Neuregelung zeigt Wirkung
65 Prozent weniger geringfügig Beschäftigte in der Steiermark
- In der Steiermark waren zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 3.259 Personen mit geringfügiger Beschäftigung vorgemerkt, Ende März waren es 1.156 Personen.
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Seit Anfang 2026 gelten in Österreich strengere Regeln für den Zuverdienst während des Bezugs von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe. Die Folgen zeigen sich nun in den AMS-Zahlen: Innerhalb von nur drei Monaten ist die Zahl der geringfügig Beschäftigten österreichweit um rund zwei Drittel eingebrochen – auch die Steiermark liegt mit einem Rückgang von 65 Prozent im österreichweiten Trend.
STEIERMARK. Das Jahr 2026 brachte in Österreich eine Reihe gesetzlicher Neuerungen mit sich – unter anderem wurde die Möglichkeit, neben dem Bezug von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe eine geringfügige Beschäftigung auszuüben, massiv eingeschränkt. Geringfügig dazuzuverdienen, ist seither nur noch in bestimmten Ausnahmefällen möglich. Wie erwartet hat sich diese geänderte gesetzliche Regelung markant auf die Zahl der geringfügig Beschäftigten ausgewirkt. Von österreichweit fast 26.000 beim AMS erfassten Personen Ende Dezember 2025 sank die Zahl bis Ende März 2026 auf 9.000. Dies entspricht einem Rückgang von rund zwei Dritteln.
- "Durch den Entfall der Kombination aus geringfügiger Beschäftigung und gleichzeitigem Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe steigt der Anreiz, ein vollversichertes Dienstverhältnis aufzunehmen". sagt AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe.
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Die Steiermark bildet hier keine Ausnahme: Waren es mit Stichtag 31. Dezember noch 3.259 Personen, die beim AMS mit geringfügiger Beschäftigung vorgemerkt waren, sank die Zahl innerhalb von drei Monaten auf 1.156. Das Minus beträgt somit 65 Prozent.
So entwickelte sich die Zahl vorgemerkter Personen mit geringfügiger Beschäftigung in der Steiermark von Jänner 2025 bis März 2026:
- Jänner 2025: 3.775
- Juni 2025: 3.130
- Dezember 2025: 3.259
- Jänner 2026: 1.930
- Februar 2026: 1.225
- März: 1.156
Quelle: AMS Steiermark; bei den Daten für 2026 handelt es sich um vorläufige Daten
Anstieg bei vollversicherten Stellen zu beobachten
Wie der steirische AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe erklärt, soll durch den Rückgang die Verfügbarkeit für vollversicherte, existenzsichernde Beschäftigung gestärkt werden: „Durch den Entfall der Kombination aus geringfügiger Beschäftigung und gleichzeitigem Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe steigt der Anreiz, ein vollversichertes Dienstverhältnis aufzunehmen.“ Es sei bereits zu beobachten, dass Arbeitgeber verstärkt vollversicherte Stellen anbieten würden. „Diese Entwicklung stärkt die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt, erhöht die soziale Absicherung und trägt zur Stabilisierung des regionalen Arbeitskräfteangebots bei – auch in der Steiermark“, so Snobe weiter.
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