Statt Betonwüsten
Grüne Fassaden und Dächer sollen Stadtbild prägen

Vorbild Wien: Stadträtin Martina Berthold und Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen im Nationalrat, genießen mit dem Vierbeiner den begrünten Dachgarten.
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  • Vorbild Wien: Stadträtin Martina Berthold und Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen im Nationalrat, genießen mit dem Vierbeiner den begrünten Dachgarten.
  • Foto: D. Gusenbauer
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Begrünte Fassaden und Dächer sollen in den immer heißer werdenden Sommermonaten mehr Abkühlung in die Stadt bringen. Die Bürgerliste will Grünfassaden jetzt zum Standard machen.

SALZBURG. Dass es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis auch in Salzburg die Temperaturen die 40-Grad-Marke erreichen, darin sind sich die Meteorologen einig. In der Stadt Salzburg und hier besonders in Stadtteilen mit wenig Grünflächen entwickeln sich während der Sommermonate immer mehr Hitzeinseln.

Spezielles System für Grünfassaden

Um dem entgegenzuwirken, sollen begrünte Fassaden und Dächer stark forciert werden - sowohl bei kommunalen Bauten als auch bei privaten Wohngebäuden. Das fordert Bürgerlisten-Stadträtin Martina Berthold, die sich bei einem Besuch des Kompetenzzentrums "GrünStattGrau" in Wien von den dort erprobten Möglichkeiten der Fassaden- und Dachbegrünung überzeugte. „Begrünte Fassaden und Dächer sind eine von der Natur inspirierte und technologisch ausgefeilte Innovation, die in der klimafitten Stadt eine zentrale Rolle einnimmt. Gerade bei Starkregen ist die Wasserspeicherung der grünen Dächer und Fassaden sehr wichtig", sagt Berthold.

Die Fassadenbegrünungen sind in Wien bereits vielerorts sichtbar.
  • Die Fassadenbegrünungen sind in Wien bereits vielerorts sichtbar.
  • Foto: Privat
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Fassadenbegrünungen würden vor allem in dicht verbauten Stadtteilen für Abkühlung sorgen und die Natur in die Stadt zurückbringen. So etwa in Wien, wo Susanne Lins, Geschäftsführerin von "tatwort - Nachhaltige Projekte" das Forschungsprojekt „50 Grüne Häuser“ leitete. "Speziell für die Begrünung bestehender Gebäude wurde das modulare 'BeRTA-System' von einem Forschungsteam in Wien entwickelt und erprobt. Die Begrünung besteht aus langlebigen Faserzement-Trögen mit Wasserreservoir und Spezialsubstrat, individuell auf die jeweilige Fassade angepassten Pflanzen und falls nötig einer Rankhilfe", erklärt Lins.

Fördertopf für Private einrichten

Mittlerweile würden in Wien bereits erste Umsetzungen außerhalb des Forschungsprojektes das Stadtbild prägen, so etwa an einem denkmalgeschützten Gebäude gegenüber vom Stephansdom, berichtet Lins. Und genau dieses System will Berthold jetzt auch in die Stadt Salzburg holen. "Wir werden den Antrag einbringen, das System 'BeRTA' auch in Salzburg einzuführen und dafür in den Budgetverhandlungen im Herbst einen Fördertopf für Private einfordern", so die grüne Stadträtin.

Grüner Dachgarten erfreut Mensch und Tier.
  • Grüner Dachgarten erfreut Mensch und Tier.
  • Foto: D. Gusenbauer
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Auch bei kommunalen Bauten sollen Fassadenbegrünungen verstärkt angewendet werden. "Im Bereich der Bauprojekte der Stadt wurden diese bisher sehr zurückhaltend eingesetzt. Ein Projekt in der Schule in Aigen ist in Vorbereitung", betont Berthold.

Künftig sollen grüne Fassaden und Dächer mehr und mehr das Stadtbild prägen, hofft auch Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen im Nationalrat. "Begrünte Fassaden und Dachgärten funktionieren nicht nur wie natürliche Klimaanlagen im Innenbereich, sondern binden auch CO2. Wie ein Schwamm können Dachgärten große Mengen an Regenwasser aufnehmen, die Verdunstung trägt weiter zur Kühlung der Umgebung bei. Jetzt geht es darum, in der Raumordnung, in den Bauordnungen und in Stadtentwicklungskonzepten günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit grüne Fassaden und Dächer zum Standard werden", so Rössler.

Einen Kommentar zu diesem Thema könnt ihr hier lesen
Einen Bericht zu den Forderungen des Vereins "Fairkehr" findet ihr hier

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