Erste Hilfe
Jeder Feuerwehreinsatz birgt ein gewisses Unfallrisiko

- Auch die praktische Übung sollte natürlich nicht zu kurz kommen.
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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren tun alles, um die Gesundheit ihrer Mitmenschen zu bewahren, aber auch sie selbst setzen sich natürlich bei jedem Einsatz und jeder Übung Gefahren aus. Das Bewusstsein dafür wurde nun bei einer Erste-Hilfe-Schulung in Dirnbach geschärft.
DIRNBACH. Der Schutz des Lebens und die Bewahrung der Gesundheit der Mitglieder der Feuerwehren standen vor Kurzem im Mittelpunkt eines Erste-Hilfe-Kurses der Freiwilligen Feuerwehr Dirnbach in der Marktgemeinde Straden.

- Dominik Tieber referierte unter anderem über die häufigsten Verletzungsursachen im Feuerwehralltag.
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Referent Dominik Tieber, seines Zeichens Geschäftsführer der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Hartberg, leitete den Kurs. Anhand von praktischen Beispielen zeigte er die häufigsten Verletzungen der Feuerwehrleute bei Einsätzen, Übungen und Veranstaltungen auf und erläuterte natürlich auch, wie man einer Verletzung am besten vorbeugt.
Von der Zerrung bis zur Schulterprellung
An der Spitze stehen laut Tieber eindeutig die Sprunggelenkszerrungen, gefolgt von Knieverletzungen und Unterschenkelzerrungen. An vierter Stelle stehen Platzwunden am Kopf, in der Rangliste gefolgt von ausgeschlagenen Zähnen, gequetschten bzw. gebrochenen Fingern und Schnittverletzungen bei den Händen. Schulterprellungen oder Schulterluxation und Fuß- oder Handprellungen schließen die Verletzungstabelle ab.
„Geht langsam und besonnen und ohne Hektik zum Einsatzort.“
Referent Dominik Tieber
Die häufigsten Ursachen dieser Verletzungen bei Einsätzen oder Übungen wären beispielsweise das Ausrutschen oder Stolpern oder auch die Nichtverwendung der Schutzausrüstung. Mangelnde Ausbildung, zu wenig Erfahrung und falsches Heben würden den Kreis der häufigsten Ursachen schließen. Die Gefahr von Unfällen im Feuerwehralltag bestünde permanent – speziell bei Routineeinsätzen oder weil man glaubt, schnell sein zu müssen. „Geht langsam und besonnen und ohne Hektik zum Einsatzort“, lautet deshalb der Rat von Dominik Tieber.

- Eine der häufigsten Einsatzszenarien – das Bergen einer Person aus dem Unfallauto
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Nach dem theoretischen Teil ging es dann auch noch in die Fahrzeughalle. Dort übte man die Bergung einer bewusstlosen Person aus einem Fahrzeug.
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