Chance durch Bildung
Wie Jugendliche ihr Wohlbefinden im Schulalltag erleben

An den Tischen verbringen Schüler und Lehrer viel Zeit.  Wie kann man dort das Wohlbefinden steigern? Das versuchen Jugendliche zu erklären. | Foto: BG/BRG Knittelfeld
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Die Schülerinnen und Schüler vom BG/BRG Knittelfeld gaben Einblicke in ihr Leben. Dieses Mal wurde über die Schule geschrieben. Ein Ort an dem die Jugendlichen sehr viel Zeit verbringen.

KNITTELFELD. Wenn Erwachsene über Schule reden, geht es oft nur um Noten, Prüfungsstress, Faulheit oder die Zukunft. Aber unser Alltag besteht aus viel mehr. Für uns 15-Jährige ist Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum, in dem man Freundschaften schließt, Neues ausprobiert und gemeinsam stark wird. Wir dürfen jetzt in puncto Wohlbefinden in der Schule auch eine Note vergeben.

Ein Ort voller Möglichkeiten

Natürlich gibt es Phasen, in denen wir uns überfordert fühlen. Natürlich ist Lernen nicht immer leicht und lustig – ABER notwendig und schaffbar. Besonders in Prüfungszeiten liegt der Druck schwer auf unseren Schultern. Aber wenn wir genauer hinschauen, gibt es gleichzeitig unzählige Angebote, die unser Wohlbefinden stärken – auch beim Lernen. Ob im Lerncafé, in Förderkursen, bei gemeinsamen Lernnachmittagen oder dem last-minute-Vorbereiten in der Pause. Glücklicherweise sind die Phasen großen Leistungsdrucks recht dünn gesät und haben starke Gegenspieler. Schon die gemeinsamen Reisen gehören dazu: Sportwoche, Sprachreise, Erasmus+-Mobilitäten, Exkursionen oder Projekttage – diese Erlebnisse schweißen uns zusammen und schaffen Erinnerungen, die lange bleiben. „Da lassen wir gerne auch das Handy in der Hosentasche!“ Auch im Alltag wird viel geboten: Wer Musik liebt, kann im Chor oder in der Schulband mitmachen. Andere vertiefen ihr strategisches Denken im Schachkurs, wieder andere probieren neue Sportarten aus. Das Gefühl, im Team etwas auf die Beine zu stellen, motiviert und stärkt unser Selbstvertrauen.

Unterstützung, wenn es mal schwierig wird

Nicht zu vergessen sind die Menschen, die für uns da sind. Das Buddysystem hilft vor allem neuen Schülerinnen und Schülern, sich schnell zurechtzufinden. Mediatoren unterstützen bei Konflikten. Wichtig sind die Vertrauenslehrer, die immer ein offenes Ohr haben – egal ob es um persönliche Probleme oder schulische Sorgen geht. Selbst in Prüfungsphasen erleben wir, dass wir nicht allein sind. Lehrkräfte nehmen sich Zeit, erklären Aufgaben erneut oder geben Tipps zur Organisation. Dadurch lernen wir, den Druck auszuhalten und trotzdem unser Bestes zu geben. Besonders hervorzuheben ist auch die Unterstützung durch unseren Schulverein KUBUS sowie den Elternverein. Sollten Erlebnisse finanziell schwer zu stemmen sein, wird hier geholfen, damit wirklich alle unvergessliche Momente erleben können.

So beschreiben Lilli Lanzmaier und Lena Steinegger Wohlbefinden. | Foto: BG/BRG Knittelfeld
  • So beschreiben Lilli Lanzmaier und Lena Steinegger Wohlbefinden.
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Schule als Lebensraum und Chance zur Entwicklung

Auch kleine Dinge tragen zum Wohlbefinden bei. Natürlich kann man sich beim Schulbuffet etwas Wohltuendes mitnehmen. Weitaus mehr findet man allerdings selbst: Wer möchte, absolviert eine Mediationsausbildung, erwirbt den Unternehmerführerschein oder setzt eigene Fächerschwerpunkte. Schritt für Schritt lernen wir, unsere Persönlichkeit zu formen – sei es durch Worte, kreative Werke, optische Statements oder musikalische Vorlieben. Das größte Wohlbefinden entsteht jedoch im Lernen selbst: Wir haben keine Angst davor, Fehler zu machen oder bloßgestellt zu werden. Entscheidend ist, dass wir Fragen stellen dürfen, Unterstützung bekommen und gemeinsam arbeiten – an einer Zukunftsvision für uns selbst. So wird Lernen nicht zur Prüfungssituation, sondern zu einer Erfahrung, die uns stark macht und die wir uns selbst aussuchen. Wir werden im „Wir“ zum „Ich“ und entdecken, was uns einzigartig macht.

Mehr Einblicke in das Leben der Jugendlichen gibt es im Jugendmagazin. | Foto: MeinBezirk
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Fazit: Schule ist manchmal stressig, aber durch die vielen Angebote und die Unterstützung wird sie zu einem Ort, an dem Wohlbefinden nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern jeden Tag neu spürbar wird. Note: Sehr gut.

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