um Hans und Peter Turrini, Letzterer ist der bekannte Autor.

Politisch

Gretes Mutter war für die Kinderfreunde aktiv und diese waren auch Gretes Einstieg in die Politik. Weiter ging es über die Sozialistische Jugend in den Gemeinderat und von dort zur Kulturreferentin, Vizebürgermeisterin, Landtagsabgeordneten und Bürgermeisterin. „Das Motto vom Roten Kreuz ,aus Liebe zum Menschen´ gefällt mir“, so Grete Gruber. Wer immer und wo immer sie gebraucht wird, ist sie zur Stelle. Aber: Wenn ihre Kinder oder Enkelkinder sie brauchen, hat das absolute Priorität.

Fokus Frau: Ein zuckersüßes Duo

Info

Grete Gruber war Bürgermeisterin von Judenburg und engagiert sich jetzt in zahlreichen Institutionen.
Fokus Frau: Wir stellen ab sofort regelmäßig starke Frauen aus der Region in dieser Rubrik vor.
Autor:

Murtaler WOCHE aus Murtal

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