"Minions & Monster" - Vom Skeptiker zum Fan
Eine Hommage an die Magie des frühen Kinos
- James und Henry sind die beiden "Haupt-Minions"
- Foto: © Universal Studios. All Rights Reserved.
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Stummfilmstars, Easter Eggs und etliche Filmreferenzen: "Minions & Monster" schickt die gelben Helfer ins Hollywood der 1920er und überzeugt sogar einen selbst ernannten Minions-Skeptiker.
GRAZ/STEIERMARK. In den 1920ern strandet eine Gruppe von Minions im frühen Hollywood und wird versehentlich zu Filmstars. Das Glamour-Leben genießen sie in vollen Zügen, bis Tonfilme ihrem Ruhm ein Ende setzen, weil sie keinem Drehbuch folgen können. Zwei Minions beabsichtigen, sich daraufhin neu zu erfinden, und drehen ihren eigenen Monsterfilm.
Der erste Kontakt mit dem Minions-Universum
"Minions & Monster" war für mich der erste Film aus dem Minions-Universum. Mit den bisherigen Teilen konnte ich aufgrund der „Minions-Sprache“ nie wirklich viel anfangen. Der Trailer hat mich jedoch mit seiner neuartigen Idee neugierig gemacht, und am Ende hatte ich echt überraschend viel Spaß. Vor allem funktioniert der Humor erstaunlich gut. Ich musste mehrfach lachen, auch wenn sich die Gags mit zunehmender Laufzeit etwas abnutzen und nicht mehr ganz die gleiche Wirkung entfalten wie zu Beginn.
Easter Eggs und starke Technik
Ein weiterer Höhepunkt sind die zahlreichen Easter Eggs und Anspielungen auf die Filmgeschichte. Wer Freude daran hat, Referenzen zu entdecken und bekannte Momente der Kinogeschichte wiederzuerkennen, kommt hier voll auf seine Kosten. Technisch überzeugt der Film ebenfalls auf ganzer Linie. Die Animationen sind hochwertig, detailreich und voller kleiner visueller Ideen. Ein weiterer Beweis, dass sich Illumination nicht hinter Konkurrenz wie etwa Dreamworks verstecken muss.
- Die Minions werden zu Stars in der Filmbranche
- Foto: © Universal Studios. All Rights Reserved.
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Eine Geschichte ohne klaren roten Faden
Die Geschichte erzählt etwas Eigenes, wirkt dabei aber stellenweise etwas unstrukturiert. Ein klarer roter Faden fehlt, wodurch der Erzählfluss gelegentlich ins Stocken gerät. Gerade im Mittelteil wechseln die Szenen teils sprunghaft zwischen verschiedenen Handlungssträngen. Mit einer stringenteren Struktur hätte die Handlung deutlich mehr gewonnen, denn die Grundidee, Minions als gescheiterte Stummfilmstars, die sich im Tonfilm-Zeitalter neu erfinden müssen, bietet eigentlich genug Stoff für eine fokussierte Erzählung. Auch die Fantasiesprache der Minions spielt hier mit hinein. Sie ist den ganzen Film über verständlich, man erkennt meist problemlos, was die kleinen gelben Helfer ausdrücken möchten. Allerdings ziehen sich manche Dialoge etwas zu lang hin, was das Zuhören zwischendurch anstrengend sein kann.
Kurzweilig trotz kleiner Schwächen
Unterm Strich ist "Minions & Monster" eine echt positive Überraschung. Nicht jeder Witz sitzt, und die Geschichte hätte fokussierter erzählt sein können. Wer einen straffen, perfekt durchkomponierten Plot erwartet, wird stellenweise enttäuscht sein. Doch der weitestgehend gelungene Humor und die liebevollen Filmreferenzen sorgen am Ende für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Kinobesuch, der vor allem dank seiner Liebe zum Detail im Gedächtnis bleibt. Für eingefleischte Minions-Fans dürfte der Film ohnehin ein Pflichttermin sein, doch auch Skeptiker wie ich werden mit etwas Geduld und Offenheit für die etwas andere Erzählweise gut unterhalten. Wer also Spaß an Filmgeschichte, schrägem Humor und liebevoll gestalteten Animationen hat, sollte "Minions & Monster" definitiv eine Chance geben.
- Das erste Plakat zum Film der beiden kleinen gelben Regisseure
- Foto: © Universal Studios. All Rights Reserved.
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Von mir gibt es für "Minions & Monster" 7 von 10 Sternen.
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