Pölstal
"Soviel Blödsinn habe ich selten gesehen"

Bürgermeister Alois Mayer mit Vertretern der Lawinenkommission.
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  • Bürgermeister Alois Mayer mit Vertretern der Lawinenkommission.
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Bürgermeister ärgert sich über Tourengeher mitten im Katastrophengebiet, Situation ist nach wie vor "lebensgefährlich".

PÖLSTAL. "Es ist unfassbar, genau davor haben wir immer gewarnt". Bürgermeister Alois Mayer kann es selbst nicht glauben. Bei einer routinemäßigen Lawinenbeurteilung entdeckte die Lawinenkommission Spuren von mehreren Tourengehern am Geierkogel nahe St. Johann am Tauern.

Fahrlässigkeit

In der Gemeinde Pölstal gilt nach wie vor der Katastrophenzustand. Einige Tourengeher haben sich offensichtlich trotzdem nicht davon abhalten lassen, einen Ausflug auf den Berg zu machen. "So schnell kann man gar nicht schauen, dass da eine Lawine herunterdonnert", sagt Mayer. "Das ist grobe Fahrlässigkeit".

"Blödsinn"

Am Geierkogel liegen derzeit noch meterhohe Schneewechten. Diese können nicht abgesprengt werden, da sonst mehrere Häuser im Tal getroffen werden könnten. "Wir können nur abwarten", sagt der Ortschef, der sich über unvorsichtige Sportler ärgert. "So viel Blödsinn habe ich selten gesehen. Das ist lebensgefährlich. Vor allem werden dadurch auch andere Menschen in Gefahr gebracht."

Anzeigen

Laut Lawinenwarndienst des Landes herrscht in der Obersteiermark teils erhebliche Lawinengefahr. "Der störanfällige Triebschnee kann schon durch geringe Zusatzbelastung gestört werden", heißt es dort. Bei grober Fahrlässigkeit müssen Tourengeher mit Anzeigen rechnen, außerdem steigt auch die Versicherung aus, sollte etwas passieren. Im Raum Pölstal und Hohentauern wird ohnehin generell von Touren abgeraten. "Ich warne jeden davor, jetzt hier auf den Berg zu gehen", sagt auch Hohentauerns Bürgermeister Heinz Wilding.

Hohentauern: Von Krise keine Spur
Es ist Entspannung in Sicht

Bürgermeister Alois Mayer mit Vertretern der Lawinenkommission.
Blick auf den Geierkogel.

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