Gleichberechtigung
Gleichstellung für die nächsten Jahre gefördert

Frauenlandesrätin Gabriele Fischer (re.) und Ines Bürgler, Vorständin der Abteilung Gesellschaft und Arbeit, präsentieren das Gleichstellungspaket 2020-2023.
  • Frauenlandesrätin Gabriele Fischer (re.) und Ines Bürgler, Vorständin der Abteilung Gesellschaft und Arbeit, präsentieren das Gleichstellungspaket 2020-2023.
  • Foto: © Land Tirol/Sidon
  • hochgeladen von Lucia Königer

TIROL. Um die Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen ein Stück näher zu rücken, schnürte man seitens des Landes Tirol ein großes Maßnahmepaket in Höhe von rund sieben Millionen Euro für die nächsten drei Jahre. Denn in Tirol soll es egal sein, ob sich eine Frau oder ein Mann bewirbt, es "darf keinen Unterschied machen", wie sich Frauenlandesrätin Fischer ausdrückt. 

Wandel durch die Pandemie

Wie Frauenlandesrätin Fischer erläutert, steckt gerade in der Pandemie und dem damit verbundenen Wandel ein Potenzial für viel Bewegung. Die Arbeitswelt kann sich grundlegend verändern, jedoch besteht natürlich auch die Gefahr, dass sich die Rolle der Frau rückwärts entwickelt. Dies gilt es möglichst aufzuhalten, mit aktiven Schritten nach vorne. 
Dazu schnürte die Landesregierung ein Maßnahmenpaket in Höhe von rund sieben Millionen Euro. Damit wurde sieben Handlungsfelder definiert, die für die nächsten drei Jahre mit den Geldern ausgestattet werden. 

Aufbrechen von Rollenbildern

Für LRin Fischer besteht ein wesentlicher Schritt hin zur Gleichstellung, das Aufbrechen von Rollenbildern

„Die Zuschreibungen, was typisch männlich und typisch weiblich ist, bereiten den Nährboden für Diskriminierung."

Statt den antiquierten Rollenbildern müsse man sich auf die Förderung von Talenten und Persönlichkeiten fokussieren. 
So fließt ein Teil des Geldes, 471.000 Euro, in den Ausbau des Kompetenzlehrganges „Nüsse knacken, Früchte ernten“, aber auch in eine Medienkampagne, Sensibilisierungsmaßnahmen und für Gender-Budgeting sowie in die Gendermedizin.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Gleichstellung am Arbeitsmarkt ist eng verknüpft mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das bedeutet infolge ein bedarfsgerechtes Angebot an Kinderbetreuung und die ausgewogene Aufteilung der Sorgearbeit.
Dafür werden 860.000 Euro investiert, zusätzlich kommen 480.000 Euro aus ESF-Mitteln hinzu.

„Der Fokus liegt dabei auf dem Thema ‚Männer und familiäre Sorgearbeit‘, aber auch auf der Entwicklung innovativer Ansätze in der Kinderbetreuung“,

so Ines Bürgler, Vorständin der Abteilung Gesellschaft und Arbeit.

Fast drei Millionen Euro für Arbeitsmarkt

Die höchste Summe wird im Bereich Arbeitsmarkt eingesetzt, denn nur wenn Frauen ihr Leben selbst finanzieren können, kann die ungleiche Machtstruktur aufgebrochen werden, erläutert LRin Fischer. 

„Die investierte Summe [...] zielt auf die Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und eigenständigen Existenzsicherung von Frauen ab, aber auch auf die Erhöhung des Frauenanteils in der Technik und des Männeranteils in der Betreuung“,

zählt Bürgler die entsprechenden Maßnahmen auf.

Weiterhin Investition in Gewaltprävention

Neben all diesen Maßnahmen wird auch eine Summe in die Gewaltprävention fließen, den Gewalt ist jenes Problemfeld, in dem die Ungleichheit zwischen Mann und Frau am deutlichsten zutage tritt.
Um Gewalt an Frauen und Mädchen schon vor dem Entstehen zu verhindern, werden 1,7 Millionen Euro in die Gewaltprävention investiert. 

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