Gegenwartskunst
Der heftige Abend

Bürgermeister Peter Moser (links) und Chris Scheuer bei der Ausstellung.
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  • Bürgermeister Peter Moser (links) und Chris Scheuer bei der Ausstellung.
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Das Schloß Freiberg wurde zwei Tage vor der Gemeinderatswahl zum Ort einer Markierung im regionalen Kulturgeschehen. Die Vernissage zu einer Ausstellung von Chris Scheuer ergab nach dem Lockdown ein geselliges Ereignis. Sie war aber auch eine kulturpolitische Manifestation von der Basis her.

Das vertiefte sich durch die laufenden Debatten an diesem Abend, wozu versierte Kunst- und Kulturschaffende zusammenfanden. Da wurde selbstverständlich der Status quo unter dem Zeichen der Corona-Pandemie erörtert. Es war über die Perspektiven eines Metiers zu reden, das im Lockdown extrem unter Druck geraten ist.

Die Provinz ist der Lebensraum abseits des Landeszentrums. Sie war ursprünglich die Quelle von Talenten, Arbeitskräften und Rohstoffen, um die Zentren zu stärken. Das hatte mit der Industriellen Revolution seine speziellen Konturen erhalten. Noch in den 1970er Jahren war das Zentrum-Provinz-Gefälle in vielen Lebensbereichen erheblich.

Dieses Gefälle liegt prinzipiell hinter uns. Das hat viel mit der neuen Mediensituation zu tun, mit unserer physischen und sozialen Mobilität. Es hängt in unserem Fall aber auch damit zusammen, daß es eine Wissens- und Kulturarbeit gibt, die Positionen schafft, auf denen aktive Menschen jenen im Landeszentrum nichts mehr nachstehen.

Kurz gesagt: wir machen hier im Rahmen unserer Gegebenheiten Dinge, die in Graz nicht besser gemacht werden. Das findet auch Peter Moser interessant, amtierender Bürgermeister von Ludersdorf-Wilfersdorf, wohin Schloß Freiberg gehört.

Moser ist seit Jahren mit uns in einem permanenten Dialog und in verschiedenen Vorhaben ein Kooperationspartner, der den Lauf der Dinge stärkt. (Anmerkung: die Wahllokale haben seit Stunden geschlossen, dieser Teil meiner Erörterung berührt also gelaufene Kampagnen nicht.)

So ist nun von der Basis aus in der Region ein Akzent gesetzt, der nach außen wirksam wurde. Nach innen haben wir das Kulturgeschehen sowieso ohne Unterbrechung weitergeführt, denn es gab keinerlei Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Provinz heißt eben nicht zwingend „provinziell“.

Die Veranstaltung

- Chris Scheuer: „Resurrection“
- Martin Krusche spricht: "Die Kunst schweigt nie!"
- Die Dokumentation

Der Hintergrund

- Die Politik schweigt
- Die Kulturinitiativen schweigen

Bürgermeister Peter Moser (links) und Chris Scheuer bei der Ausstellung.
Ellbogen-Check statt Handshake: Cartoonistin Kerstin Feirer (rechts) und Schauspielerin Carola Gartlgruber
Autor:

martin krusche aus Weiz

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