07.08.2017, 08:20 Uhr

Unwetter im Bezirk Voitsberg: Muren und ein Dach abgedeckt

Auf vielen Straßen lagen umgestürzte Bäume an diesem Wochenende. (Foto: Ninaus)

235 Personen von elf Feuerwehren waren vom 4. bis 6. August im Dauereinsatz.

Zwar traf es den Bezirk Voitsberg nicht so schwer wie die Obersteiermark, aber der Wochenende hatte es trotzdem in sich. In der Nacht von 4. auf 5. August rückten 35 Personen der FF Geistthal, Voitsberg und Steinberg aus, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu beseitigen, in Geistthal kam es zu einer Überschwemmung im Ortsgebiet. In der darauffolgenden Nacht mussten 70 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren (Köflach, Voitsberg, Stallhofen, Krems, Steinberg und Ligist)  ausrücken. Wieder fielen Bäume auf die Straßen, kleinflächige Vermurungen gab es im Teigitsch- und Gößnitzgraben bzw. auf der Landesstraße in Richtung St. Bartholomä. Die FF Krems musste in den Kremser Reihen Bäume entfernen und einen Masten einer Niedespannungsleitung in der Panoramagasse kappen. Im Packabschnitt kam es auf der A2 zu einem Verkehrsunfall, aber ohne Personenschaden.

Dach abgedeckt

In der Nacht zum Montag ging es dann wirklich rund. 130 Personen von acht Feuerwehren (Hirschegg, Edelschrott, Voitsberg, Maria Lankowitz, Pack, Köflach, Köppling, Stallhofen) waren mit 130 Mann und 20 Fahrzeugen im Einsatz. In Hirschegg musste eine drohende Überflutung des Mittereggsbach abgewendet werden, der Wasserpegel stieg binnen Minuten um einige Meter im Ortsgebiet von Hirschegg. In Köppling deckte der Sturm ein Dach eines Hauses ab. In Puchbach (Maria Lankowitz) wurde durch eine Hangrutschung eine Straße vermurt und in Voitsberg kam es zu Überflutungen von Parkflächen nach Verklausung der Gerinne.
Die Stadtwerke Köflach telefonierten mit Bereichskommandant Engelbert Huber zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung in Edelschrott mit Notstromaggretaten des BFV Voitsberg und FF Mooskirchen. "Völlig unbürokratisch, mit einem einzigen Anruf, wurden die beiden Aggregate mit je 110 kVA Leistung an die Einsatzstellen gebracht",. so Huber. "So konnten wir unter Beweis stellen, dass wir im Interesse und zum Wohle der Bevölkerung rasch und konsequent Hilfe anbieten können." Durchaus möglich, dass Einsatzkräfte des Bezirks in dieser Woche auch in der Obersteiermark helfen.
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