Friedhof Mühldorf
Feldbach hat einen Gedenkort für Sternenkinder
- Sophie Jokesch, Roswitha Dautermann (vorne v.l.), Bürgermeister Josef Ober (4.v.l.) und Pfarrer Friedrich Weingartmann mit Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts.
- Foto: Johann Schleich
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Eine besondere Gedenkstätte für Sternenkinder wurde auf dem Mühldorfer Friedhof in der Stadtgemeinde Feldbach eröffnet. Auf Initiative von Sophie Jokesch gestaltete die Künstlerin Roswitha Dautermann einen Platz, der Familien mit Sternenkinderschicksal eine Stelle der Ruhe, Besinnung und Trauerbewältigung sein soll. Dabei handelt es sich um ein Kunstprojekt der ARTGenossenschaft Straden.
FELDBACH. Als Platz für die Gedenkstätte wählte Pfarrer Friedrich Weingartmann eine exponierte Stelle auf dem Friedhof Mühldorf mit Blick auf Feldbach. Von der Stadtgemeinde Feldbach wurde der Gedenkplatz gestaltet, auf dem nach den Vorgaben von Roswitha Dautermann die Gedenkstätte errichtet wurde.
- Der Sternenkinder-Gedenkplatz befindet sich am Mühldorfer Friedhof.
- Foto: Johann Schleich
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"Es handelt sich um einen ovalen Platz, der dem Mutterlaib entspricht. Die drei begrenzenden Metallplatten sind mit Sternen durchbrochen, in deren Innenkern Abstellplätze für Kerzen angebracht sind, sodass die Sterne leuchten. Diese Sterne verlaufen derart nach oben hin, dass sich die oberste Sternenreihe mit dem natürlichen Sternenhimmel vereinigt. In der Mitte der Gedenkstätte ist auf einer Säule ein Stern angebracht. In der Gedenkstätte können auch Erinnerungsobjekte abgelegt werden“, erklärt Dautermann.
- Roswitha Dauermann (2.v.r.) erklärte das Projekt am Mühldorfer Friedhof vor.
- Foto: Johann Schleich
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Platz für Angehörige
Feldbachs Bürgermeister Josef Ober verwies auf die Bedeutung eines derartigen Gedenkplatzes: „Hier können Familien von einem Sternenkind, deren Angehörige und Bekannte zur Ruhe finden." Der Platz solle auch zur Bewältigung ihrer Trauer beitragen. Den beiden Initiatorinnen könne zu diesem Platz nur gratuliert werden.
Zu den Sternenkindern sagte Sophie Jokesch: „Bei einer Totgeburt befinden sich die Eltern in einer Ausnahmesituation. Der Schmerz ist groß, zu dem auch noch Schuldgefühle kommen.“
- Martha Haberl sang ein Kindertotenlied von Gustav Mahler.
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Kindertotenlied gesungen
Die Projektfinanzierung erfolgte mithilfe der Stadtgemeinde, der Pfarre, der Serviceklubs, der Wirtschaft und der Bevölkerung. Bei der Gedenkstätte liegen in Keramik gearbeitete Kinderherzen, in der Originalgröße von Kindern vor der Geburt auf. Gegen eine freiwillige Spende kann eines der Kleinherzen, die auch Kleinkunstwerke sind, entnommen werden.
- Segnung der Gedenkstätte durch Pfarrer Friedrich Weingartmann.
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Die Segnung der Gedenkstätte erfolgte durch Pfarrer Friedrich Weingartmann. Zum intensiven Nachdenken der Gäste trug das von Martha Haberl vorgetragene Kindertotenlied von Gustav Mahler "Ich bin der Welt abhanden gekommen" bei. Der schwierige, emotionell aufgeladene Originaltext wurde von Roswitha Dautermann, zur Gedenkstätte passend, teilweise abgeändert.
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