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Raus aus den Schuhen und direkt rein ins Einsatzfahrzeug. Diesmal geht es um ein ungesichertes Baugerüst.
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  • Raus aus den Schuhen und direkt rein ins Einsatzfahrzeug. Diesmal geht es um ein ungesichertes Baugerüst.
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  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Wir sind alle froh, dass es sie gibt, und doch ist es uns lieber, wenn wir sie nicht brauchen: die Männer der Berufsfeuerwehr Graz. Die WOCHE hat mit Oberbrandmeister Thomas Fenz einen Rundgang durch die Zentrale am Lendplatz gemacht. Erste Station ist der Innenhof, wo um 7.30 Uhr die Standeskontrolle und die Übernahme der Fahrzeuge stattfindet. "Die sind jetzt alle scharf", erklärt Fenz und meint damit die Einsatzwägen, die innerhalb von 60 Sekunden startklar sind. So lange brauchen die Feuerwehrmänner, um ab Alarm in der fertigen Montur im Einsatzfahrzeug zu sitzen.

Höhenflüge und Tiefgänge

Insgesamt stehen der Berufsfeuerwehr rund 60 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, angefangen von den kleineren Messfahrzeugen für Chemieeinsätze über eigene Tunnelfahrzeuge bis hin zum Teleskopmastfahrzeug, kurz TMF, womit man in luftige Höhen von bis zu 50 Metern gelangt. 220 Branddienstmitarbeiter sowie vier Feuerwehrmänner im Tagdienst sind die personelle Schlagkraft, die Gefahren für die Grazer Bevölkerung abwehrt und entschärft. "Ziel ist es, diese Schlagkraft und die bereits hohe Qualität der Berufsfeuerwehr durch Optimierungsmaßnahmen weiter zu erhöhen", erklärt Thomas Schmallegger, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Berufsfeuerwehr verantwortlich ist. Dazu zählt zum Beispiel die Aufrüstung der Einsatzfahrzeuge mit neuen Navigationsgeräten, eines der Themen der täglichen Morgenbesprechung mit Branddirektor Klaus Baumgartner.
Nächster Stopp ist die Brandmeldezentrale, das Herzstück der Feuerwache. "Bis zu acht Leitungen können hier gleichzeitig bedient werden", schildert der diensthabende Bereitschaftsoffizier. Am 12. Juni dieses Jahres waren es rund 500 Notrufe. "Da gilt es von Priorität 1 (Menschenrettung) bis 3 (überflutete Keller) zu staffeln."
Der Rundgang führt weiter vorbei an einer der insgesamt vier Stangenrutschen, an den Ruheräumen sowie an der Kraftkammer samt hauseigenem Tauchturm. Im zehn Meter tiefen Wasser absolvieren die Rettungstaucher die gesetzlich vorgeschriebene Zahl an Übungstauchgängen. Beklemmend ist schließlich die Besichtigung der Atemschutzwerkstätte: Nachdem die Männer durchs Feuer gegangen sind, werden die Atemschutzgeräte hier gewartet.

Gulasch und Schweinsbraten

Ende der Tour ist die Kantine mit angeschlossener Küche. "Wir haben sogar einen eigenen Koch", schwärmt Thomas Fenz. Auch die Sonntagsdienste seien sehr beliebt, "da gibts entweder Gulasch oder Schweinsbraten". Das gute Essen hilft definitiv bei dem harten Arbeitspensum, die wahre Motivation tragen die Männer aber alle in sich: der Wunsch zu helfen, erst dann sind sie in ihrem Element.

Tipp:
Am Samstag, 8. September 2018 öffnet die Berufsfeuerwehr für alle Interessierten die Tore:
Tag der offenen Tür der Berufsfeuerwehr am Samstag, 8. September 2018 von 9 bis 13 Uhr, Zentralfeuerwache Lendplatz

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