Kultur im Bezirk Weiz
All that Jazz
- Johannes Rubey
- hochgeladen von martin krusche
Ich bin recht erfreut, daß mich jemand nicht ratlos ansieht, wenn ich etwa „The Great American Songbook“ erwähne. Es macht mir ein Stück meines Lebens angenehmer, wenn ich nicht erklären muß, daß zwischen Popkultur und Pop-Art ein bißl ein Unterschied besteht.
Okay, ich weiß ja, jedes Milieu hat seine eigenen Codes, seinen Jargon. So läßt sich flott klären, wer dazugehört und wer von einer anderen Baustelle kommt. Mit Johannes Rubey hab ich ein sachkundiges Gegenüber, um ein großes Thema zu bearbeiten, in dem unter anderem das Motiv „Weltgeschichte berührt Regionalgeschichte“ eine bemerkenswerte Rolle spielt.
Von den Baumwollfeldern und aus Sklavenhütten haben seinerzeit Rechtlose kulturell geantwortet. Auch von karibischen Plantagen kamen Einflüsse. Oder von den Gipsies aus verschiedenen Weltgegenden.
Was sich etwa als Blues manifestiert hat, ist mit einem benachbarten Genre verknüpft, dessen große Virtuosen allerhand Kräften der klassischen Musik nichts nachstehen: Jazz. Eines Tages sang dann Muddy Waters: „The Blues Had a Baby and They Named It Rock and Roll“. Sie ahnen nun vielleicht, welche kulturelle Kraft in diesen Genres wirkt.
Rubey ist gleichermaßen erfahren und sachkundig, als Gitarrist ganz wesentlich dem Gipsy Swing verbunden. Aber es gibt den Mann auch als peniblen Grafiker, von dem etliche Arbeiten nun erstmals in Gleisdorf zu sehen sein werden.
Und zwar am Freitag, dem 8. Mai 2026, in der alten k.k. Poststation bei der Ausstellung & Buchpräsentation „artgerecht“. Das bedeutet, Johannes Rubey ist auch im Publikations-Trio „Mini Fabula“ vertreten, einer Veröffentlichung, die 38 Kunstschaffende zusammenfaßt.
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