Taxi- und Busbranche über Spritpreise
"Die Ausgaben steigen exorbitant"
- Taxifahrer Arno Ebner hofft auf eine Entlastung: "Noch schlucken wir die Spritpreise."
- Foto: meinbezirk.at/Alen Grabic
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Nicht nur die aktuell hohen Spritpreise setzen Taxi- und Busunternehmen im Bezirk Spittal unter Druck, auch die Reparaturen, Versicherungen und Betriebskosten werden alle teurer. Das Hoffen auf den Wegfall der Mineralölsteuer geht weiter.
BEZIRK SPITTAL. „Die Ausgaben steigen exorbitant, wenn die Spritkosten so hoch sind, weil unser Bezirk doch ein großer Posten ist“, sagt Arno Ebner, Taxifahrer und Geschäftsführer von Taxi Ebner in Spittal. In den vergangenen zwei Monaten habe das Unternehmen die Preise dennoch nicht angehoben. „Noch schlucken wir es. Wenn die Preise aber weiter so steigen, werden wir sie auch anpassen müssen.“ Orientiert wird sich bei den Tarifen an den Kärntner Preislisten aus Villach und Klagenfurt, wobei Taxi Ebner etwas günstiger sei. Ebner betont, dass die Kunden Verständnis für eventuelle Preisanpassungen hätten: „Alle jammern über die Spritpreise.“
Hybrid als Ausweg?
Im Arbeitsalltag versuche man, möglichst effizient zu wirtschaften. Dazu gehören eine genaue Einteilung der Fahrten und ein Blick auf die aktuellen Tankpreise. Auch Reparaturen, die im eigenen Fuhrpark erledigt werden können, übernimmt das Unternehmen selbst. Von der Politik wünscht sich Ebner eine stärkere Entlastung: „Wir würden eine Befreiung der Mineralölsteuer begrüßen. Die Spritpreisbremse ist ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Die derzeitige Entlastung von zwei Cent pro Liter sei zwar besser als nichts, wirklich spürbar sei sie aber kaum. Langfristig setzt Taxi Ebner deshalb auf einen sparsameren Fuhrpark. Die Fahrzeuge seien bereits modernisiert worden, weitere Hybridfahrzeuge sollen folgen. „Man muss sich anpassen“, sagt Ebner. Gleichzeitig warnt er vor den Folgen weiterer Preissteigerungen: „Wenn wir teurer werden müssen, werden dementsprechend weniger Leute Taxi fahren. Dann muss man auch die Betriebsgröße reduzieren.“ Noch habe das Unternehmen „ein wenig Luft“.
- Die hohen Spritpreise setzen auch die Busbranche unter Druck. Die Mehrkosten für das Busunternehmen HPV haben sich verdoppelt.
- Foto: HPV Reisen
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Wo bleibt die Entlastung?
Ebenso deutlich spürt die Belastung das Busunternehmen HPV Reisen. Geschäftsführer Herbert Peitler spricht von Mehrkosten von durchschnittlich 300 bis 400 Euro pro Tag. „Die Mehrkosten haben sich somit verdoppelt. Mit den Einnahmen kann man sie nur mehr sehr schwer auffangen.“ Die Tarife, die Busunternehmen von den Verkehrsverbünden erhalten, könnten nicht kurzfristig angepasst werden. Bei Sonderfahrten sei eine Weitergabe der Mehrkosten an die Kunden schwierig: „Wenn wir sie noch teurer machen, dann fährt keiner mehr.“ Peitler verweist zudem auf weitere Kostensteigerungen.
„Wenn wir nur mit den Spritpreisen kämpfen müssten, wäre das eine Sache. Aber es wird alles teurer.“
Reifen seien um 30 bis 40 Prozent teurer geworden, die Werkstattstunde um rund 20 Prozent und Versicherungen um etwa 40 Prozent. Auch er fordert eine Entlastung bei den Treibstoffkosten. „Bei diesen Preisen müsste die CO₂-Steuer endlich wegfallen, die Mineralölsteuer sollte etwas gesenkt werden.“ Die aktuelle Spritpreisbremse sei auch für sein Unternehmen „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Sollte sich die Kostenentwicklung fortsetzen, sieht Peitler die Branche vor einer ernsten Herausforderung: „Wenn das so weitergeht, werden wir in einem Jahr nicht mehr fahren können.“
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