Umstrittene Deponie
"Das ist ein Anschlag auf die Lebensqualität"

Hier soll die Baurestmassendeponie in Fisching entstehen.
  • Hier soll die Baurestmassendeponie in Fisching entstehen.
  • Foto: Verderber
  • hochgeladen von Stefan Verderber

Geplante Deponie in Weißkirchen erhitzt weiterhin die Gemüter. Die Betreiber sprechen von "sicherer Lagerung" und wollen die Gemeinde informieren.

WEISSKIRCHEN. Die geplante Deponie im Weißkirchner Ortsteil Fisching sorgt weiterhin für Aufregung. Die Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH will dort wie berichtet auf rund 950.000 Kubikmetern Baureste lagern, auf einem Drittel davon Asbest. „Die Errichtung einer Baurestmassendeponie in einer bereits vollständig abgebauten Kiesgrube ist eine optimale Nachnutzung einer bereits jetzt gewerblich genutzten Fläche“, sagt Geschäftsführer Michael Vanek.

"Beste Lösung"

Eine Vorprüfung habe ergeben, dass der Standort geeignet sei. In Fisching deponiert werden sollen etwa Betonabbruch, Ziegel, Mörtel und Gips. Im Asbestkompartiment sollen unter anderem Eternitdächer sowie Mineralfaserwolle gelagert werden. „Die sichere Endlagerung in einer Deponie ist die beste Lösung für die Entsorgung von diesen Materialien“, heißt es beim Unternehmen. Bei einem positiven Bescheid würde die Errichtungsphase rund sechs Monate dauern, gleich danach soll der operative Betrieb aufgenommen werden.

Gemeinde wehrt sich

Die Marktgemeinde Weißkirchen will das freilich verhindern. „Wir wollen nicht den Müll aus ganz Österreich hier haben. In der Gemeinde ist das derzeit ein großes Thema, die Leute machen sich Sorgen“, sagt Bürgermeister Ewald Peer (ÖVP). Er will einen Rechtsbeistand beauftragen und „im Sinne unserer Bürger handeln“.Die SPÖ hat sich ebenfalls bereits gegen das Vorhaben ausgesprochen. Gemeinderat Ernst Deu von der Bürgerliste „Unsere Umwelt“ schreibt: „Die Deponie ist ein klarer und brutaler Anschlag auf die Lebensqualität der Weißkirchner.“

"Undurchsichtig"

Bedenken der Anrainer und der Gemeinde wolle man bei der Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH ernst nehmen. „Die Gespräche mit der Gemeinde wurden bereits eingeleitet“, sagt Vanek. Vom Bürgermeister wird das auch bestätigt. Aber: Nächste Woche soll es lediglich eine Infoveranstaltung für den Gemeinderat geben, eine solche Veranstaltung für alle Bürger wurde vorerst abgesagt. Das eingereichte Projekt liegt jedenfalls bis 23. Oktober bei der Gemeinde zur Einsichtnahme auf. Ob sich das auch viele Bürger ansehen? „Der Großteil ist damit überfordert. Das ist ein 15 Zentimeter hoher Akt, für den Otto Normalverbraucher einfach undurchsichtig“, sagt der Ortschef.

Widerstand gegen geplante Deponie
Autor:

Stefan Verderber aus Murtal

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