Neue Lifte
Steirische Seilbahnen investierten rund 100 Millionen Euro
- Bei den steirischen Seilbahnen bereitet man sich auf die kommende Saison vor, die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf zahlreiche Neuerungen freuen.
- Foto: Klaus Krumböck
- hochgeladen von Verena Kriechbaum
Die steirischen Seilbahnbetreibenden bereiten sich mit umfangreichen Investitionen von rund 100 Millionen Euro auf die Wintersaison vor. Im Mittelpunkt stehen neue Seilbahnen, Beschneiungsanlagen und Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung bestehender Infrastruktur.
STEIERMARK. Die steirischen Seilbahnbetriebe haben im laufenden Jahr rund 100 Millionen Euro in neue Projekte und Modernisierungen investiert. Mit dem Geld werden Bahnen erneuert, Beschneiungsanlagen ausgebaut und bestehende Infrastrukturen verbessert. Ziel der Branche ist es, den Wintersport in der Steiermark langfristig attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten. Dabei spielen sowohl Komfortsteigerungen für die Gäste als auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Rund die Hälfte der Mittel floss direkt in den Ausbau und die Modernisierung von Seilbahnanlagen, weitere Schwerpunkte lagen bei der technischen Schneesicherung.
Neue Seilbahnen für kommende Saison
Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Seilbahnanlagen. Auf der Fageralm ersetzt künftig eine moderne Achter-Gondelbahn zwei ältere Doppelsesselbahnen. Die Bahn verkürzt die Fahrzeit auf das Hochplateau auf zwölf Minuten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Nachhaltigkeit gelegt: Die Anlage wurde von den Großarler Bergbahnen übernommen, viele Anlagenteile wie Stationen oder Stützen werden weiterverwendet.
- Auch im Skigebiet Schladming-Dachstein gibt es Neuerungen. Eine neue Zehner-Gondelbahn verbindet die Planai mit dem Hauser Kaibling in weniger als fünf Minuten. (Archivbild)
- Foto: Absenger
- hochgeladen von Christoph Schneeberger
Auch im Skigebiet Schladming-Dachstein gibt es Neuerungen. Eine neue Zehner-Gondelbahn verbindet die Planai mit dem Hauser Kaibling in weniger als fünf Minuten. Zudem wurde die Vierer-Sesselbahn „Sonneck“ durch die neue Achter-Sesselbahn „Mitterhausalm I“ ersetzt. Mit einer Förderleistung von 3.000 Personen pro Stunde und einer Fahrzeit von drei Minuten sollen Wartezeiten deutlich reduziert werden.
Neben dem Bahnbau investieren die Betreiber auch stark in die technische Schneesicherheit. Rund 18 Millionen Euro flossen in den Ausbau und die Modernisierung von Beschneiungsanlagen. „Die Fülle an Investitionen, die bis zu 40 Jahre in die Zukunft wirken, zeigt, dass die steirischen Seilbahnen großes Vertrauen in die Zukunft des Wintersports haben“, erklärt Fachgruppenobmann Fabrice Girardoni.
Nachfrage bleibt hoch
Präsentiert wurden die Neuerungen im Rahmen des Branchentages am Loser, an dem mehr als 130 Vertreterinnen und Vertreter der Seilbahnwirtschaft teilnahmen. Fachvorträge behandelten unter anderem die Zukunft der Skiindustrie sowie Fragen der Energieversorgung. Laut der Fachgruppe der steirischen Seilbahnen bleibt der Wintersport in der Steiermark beliebt. „Die Verbundenheit mit dem Wintersport ist ungebrochen, die Nachfrage ist dementsprechend weiterhin hoch“, resümiert Fachgruppen-Geschäftsführer Oliver Käfer. Mit den Investitionen wolle man Gästen weiterhin ein attraktives Angebot bieten und gleichzeitig Arbeitsplätze in den Regionen sichern.
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