AK Tirol
Erwin Zangerl: Tiroler Gesundheitssystem wird kaputt gespart

Die AK Tirol übt Kritik am Tiroler Gesundheitssystem: Von den Umstrukturierierungen bei den Landeskrankenhäusern bis hin zu den Gehältern im Pflegebereich.
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TIROL. Die AK Tirol übt Kritik am Tiroler Gesundheitssystem: Von den Umstrukturierierungen bei den Landeskrankenhäusern bis hin zu den Gehältern im Pflegebereich.

Pflegenotstand im Tiroler Gesundheitssystem

Die Arbeiterkammer Tirol (AK Tirol) kritisiert das Tiroler Gesundheitssystem: Von der geplanten Schließung des Landeskrankenhauses Natters, dem Umgang mit dem Pflegepersonal bis hin zur Bezahlung der Pflegekräfte und dem bereits realen Pflegenotstand. Mit all diesen Meldungen würde nicht nur das betroffene Personal verunsichert sondern auch die Tiroler Bevölkerung, so AK Präsident Erwin Zangerl.

"Krisenmanagement und nachhaltige politische Konzepte zur Sicherung von medizinischer Versorgung und Pflege sehen anders aus.“ (Erwin Zangerl)

Sparen im Tiroler Gesundheitssystem

Im Frühjahr 2019 sickerten Pläne zur Schließung des Landeskrankenhauses Natters durch. Jedoch wurde, auch nach der Kritik der AK Tirol, dieses Projekt fallen gelassen. „Hier haben sich die panischen Einsparungspläne des zuständigen Landesrates schon deutlich gezeigt. Ohne Konzept wird aus der Hüfte geschossen, wirklich konkrete und vor allem nachhaltige Pläne werden nicht vorgelegt“, so Erwin Zangerl. Aber nicht nur in diesem Fall, sondern auch bei der Bezahlung, der Gleischstellung der TeilzeitmitarbeiterInnen oder bei den Umkleidezeiten, würden MitarbeiterInnen vor den Kopf gestoßen.

Versprochene Gehaltserhöhungen

In Tirol fehlen aktuelle rund 300 Pflegekräfte, mehr als 140 Heimplätze stehen leer. „Man hat den Pflegekräften eine Gehaltserhöhung versprochen, herausgekommen ist, dass etwa Pflegeassistenten und Heimhelfer sogar weniger Gehalt bekommen. Damit wird der Pflegenotstand mit Sicherheit nicht behoben“, so Erwin Zangerl. Erwin Zangerl lehnt daher die Schlechterstellung von Heimhilfe und Pflegeassistenz im Gemeinde-Vertragsbedienstetengesetz (G-VBG) aufs Schärfste ab. Die geplante Gesetzesänderung müsse überarbeitet werden.

„Berechnungen zeigen, dass Mitarbeiter, die nach dem G-VBG entlohnt werden um bis zu 2.400 Euro jährlich brutto weniger verdienen, als jene, die nach dem SWÖ-Vertrag (Sozialwirtschaft Österreich) entlohnt werden." (Erwin Zangerl)

Durch Sparen würe man das Problem des Pflegenotstands nicht lösen, sondern verschärfen.

Pflegebedarf wird weiter steigen

Der Bedarf an qualifiziertem Personal wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Für die Ausbildung von engagiertem Personla bräuchte es geeignete Ausbildungsplätze, attraktive Arbeitsplätze und eine entsprechende finanzielle Honorierung der Leistung. Bei der Finanzierung sind aber Bund als auch das Land Tirol gefordert. Es muss verhindert werden, so Erwin Zangerl, dass Tirols hochwertiges Gesundheitssystem kaputt gespart und zum politischen Spielbald wird.

"Derzeit sind wir aber auf dem besten Weg dorthin, deshalb werden wir uns auch die neue Österreichische Gesundheitskasse genau anschauen. Denn wer von Optimierung spricht, hat meist nur eines im Sinn, nämlich einzusparen.“

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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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